Neuigkeiten mit dem Thema:: Kosten senken

Berlin wehrt sich gegen Erleichterungen für Eigenverbraucher

von pm-energy

29. März 2018 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Kosten senken, Neuigkeiten, Photovoltaik, Politik, Solarenergie

Die Bundesregierung will mittelständische Eigenverbraucher weiterhin mit der Sonnensteuer belegen, während sie der Großindustrie üppige Nachlässe bei der Zahlung der EEG-Umlage gewährt.
28.03.2018 11:24 -Die Bundesregierung blockiert in Brüssel Verhandlungen über eine Vereinfachung der Regelungen für den Eigenverbrauch von Solarstrom. Berlin hat Angst, dass dann die Sonnensteuer wegfallen muss.
Die Bundesregierung lehnt Erleichterungen für den Eigenverbrauch von Solarstrom ab. Das geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine entsprechende Anfrage der Abgeordneten von B90/Grüne, Julia Verlinden, hervor. Damit blockiert auch die neue Bundesregierung nicht nur die Energiewende in Deutschland, sondern auch in Europa. Denn das Europäische Parlament hatte den Vorschlag gemacht, in der gesamten EU den Eigenverbrauch von Solarstrom zu vereinfachen. Ohne diskriminierende oder unverhältnismäßige Verfahren und Gebühren soll jeder seinen selbst produzierten Strom verbrauchen dürfen. Die Parlamentarier in Straßbourg gehen sogar noch weiter. Jeder solle seinen überschüssigen Strom sogar ohne bürokratische Hürden und Sonderkosten an Dritte über einen Stromliefervertrag verkaufen dürfen.

Regierung sieht EEG-Umlage bedroht

Berlin lehnt ein solches Ansinnen rigoros ab. „Die Bundesregierung spricht sich gegen das Verbot von Steuern, Umlagen und Abgaben aus, die nicht kostenorientiert (‚cost-reflective‘) sind“, schreibt Staatssekretär Rainer Baake im Auftrag des Bundeswirtschaftsministers. „Unter dieses Verbot könnte insbesondere die EEG-Umlage fallen. Es ist aus Sicht der Bundesregierung für die Finanzierung der Energiewende wichtig, dass jeder einen angemessenen Beitrag zur Finanzierung des Gesamtsystems leistet.“ Für Verlinden ist das ein ganz klares Indiz, dass die Bundesregierung der Bürgerenergie weiter Steine in den Weg rollen will. „Das ist ein Schlag ins Gesicht für die vielen engagierten Bürger, ohne die die Energiewende im Stromsektor niemals so erfolgreich gewesen wäre“, kritisiert sie die Blockadehaltung der Bundesregierung bei den Verhandlungen in Brüssel. (su) Quelle: https://www.photovoltaik.eu/gentner.dll/PL_110949_813525

weiterlesen

Photovoltaik und Onshore-Wind günstigste Technologien in Deutschland?

von pm-energy

26. März 2018 | erstellt in Energieeffizienz, Energiewende, Erneuerbare Energien, Konventionelle Energieträger, Kosten senken, Photovoltaik, Windkraft

