Bundesländer im Süden führend bei Energiewende

von pm-energy

2. Dezember 2014 | erstellt in Energiewende

Bayern ist das erfolgreichste Bundesland bei der Umsetzung der Energiewende, dicht gefolgt von Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern.

Während die drei vorhergehenden Rankings durch Brandenburg angeführt wurden, belege dieses Bundesland nunmehr Rang 5 hinter Thüringen. Berlin sei weiterhin Schlusslicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) sowie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) erstellt haben. Zur Ermittlung des Entwicklungsstandes der Energiewende in den 16 Bundesländern haben die Wissenschaftler insgesamt 60 Indikatoren für jedes Land ausgewertet. Im Bereich der Photovoltaik betrachten die Forscher die Ausnutzung des vorhandenen Potenzials zur Stromerzeugung. Demnach kommt Bayern auf einen Potenzialnutzungsgrad von 31,9 Prozent und Baden-Württemberg auf 17,2 Prozent. Unter diesem Gesichtspunkt erreicht Schleswig-Holstein mit 13,71 Prozent den dritten Platz, während Mecklenburg-Vorpommern, der im Gesamtranking Drittplatzierte, in der Photovoltaikdisziplin nur einen 14. Platz mit 2,09 Prozent erreicht, knapp vor Berlin und Schlusslicht Hamburg. Die Gründe für den Erfolg der drei bestplatzierten Länder seien den Angaben zufolge recht unterschiedlich. So könne Bayern »auf einen ausgeprägten Ausbau regenerativer Energien verweisen«, während es in Baden-Württemberg »besonders günstige politische Rahmenbedingungen« gebe. Mecklenburg-Vorpommern habe dagegen »seine Technologie- und Wirtschaftspolitik überaus fortschrittlich gestaltet«. Doch auch Länder, die im Ranking hintere Plätze belegten, seien »in bestimmten Kriterien erfolgreicher als die insgesamt führenden Länder«. Die detaillierte Analyse der Indikatoren zeige, dass »für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende verschiedene Kriterien erfüllt werden« müssten, die «über den reinen Ausbau der erneuerbaren Energien« hinausgingen, so Frithjof Staiß, geschäftsführender Vorstand des ZSW. Und AEE-Geschäftsführer Philipp Vohrer mahnt, dass in »allen Regionen Deutschlands« noch »große Potenziale zur verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien« bestünden, was für sämtliche Technologien gelte. Die Studie mit rund 230 Seiten kann als pdf auf der Website des ZSW kostenfrei heruntergeladen werden.
© PHOTON

http://www.solar-consulting.de
Pdf zur Studie

   Zurück zur Übersicht
Themen: ,

Comments are closed.

Unser Heizungsnotdienst ist für Sie
24 Stunden 7 Tage
in der Woche erreichbar.



0152 / 538 66 784