Zeige Artikel vom: September 2016

Pilotanlage für Agrophotovoltaik eingeweiht

von pm-energy

20. September 2016 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Photovoltaik, Studie, Wirtschaft

Mit der Photovoltaik-Anlage in sieben Meter Höhe soll gezeigt werden, wie die Flächenkonkurrenz zwischen der Gewinnung von Solarstrom und dem Anbau von Kulturpflanzen entschärft werden kann. Das Bundesforschungsministerium fördert das Projekt an der Universität Hohenheim mit fast 600.000 Euro.

Am Bodensee ist am Wochenende ein Photovoltaik-Pilotprojekt eingeweiht worden, dass das Dilemma der Flächenkonkurrenz zwischen Solarstrom und Nahrungsmitteln lösen soll. Es soll zeigen, dass beides auf einmal geht – oben Solarmodule für die Photovoltaik-Anlage, unten der Anbau von Nutzpflanzen. Diese Form der Agrophotovoltaik soll nun wissenschaftlich mit dem Projekt der Universität Hohenheim erforscht werden, wie das Fraunhofer-ISE – das die Projektleitung hat - am Montag mitteilte. Das Bundesforschungsministerium unterstützt das Vorhaben mit knapp 600.000 Euro, an dem auch Baywa re und die Elektrizitätswerke Schönau beteiligt sind. „Flächenressourcen stehen nicht unbegrenzt zur Verfügung“, erklärt Prof. Dr. Petra Högy vom Fachgebiet Pflanzenökologie und Ökotoxikologie an der Universität Hohenheim. „Daher macht es Sinn, Flächen doppelt zu nutzen, also für die Nahrungsmittel- und für die Energieproduktion.“ Dabei müsse die Installation der Solarmodule und der Anbau der Pflanzen geschickt kombiniert werden, damit für beide optimale Ergebnisse erzielt werden könnten. Bei dem vorliegenden Fall kommen dafür bifaziale Solarmodule zum Einsatz, die in sieben Meter Höhe installiert wurden. Selbst ein Mähdrescher könne damit unter der Photovoltaik-Anlage durchfahren. Die Grundidee zur Agrophotovoltaik stamme bereits aus den 1980er Jahren vom Fraunhofer ISE. Als Praxispartner der Universität Hohenheim fungiert die Hofgemeinschaft Heggelbach, auf deren Gelände die Photovoltaik-Anlage installiert wurde. Es handele sich um einen Demeter-Betrieb. „Der ökologische Landbau ist also gar nicht so technikfeindlich, wie es dieser Wirtschaftsweise oft unterstellt wird“, erklärte Sabine Zikeli, Koordinatorin für Ökolandbau an der Universität Hohenheim. Die Wissenschaftler der Universität Hohenheim erwartet, dass die Pflanzenerträge etwas geringer ausfallen werden. Gleichzeitig würden aber erhebliche Mengen Solarstrom produziert, die ausreichten um etwa 62 Haushalte zu versorgen. Die Doppelnutzung der Flächen könnte somit neue Einkommensmöglichkeiten für Landwirte schaffen. In trockeneren und heißeren Regionen der Erde könnten Agorphotovoltaik-Anlagen zudem auch ein Vorteil für die Pflanzenproduktion sein, so die Erwartungen der Wissenschaftler. Rund 2,4 Hektar Versuchsfläche stünden nun zur Verfügung. Die Agrophotovoltaik-Anlage nehme rund 0,33 Hektar ein; die restliche Fläche diene als Referenzfläche. In den kommenden zwei Jahren sollen Kleegras, Winterweizen, Kartoffeln und Sellerie angebaut werden. Das Kleegras wachse bereits; die Aussaat des Winterweizens erfolge Ende des Monats. „Wir prüfen, wie sich die verschiedenen Kulturen unter den Panelen entwickeln und vergleichen sie bezüglich ihrer Eignung. Dazu bestimmen wir etwa die Pflanzenhöhe, die Blattfläche, die Gesundheit der Pflanzen, die Erträge und die Ertragsqualität“, erklärte Högy. Zudem sollten Auswirkungen auf die Umwelt und die Biodiversität untersucht werden. Am Ende des dreijährigen Projekts wollen die Wissenschaftler dann konkrete Empfehlungen für die Praxis geben. Industriepartner Baywa re will aus den Erfahrungen praktischen Nutzen bereits ab dem kommenden Jahr ziehen. „Was die Einsparung von Ressourcen angeht, ist die doppelte Nutzung landwirtschaftlicher Flächen in Industriestaaten und Entwicklungsländern gleichermaßen ein sinnvolles Vorgehen“, erklärte Christof Thannbichler, Geschäftsführer der BayWa re Solar Projects GmbH. Sein Unternehmen wolle die Agrophotovoltaik als Geschäftsfeld ab 2017 im Zuge internationaler Projekte ausbauen. (Sandra Enkhardt) Read more: http://www.pv-magazine.de/nachrichten/details/beitrag/pilotanlage-fr-agrophotovoltaik-eingeweiht_100024455/#ixzz4KmUut0iy