Diese Frage beantwortet das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE mit einem deutlichen "Ja". Das zeigt die jüngste Studie zu den Gestehungskosten für Strom aus erneuerbaren Energien. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE haben jetzt die vierte Auflage ihrer Studie zu den Gestehungskosten für Strom aus erneuerbaren Energien vorgelegt. Darin analysieren sie die aktuellen Kosten und prognostizieren die weitere Entwicklung auf Basis von technologiespezifischen Lernraten und Marktszenarien bis zum Jahr 2035. "Die Kostenprognosen der Vorgängerstudien haben sich bestätigt. Die Gestehungskosten für Strom aus erneuerbaren Energien sinken kontinuierlich und sind kein Hindernis für eine CO₂-freie Stromerzeugung mehr. Neu errichtete Photovoltaik-Anlagen und Onshore-Windenergieanlagen an günstigen Standorten sind bereits heute günstiger als fossile Kraftwerke, und dieser Trend wird sich bis 2035 deutlich verstärken", so Projektleiter Dr. Christoph Kost. Die immer bessere Wettbewerbsposition der erneuerbaren Energien führe zu neuen Anwendungen und stark wachsenden Märkten, die nicht mehr auf Förderung angewiesen sind. Die Volllaststunden der konventionellen Kraftwerke sinken durch einen höheren Anteil der Erneuerbaren dagegen weiter, was ihre Kosten in die Höhe treibt. Hinzu kommen steigende Brennstoff- und CO2-Zertifikatspreise. "Es ist davon auszugehen, dass nicht unbedingt die günstigste konventionelle Erzeugungsform am Markt bestehen wird, um die fluktuierenden Erneuerbaren zu ergänzen, sondern diejenige, die eine hohe Flexibilität in Bezug auf Anfahr- und Abfahrvariabilität aufweisen kann, also vorzugsweise Kraftwerke basierend auf Erdgas", so Dr. Christoph Kost. PV-Anlagen am günstigsten Die Fraunhofer-Studie greift aktuelle Trends in Technologie- und Kostenentwicklungen auf, wie die Photovoltaik-Eigenstromversorgung, steigende Volllaststunden für Windenergieanlagen (WEA) und neue Finanzierungsparameter. Die Technologieentwicklungen bei der Photovoltaik führen zu starken Kostensenkungen, so dass sie unter allen Kraftwerkstypen im Mittel die kostengünstigste Technologie in Deutschland ist. Aktuell erzielen PV-Anlagen je nach Anlagentyp und Globalstrahlung – sie liegt in Deutschland zwischen 950 und 1.300 kWh/(m²a) – Stromgestehungskosten zwischen 3,71 und 11,54 €Cent/kWh. Die spezifischen Anlagenkosten liegen je nach Anlagentyp bei 600 bis 1.400 Euro/kWp. Beim Windstrom führten sinkende Anlagekosten und steigende Volllaststunden zu den niedrigen Gestehungskosten von 3,99 bis 8,23 €Cent/kWh, was sie zur zweitgünstigsten Erzeugungstechnologie macht. An guten Standorten produzieren Onshore-Windenergieanlagen zu geringeren Kosten als neue Kohle- oder Gas- und Dampfturbinenkraftwerke-Kraftwerke. Trotz höherer durchschnittlicher Volllaststunden von bis zu 4.500 Stunden/Jahr sind Offshore-Windenergieanlagen mit knapp 7,49 bis 13,79 €Cent/kWh deutlich teurer, was an den höheren Installations-, Betriebs- und Finanzierungskosten liegt (3.100 bis 4.700 Euro/kW). Für konventionelle Kraftwerke ergeben sich unter den derzeitigen Bedingungen auf dem Strommarkt mit den jeweiligen Volllaststunden sowie Brennstoff- und CO₂-Zertifikatspreisen folgende Stromgestehungskosten: 2018 errichtete Braunkohlekraftwerke können Gestehungskosten von 4,59 bis 7,98 €Cent/kWh für die gewählten Betriebsparameter (mit einem heute sehr niedrigen CO₂-Preis und stark ansteigenden CO₂-Preis) ausweisen. Es folgen große Steinkohlekraftwerke (6,27 bis 9,86 €Cent/kWh) und Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerke (7,78 bis 9,96 €Cent/kWh). Gaskraftwerke sind mit 11,03 bis 21,94 €Cent/kWh deutlich teurer. Prognose bis 2035 Durch technologische Fortschritte werden PV-Freiflächenanlagen in Süddeutschland und Onshore-Windenergieanlagen an windreichen Standorten bis 2035 die durchschnittlichen Stromgestehungskosten aller fossilen Kraftwerke deutlich unterbieten. Ab 2030 fallen die Stromgestehungskosten für PV-Anlagen unter 4,7 Cent/kWh für Aufdachanlagen bzw. 2,41 €Cent/kWh für Freiflächenanlagen. Die spezifischen Anlagenkosten werden bis 2035 auf 350 bis 815 Euro/kWp sinken. Offshore-Anlagen haben noch ein starkes Kostenreduktionspotenzial und zugleich ist durch die technische Weiterentwicklung eine Steigerung der Volllaststunden zu erwarten. Bis 2035 werden sie je nach Standort und Windangebot mit 3,49 bis 10,07 €Cent/kWh vergleichbare Preise wie heutige PV-Kraftwerke erreichen. Quelle: www.haustec.de

weiterlesen

Ihre Solaranlage einfach online planen

von pm-energy

15. Dezember 2017 | erstellt in Energieeffizienz, Energiewende, Kosten senken, Neuigkeiten, news, Photovoltaik, pm-energy, Solarenergie

Reesdorf, 15.12.2017: Planen Sie Ihre Solaranlage einfach online.

Sie möchten eine erste Einschätzung ob sich eine Photovoltaikanlage auch für Sie rechnet?

Mit Freude verkünden wir, dass Sie ab sofort unser Werkzeug zur Grobplanung Ihrer Solarstromanlage auf unserer Homepage nutzen können. Nutzen Sie einfach unser Tool, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Wählen Sie dazu "Quickplan Medium" aus. Wenn Sie mögen, sogar mit Wirtschaftlichkeitsprognose, mit Speicher oder ohne... Wählen Sie dazu "Quickplan Maximum" aus.

 Quickplan starten Sie hier.

weiterlesen

Reformiertes Energielabel sorgt seit August für Verwirrung

von pm-energy

30. August 2017 | erstellt in Energieeffizienz, Energiewende, Kosten senken, Neuigkeiten, Politik

Das EU-Energielabel informiert Verbraucher beim Kauf über den Energieverbrauch von Geräten. Allerdings stößt die derzeitige Kennzeichnung an ihre Grenzen.

Reformiertes Energielabel sorgt seit August für Verwirrung
Bekanntheit und Einfluss sind groß: So erkennen bei Umfragen rund 95 Prozent das europäische Energielabel, bei 84 Prozent beeinflusst es die Kaufentscheidung von Haushaltgeräten. Allerdings hat die derzeitige Kennzeichnung mit der besten Energieeffizienzklasse A+++ ihre Grenzen erreicht. Beispielsweise sind bei Waschmaschinen schon gut drei Viertel der angebotenen Modelle in der besten Klasse A+++ (Abfrage Online-Geräteberater bei www.hausgeraete-plus.de). Von den eigentlich sieben Klassen dürfen aufgrund von Ökodesign-Mindestanforderungen überhaupt nur noch die drei besten Klassenneu in den Handel gebracht werden. Damit ist von einer Lenkungswirkung für Verbraucher und einem Anreiz für Hersteller, effizientere Geräte zu entwickeln, nicht mehr viel übrig geblieben.

A+++, A++ und A+ verschwinden

Daher hat die Europäische Union das Energielabel reformiert: Am 1. August 2017 ist die neue Rahmenverordnung in Kraft getreten. Auffälligste Änderung: Die „Plus“-Klassen verschwindenzukünftig, alle Energielabel reichen einheitlich von Energieeffizienzklasse A bis G.