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Unser nächster Infoabend – Solarstrom ohne Investition

von pm-energy

5. September 2016 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Kosten senken, Photovoltaik

Infoabend zu Solarstrom ohne Investition - am 12.9. 2016 um 18Uhr Informieren Sie sich über die Anlagenmiete bei pm-energy GmbH in Reesdorf, Dorfstraße 2a. ...was noch wichtig ist: mit einer PV-Anlagenmiete erhöhen Sie (ohne Speicher) Ihre monatlichen Energiekosten in der Regel nicht! Das sind die Vorteile: IHRE PERSÖNLICHE UNABHÄNGIGKEITSERKLÄRUNG

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Studie: Ziele von Paris ohne Kohleausstieg der G20 unerreichbar

von pm-energy

1. September 2016 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Konventionelle Energieträger, Photovoltaik, Politik, Studie

Vor dem G20-Gipfel in China bescheinigen Experten den Industriestaaten dringenden Handlungsbedarf: Der Klimaschutz müsse gestärkt und die Kohleverstromung gestoppt werden – ansonsten sei es „praktisch unmöglich“, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Wenige Tage, bevor sich im chinesischen Hangzhou die Staats- und Regierungschefs der großen Industrienationen treffen, legte das Konsortium „Climate Transparency“ in Peking den Bericht „G20 – Brown to Green“ vor. Zentrales Ergebnis: „Die Treibhausgasemissionen sinken noch nicht“. Laut Niklas Höhne vom „NewClimate Institute“, das an der Studie beteiligt war, haben die G20 zwar grüne Investitionen als wichtiges Thema erkannt. Für den Einstieg in eine treibhausgasneutrale Welt, wie sie das Pariser Klimaabkommen anstrebt, reiche das allerdings noch nicht aus. Auch Großbritannien verbietet Mikroplastik in Kosmetika Solarkraftwerk in der Wüste: Ausgerechnet China wird von den Klimaschutzexperten gelobt. Foto: Ian Teh/Greenpeace Magazin Die G20-Staaten sind für drei Viertel der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich: Von 1990 bis 2013 wurde ein Anstieg allein von energiebedingter Emissionen um 56 Prozent verzeichnet. Zwar gebe es vermehrt Anzeichen, dass der Anstieg der energiebedingten CO2-Emission zum Stillstand gekommen sei. Doch der Umbau von der fossilen zur grünen Wirtschaft entfalte sich viel zu langsam, sagte Jan Burck von „Germanwatch“, einer der Autoren der Studie. Besonders große Sorge bereitet Klimaschützern, dass in den G20-Staaten noch immer der Bau zahlreicher neuer Kohlekraftwerke angestrebt werde. Würden alle Planungen tatsächlich umgesetzt, liefe das nahezu auf eine Verdoppelung des Kohleverbrauchs hinaus. Nach Einschätzung der Experten wäre es dann „praktisch unmöglich“, die weltweite Erwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. „Die G20-Staaten müssen sich von ihrer Kohle-Abhängigkeit lösen“, sagt Niklas Höhne und betont die positiven Folgen einer schnellen Energiewende: Der Umbau zu einer grünen Wirtschaft sei nicht nur schlicht notwendig, um den Klimawandel in einem zu bewältigenden Rahmen zu halten, er setze auch neue wirtschaftliche Impulse frei und ermögliche eine Versorgung mit erschwinglicher Energie für die Ärmsten weltweit. Ein bedeutend größerer Spielraum zur Erhöhung der Klimaziele wäre die Folge; das Temperaturziel des Pariser Abkommens wäre erreichbar. Doch auch die jährlichen Investitionen in den regenerativen Sektor – die in den G20-Staaten seit 2008 immerhin zu einem jährlichen Wachstum der Primärenergie aus erneuerbaren Energien um 18 Prozent beigetragen haben – müssten sich bis 2035 verdoppeln. Es sei höchste Zeit, dass die G20 die Subventionen in fossile Energien endlich abschaffen, wie es seit 2009 wiederholt angekündigt wurde. Auch Deutschland müsse seinen Entwurf eines Klimaschutzplans für 2050 deutlich nachbessern, so „Climate Transparency“. Nur so könne das Land, langjähriger Vorreiter beim Ausbau erneuerbarer Energien und Vorbild bei der internationalen Klimafinanzierung, den Klimaschutz beim G20-Gipfel 2017 in Hamburg glaubwürdig voranzutreiben. Denn auch die Deutschen schrecken vor dem Kohleausstieg zurück. Unverhofft gut schneidet das Gastgeberland des aktuell bevorstehenden Gipfels ab: „Unsere Studie zeigt, dass China mehr tut als viele andere Staaten. China kann beim bevorstehenden Gipfel eine Führungsrolle in der Klimapolitik übernehmen und helfen, die Welt vor einem gefährlichen Klimawandel zu bewahren“, ist der Co-Vorsitzende von „Climate Transparency“ Peter Eigen überzeugt. Bei der Investitionsattraktivität in Erneuerbare Energien rangiert China neben Indien, Frankreich, Deutschland, den USA und dem Vereinigten Königreich an der Spitze der G20. Schlusslichter bilden Russland, Saudi-Arabien und die Türkei, was weniger überraschend sein dürfte. Maria-Elisa Schrade Quelle: https://greenpeace-magazin.de/nachrichtenarchiv/studie-ziele-von-paris-ohne-kohleausstieg-der-g20-unerreichbar?xing_share=news

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