A und B bleiben zunächst frei

Um Platz für technischen Fortschritt zu lassen, sollen anfangs die Klassen A und B frei bleiben. Die Vereinheitlichung der Skala ist zwar generell positiv für die Verbraucherinformation zu sehen, dafür aber erklärungsbedürftig. Denn zukünftig sollen die Kunden C- oder D-Geräte kaufen, während sie bislang an A+, A++, A+++ gewöhnt sind. „Die aktuell verfügbaren Bestgeräte werden quasi auf dem Papier abqualifiziert. Der Kunde, der ein Bestgerät kauft, muss dann mit der Klasse C vorlieb nehmen - weil es zunächst noch gar kein A- oder B-Gerät geben soll“, so Dr. Jan Witt, Geschäftsführer der HEA-Fachgemeinschaft. Über lange Jahre werden zudem Geräte mit altem und neuem Energielabel parallel angebotenwerden. „Um Verwirrung zu vermeiden, muss deshalb verdeutlicht werden, dass neue, energieeffiziente Geräte mit neuem Label trotz niedrigerer Energieeffizienzklasse sparsamer sind als Geräte mit altem Label“, so Witt. Weitere Informationen gibt es unter www.hea.de.

Fristen für die Umstellung

Alle 16 bereits existierenden Energielabel werden in den nächsten Jahren auf die Klassen A bis G umgestellt. Besonders schnell gehen soll es bei Kühl- und Gefriergeräten, Geschirrspülern, Waschmaschinen, Fernsehern sowie elektrischen Lampen und Leuchten. Ziel ist, dass Ende 2019 diese Geräte auch tatsächlich mit dem neuen Label A bis G in den Geschäften stehen. Dagegen bekommen z. B. Heizungen und Warmwasserbereiter frühestens 2026 das neue Energielabel. Quelle: https://www.haustec.de/management/reformiertes-energielabel-sorgt-seit-august-fuer-verwirrung?utm_campaign=NL20170829&utm_medium=newsletter&utm_source=haustec&utm_term=Reformiertes+Energielabel+sorgt+seit+August+f%C3%BCr+Verwirrung

weiterlesen

Fossile-Energien-Umlage würde 2017 bei 10,2 Cent pro Kilowattstunde liegen

von pm-energy

5. Juli 2017 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Konventionelle Energieträger, Kosten senken, Politik

Photovoltaik, Windkraft und Co. werden gern als Preistreiber bei den Stromkosten gebrandmarkt. Nach einem Bericht von „Strom-Report“ liegen die staatlichen Förderungen und Vergünstigungen für Atomkraft, Kohle und Gas sowie deren Folgeschäden mit 33 bis 38 Milliarden Euro in diesem Jahr erneut deutlich über dem Niveau der Ausgaben für Erneuerbare. Doch diese Kosten erscheinen nicht auf der Stromrechnung, sondern werden auf die Steuerzahler abgewälzt.

 Die EEG-Umlage liegt derzeit bei 6,88 Cent pro Kilowattstunde. Die Kosten werden auf den Strompreis der privaten Haushalte und kleineren Unternehmen in voller Höhe aufgeschlagen. Gern wird die EEG-Umlage daher als Treiber für den Strompreis an den Pranger gestellt. Vergessen wird dabei, dass auch Strom aus Atom-, Kohle- und Gaskraftwerken etwas kosten. Das Portal „Strom-Report“ hat nun auf Grundlage der Berechnungen des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) ermittelt, dass eine Fossile-Energien-Umlage in diesem Jahr 10,2 Cent pro Kilowattstunde betragen würde.
Das Volumen der staatlichen Subventionen und Steuervergünstigungen für Atom, Kohle und Gas wird sich in diesem Jahr voraussichtlich auf 33 bis 38 Milliarden Euro summieren, heißt es bei „Strom-Report“. Mit eingerechnet wurden Kosten für die Folge- und Umweltschäden durch fossile Energien. Insgesamt kommt man somit auf die Fossile-Energien-Umlage von rund zehn Cent pro Kilowattstunde. Die Kosten erscheinen allerdings nicht auf der Stromrechnung der Verbraucher, sondern werden auf die Steuerzahler abgewälzt. Für die Förderung von Photovoltaik, Windkraft und den anderen Erneuerbaren werden voraussichtlich 25 Milliarden Euro in diesem Jahr fällig. Infografik „Fossile-Energien-Umage: Die realen Kosten von Kohle- & Atomstrom“: Strom-Report In den vergangenen Monaten ist immer wieder über mögliche Fondslösungen und Steuerfinanzierungen für die EEG-Kosten diskutiert worden. Konkrete Pläne dafür gibt es allerdings nicht und das Thema ist politisch umstritten. In dieser Woche erst hat Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) mittelfristig die Abschaffung des EEG und der EEG-Umlage gefordert. Er monierte die ungerechte Kostenverteilung. Die Kosten für die Energiewende sollten nach seinem Willen aus dem Bundeshaushalt finanziert werden. Zuvor sollten aber die regulatorisch bedingten Fehlentwicklungen und Kostentreiber reduziert werden, so Gerber. Quelle: https://www.pv-magazine.de/2017/06/29/fossile-energien-umlage-wuerde-2017-bei-102-cent-pro-kilowattstunde-liegen/

weiterlesen

Solarstromerzeugung auf Rekordhoch

von pm-energy

14. Juni 2017 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Konventionelle Energieträger, Kosten senken, Photovoltaik, Solarenergie

Die Nachfrage nach Solaranlagen zieht wieder an.
12.06.2017 14:56 -Nur wenige Tage vor dem Start der Woche der Sonne hat der BSW Solar eine neue Rekordzahl veröffentlicht. Im Mai produzierten die in Deutschland installierten Solargeneratoren 5,57 Terawattstunden Strom und liegen damit mit den Kernkraftwerken gleich auf.
Im Monat Mai hat die Photovoltaik in Deutschland einen neuen Rekord erreicht – trotz des schlechten Wetters. Die in der Bundesrepublik installierten Solarstromanlagen haben in diesem Monat insgesamt 5,57 Terawattstunden Strom produziert. Das entspricht einem Anteil von 12,3 Prozent an der gesamten Nettostromerzeugung in Deutschland, wie der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW Solar) mitteilt. Zum Vergleich: Die Kernkraftwerke haben im Mai nach Angaben des BSW Solar 5,65 Terawattstunden Strom ins Netz eingespeist, was einen Anteil von 12,5 Prozent ausmacht. Der BSW Solar bezieht sich dabei auf Berechnungen des Fraunhofer Institut s für Solare Energiesysteme.

Nachfrage zieht an

Zudem zieht auch die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen weiter an, wie der BSW Solar festgestellt hat. Die Branchenvertreter führen das vor allem auf die weiter gesunkene Preise für die Anlagen zurück. Denn die Rahmenbedingungen haben sich kaum geändert. „Solarenergie ist preiswert geworden und entwickelt sich zu einer wichtigen Säule der Energieversorgung“, betont Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW Solar. „Jetzt ist der ideale Zeitpunkt für den Einstieg in die eigene Solarenergieversorgung.“ Er weiß, dass der größte Teil der Potenziale für Solarenergie sowohl im Strom- als auch im Wärme- und Mobilitätssektor immer noch brach liegen. „Nach Einschätzung von Wissenschaftlern am Fraunhofer IWES kann die installierte Solarstromleistung in Deutschland bis zum Jahr 2050 auf über 300 Gigawatt ausgebaut werden“, erklären die Branchenvertreter. „Derzeit liegt sie bei rund 42 Gigawatt.“ Dieses restlichen Potenzial von 258 Gigawatt müsse jetzt konsequent gehoben werden, um die die Klimaschutzziele zu erreichen, sagt Körnig.

Solarstrom wird preiswerter

Dazu reicht der aktuelle Zubau immer noch nicht aus. Dieser liegt nach aktuellen Zahlen der Bundesnetzagentur mit Stichtag 30. April 2017 bei 482,175 Megawatt, wobei hier die Nachmeldungen von Anlagen aus den vergangenen Jahren mit einfließen. Das ist aber immerhin eine Steigerung des Zubaus um 62 Prozent im Vergleich des Vorjahreszeitraums. In den ersten vier Monaten des Jahres 2016 wurden in Deutschland Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 297,64 Megawatt neu installiert. Doch im Herbst des vergangenen Jahres hat der BSW Solar eine erneute Senkung der Systemkosten beobachtet, was den Markt wieder in Schwung brachte. „Solarstrom vom Eigenheim- oder Gewerbedach gibt es inzwischen meist bereits für die Hälfte der Preise regionaler Versorgertarife“, rechnet Körnig vor. „Im Kraftwerksmaßstab kann Solarstrom in Deutschland bereits für rund sechs Cent je Kilowattstunde erzeugt werden. Das Preis-Leistungsverhältnis der Solarenergie liegt damit auf Augenhöhe mit neuen konventionellen Kraftwerken.“

Eingenverbrauch treibt den Speichermarkt

Der Marktschwerpunkt liegt derzeit klar auf dem Eigenverbrauch – sowohl privat als auch im Gewerbe. Dieser kann mit einem Stromspeicher noch gesteigert werden. „Bereits jeder zweite Eigenheimbesitzer, der sich eine neue Solarstromanlage installiert, kombiniert diese inzwischen mit einem Heimspeicher“, betont der BSW Solar. Auch hier spielen die sinkenden Kosten eine entscheidende Rolle Immerhin hat die Branchenvertretung einen Preisrückgang für stationäre Batteriespeicher um 40 Prozent innerhalb der letzten vier Jahre beobachtet. „Die Preise gewerblicher Batteriespeicher haben sich in diesem Zeitraum sogar halbiert“, wissen die Experten vom BSW Solar. Das geht aus einem Preisindex hervor, den die Branchenvertretung 2013 mit Unterstützung der Messe Intersolar/EES Europe aufgebaut hat.

Woche der Sonne startet am kommenden Samstag

Um die Nachfrage noch weiter zu beflügeln und den Installateuren und Planern die Möglichkeit zu geben, mit potenziellen Kunden ins Gespräch zu kommen, führt der BSW Solar auch in diesem Jahr wieder die Woche der Sonne durch. Auf vielen verschiedenen Veranstaltungen können sich die Interessenten vom 17. bis 25. Juni deutschlandweit über erneuerbare Energien informieren. „Mit Tagen der offenen Tür, Anlagenbesichtigungen, Informationsveranstaltungen, Vorführungen oder Sommerfesten werben Handwerksbetriebe, Unternehmen und regionale Initiativen für den Einsatz von Solarenergie, Holzpellets, Wärmepumpe und Speichern im eigenen Zuhause“, beschreibt der BSW Solar das Programm. Die Teilnahme an der Woche der Sonne ist kostenlos. Die in Eigenregie durchgeführten Veranstaltungen können in den zentralen Veranstaltungskalender eingetragen werden. (su) Quelle: https://www.photovoltaik.eu/gentner.dll?DID=A17FAC86A3C2D06DA16C6DC88A2E7FBEDB5FF8076F0FB69C34CA40B569981E76E6B5144AA9269467&UIT=TkxfSURFTlQ9MTEwNDcyXzIwMTdfMDZfMTRfMTFfMDZfMTImTkxfTUlEPTExMDQ3Mg&AID=770504&MID=110949&UID=427A44F144C214BECCC778A64AC0F46BEC4D7370325851

weiterlesen

Solarstrom für Gewerbebetriebe wieder attraktiv

von pm-energy

6. Januar 2017 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Kosten senken, Neuigkeiten, news, Photovoltaik, Solarenergie, Wirtschaft

EEG 2017: Für eine Vielzahl an Gewerbebetrieben lohnt es sich wieder, in die Errichtung einer eigenen Solarstromanlage zu investieren. Das trifft auch auf Eigenheimbesitzer zu.

Mit Inkrafttreten des EEG 2017 zum Jahresbeginn wird zwar die Förderung großer Photovoltaikanlagen nur noch über Auktionen vergeben. Der überwiegende Teil privater und gewerblicher Investoren ist davon jedoch nicht betroffen. Für sie wird die Anschaffung eines eigenen Solar- und Speichersystems 2017 zum Teil sogar noch attraktiver, teilt der Bundesverband Solarwirtschaft e. V. (BSW-Solar) mit. Nur Solaranlagen mit einer Größe ab 750 Kilowatt - im eher industriellen Maßstab - sind von der neuen gesetzlichen Regelung betroffen und müssen künftig in eine Ausschreibung.

Errichtung eines Solar- und Speichersystems prüfen

"Während die Stromtarife in den letzten Jahren schmerzlich gestiegen sind, haben gesunkene Anschaffungs- und Finanzierungskosten bei der Photovoltaik dazu geführt, dass sich die Sonnenstromernte vom eigenen Dach in der Regel bereits nach wenigen Jahren bezahlt macht. Solarstrom vom Eigenheim- oder Gewerbedach ist oft nur noch halb so teuer wie vom Stromversorger," erläutert Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. Der Verband empfiehlt Besitzern unverschatteter Dachflächen deshalb, in den nächsten Wochen die Errichtung eines neuen Solar- und Speichersystems ernsthaft zu prüfen. Nach Angaben des BSW-Solar ist die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen auf Gebäuden in den letzten Monaten spürbar gestiegen. Die Interessenvertretung der Solar- und Speicheranbieter ist zuversichtlich, dass sich dieser Trend 2017 verstärken wird. Auch die Nachfrage nach Solarstromspeichern werde weiter anziehen.

Solarstrom auch in den Abendstunden nutzen

Bald jede zweite neue Solarstromanlage wurde nach BSW-Angaben im letzten Jahr bereits zusammen mit einem stationären Batteriespeicher installiert. Heimspeicher ermöglichen es, selbst erzeugten Solarstrom auch in den Abendstunden zu nutzen und je nach Nutzerprofil und Anlagenauslegung die solare Selbstversorgungsquote auf 60 Prozent und mehr zu verdoppeln oder gar zu verdreifachen. Nach Verbandsangaben sind inzwischen bereits 1,6 Millionen Solarstromanlagen und über 50.000 stationäre Solarstromspeicher in Deutschland in Betrieb. Solarstrom, der nicht vor Ort benötigt und nicht gespeichert wird, fließt ins öffentliche Netz und wird Eigenheimbesitzern mit aktuell gut zwölf Cent pro Kilowattstunde vergütet. Auch nach dem EEG 2017 wird dieser Tarif für die nächsten 20 Jahre garantiert. Für größere Solarstromanlagen sind die Vergütungssätze etwas niedriger, da die Anschaffungskosten mit zunehmender Anlagengröße sinken. Weitere Informationen gibt es unter www.solarwirtschaft.de.

weiterlesen

Unser nächster Infoabend – Solarstrom ohne Investition

von pm-energy

5. September 2016 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Kosten senken, Photovoltaik

Infoabend zu Solarstrom ohne Investition - am 12.9. 2016 um 18Uhr Informieren Sie sich über die Anlagenmiete bei pm-energy GmbH in Reesdorf, Dorfstraße 2a. ...was noch wichtig ist: mit einer PV-Anlagenmiete erhöhen Sie (ohne Speicher) Ihre monatlichen Energiekosten in der Regel nicht! Das sind die Vorteile: IHRE PERSÖNLICHE UNABHÄNGIGKEITSERKLÄRUNG

/// Solarstrom vom eigenen Dach ohne selbst investieren zu müssen.
/// Stromkosten für die nächsten 15 Jahre (oder länger) deckeln.
/// Mit einem Batteriespeicher weitgehend unabhängig werden.
/// Sich um nichts kümmern müssen und trotzdem alle Vorteile des DZ-4 Solarstromvertrags genießen: Finanzierung, Technologieauswahl, Bau, Versicherung, Monitoring und Wartung.
Das ist Solarstrom einfach. Das ist Ihre persönliche Unabhängigkeitserklärung!

weiterlesen

Fördersätze für Pelletheizung erhöht

von pm-energy

4. Januar 2016 | erstellt in Energieeffizienz, Energiewende, Erneuerbare Energien, Kosten senken, Neuigkeiten, news, Politik

Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV) begrüßt die aktuelle Mitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), die über das Marktanreizprogramm (MAP) ausgezahlten Direktzuschüsse für den Heizungstausch einer alten fossilen Heizung gegen eine neue Pelletheizung ab dem 1. Januar 2016 deutlich zu erhöhen. Die bisherigen Fördersätze werden pauschal um 20 Prozent angehoben, zuzüglich eines Zuschusses von 600 EUR für Optimierungs-maßnahmen rund um den Heizungstausch. „Für einen Pelletkessel mit Pufferspeicher wird es damit künftig mindestens 4.800 EUR an Zuschüssen geben“, betont DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele. Mit der Erhöhung der Fördermittel setzt die Bundesregierung aus DEPV-Sicht das richtige Signal zur Beschleunigung der Energiewende auch im Wärmesektor: „Bessere För-derbedingungen für den Heizungstausch weg von fossilen hin zu erneuerbaren Energien findet man nirgendwo“, unterstreicht Bentele. Jetzt müsse die positive Nachricht aber auch kontinuierlich an den Verbraucher herangetragen werden: „Angesichts dieser Zu-schüsse für Pelletheizungen muss jeder Verbraucher wissen, dass es ein Fehler wäre, sich wegen kurzfristiger Preisvorteile fossiler Brennstoffe mittelfristig an den falschen Energieträger zu binden“! Die neue Richtlinie mit den aktuellen Förderbedingungen des Marktanreizprogramms wird am 30. Dezember 2015 veröffentlicht. Förderanträge werden laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ab Mitte Januar 2016 vorliegen. Mehr Informationen unter: http://www.bafa.de/bafa/de/energie/erneuerbare_energien/aktuelles/index.html Die Bedingungen der Bafa gelten. Quelle: DEPV Pressemitteilung

weiterlesen

Bundesregierung erhöht Zuschüsse für Solarheizungen

von pm-energy

29. Dezember 2015 | erstellt in Energieeffizienz, Energiewende, Erneuerbare Energien, Kosten senken, Politik

Staatliche Zuschüsse für den Einbau neuer Solarwärmeanlagen steigen im Falle einer Heizungsmodernisierung ab Anfang 2016 um 20 Prozent / Branche begrüßt neuen Solarbonus

Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. begrüßt die Ankündigung der Bundesregierung, ab Anfang 2016 die Zuschüsse zum Einbauen von Solarheizungen deutlich zu erhöhen. Nach dem jüngst von der Bundesregierung verabschiedeten "Anreizprogramm Energieeffizienz" werden die Fördersätze für den Austausch veralteter Heizungen um 20 Prozent erhöht, wenn dabei Solartechnik zum Einsatz kommt. Dazu erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V.: "Der Umstieg auf Solarwärme war noch nie so attraktiv. Eigenheimbesitzer sind gut beraten, veraltete Heizungen 2016 zu erneuern und dafür die 'Abwrackprämie' beim Bundesamt für Wirtschaft zu beantragen. Das macht sich für das Klima und den eigenen Geldbeutel gleichermaßen bezahlt." Im Regelfall dürfte Eigenheimbesitzern für die solare Heizungsmodernisierung künftig ein Zuschuss in Höhe von mindestens 3.600 Euro winken. Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Förderung ist, dass der Inbetriebnahmezeitpunkt der neuen Solarheizung nach dem 1. Januar 2016 liegt. Hintergrund Quelle: www.solarwirtschaft.de

weiterlesen

Unser Heizungsnotdienst ist für Sie
24 Stunden 7 Tage
in der Woche erreichbar.



0152 / 538 66 784