Neuigkeiten mit dem Thema:: Studie

BEE: Kesseltausch bringt viel weniger als angenommen

von pm-energy

13. April 2018 | erstellt in Energieeffizienz, Energiewende, Erneuerbare Energien, Konventionelle Energieträger, Politik, Studie

Der Ersatz eines alten Heizkessels durch einen modernen Brennwertkessel spart deutlich weniger Energie und CO2 als vielfach angenommen, so das zentrale Ergebnis eines BEE-Gutachtens.

„Es ist keine wirksame Klimaschutzmaßnahme, lediglich einen älteren fossil befeuerten Kessel durch einen neueren auszutauschen“, sagt Carsten Pfeiffer, Leiter Strategie und Politik beim BEE. In der öffentlichen Diskussion werden häufig Einsparungen von bis zu 30% Energie und CO2 suggeriert, wenn alte Heizkessel durch neue mit Brennwerttechnik ersetzt werden.
Diese Behauptungen werden sowohl durch das vom Beratungsunternehmen Econsult erstellte Gutachten als auch durch Realbetrieb-Untersuchungen widerlegt. Dem Gutachten zu Folge variiert die Minderung stark in Abhängigkeit des zu ersetzenden Kessels; sie bewegt sich je nach Effizienz des alten Kessels zwischen zwei und 15%. Umgerechnet heißt das: Der neue Kessel stößt die gleiche Menge CO2 innerhalb von sieben Tagen aus, für die alte Kessel sechs Tage gebraucht haben. „Für das Klima macht dies am Ende keinen wirklichen Unterschied.“

Bleibt nur der Umstieg auf CO2-neutrale Heiztechnologie

Nach Einschätzung des BEE sorgt das Festhalten an fossil befeuerten Kesseln für ein hohes Lock-In-Risiko und stünde damit der Erreichung der mittel- und langfristigen Klimaschutzziele im Wege. Es sei höchste Zeit, auf CO2-freie und CO2-neutrale Heiztechnologien wie Solarthermie, Erdwärme, Holz, Biogas und weitere Grüne Gase umzusteigen. So würde zum Beispiel ein Kombisystem mit Holzpellets und Solarthermie oder Wärmepumpe und Solarthermie eine umfassende Dekarbonisierung ermöglichen. Dabei handelt es sich um bewährte Systeme, die mit moderner Technik maßgeblich zum Klimaschutz beitragen. Der Gebäudesektor trägt bislang zu wenig zur Dekarbonisierung bei. Der BEE ist der Ansicht, dass die nun vorliegenden wissenschaftlichen Ergebnisse große Relevanz haben für die Förderstrategie der Bundesregierung. „Die Arbeit der vorgesehenen Kommission im Gebäudesektor sollte ebenso wie die Umsetzung des Klimaschutzplans in ein Klimaschutzgesetz auf der Basis fundierter wissenschaftlicher Daten anstelle von Werbeversprechen basieren“, so Pfeiffer. Der BEE hatte in der Vergangenheit bereits wiederholt darauf hingewiesen, dass die Förderung rein fossil betriebener Heizungen und Klimaschutz nicht zusammenpassen. Das Gutachten zum Download:

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Versorgungsbetriebe Bordesholm bauen Batteriespeicher

von pm-energy

12. September 2017 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Neuigkeiten, Politik, Studie

Kommunaler Großspeicher: Versorgungsbetriebe Bordesholm bauen Batteriespeicher

12.09.2017 von Hagen Lang Die Versorgungsbetriebe Bordesholm bauen – mit Unterstützung des Landes Schleswig-Holstein einen Batteriespeicher mit 12 MWh, von denen 8 MWh als Regelenergie vermarktet werden sollen, um. Mit der Übergabe des Förderbescheides in Höhe von 1,68 Millionen Euro durch Energieminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) Ende August an den Geschäftsführer der Versorgungsbetriebe Bordesholm (VBB), Frank Günther war das Projekt auf dem Weg, das den Versorgungsbetrieben Bordesholm den Einstieg in die Regelenergievermarktung ebnen soll. Einen finanziellen Beitrag in der Größenordnung der Landesmittel investieren die Versorgungsbetriebe selbst in den Batteriespeicher. Dieser soll auch der Grundlagenforschung dienen. »Dieses Pilotprojekt ist nicht nur ein Vorbild für andere Kommunen,  sondern auch eine wichtige Forschungsplattform für die  wissenschaftliche Arbeit an weiteren Lösungen auf der Basis  erneuerbarer Energien«, so der Landesminister. Die VBB planen den Bau eines Batteriespeichers mit einer Leistung von 8 Megawatt (MW) und einer Speicherkapazität von 12 Megawattstunden (MWh). Davon sollen 4,5 MW und 8 MWh als Regelenergie wirtschaftlich vermarktet werden, um Schwankungen in den Stromnetzen auszugleichen, die durch die vermehrte Einspeisung erneuerbarer Energien entstehen. »Diesen Teil des Speichers finanzieren wir komplett selbst und rechnen dadurch ab 2018 mit einer Umsatzsteigerung von knapp zehn Prozent auf etwa 17 Millionen. Euro«, sagte VBB-Geschäftsführer Günther. Die hundertprozentige Tochter der Gemeinde Bordesholm rechnet durch dieses Entwicklungsprojekt bis zum Jahr 2023 mit der Schaffung von drei neuen Arbeitsplätzen. Die Projektergebnisse stehen nach Abschluss des Förderprojektes Forschungseinrichtungen als Datenquelle für weitere Untersuchungen zur Verfügung. Quelle: http://www.smarterworld.de/smart-power/batterien/artikel/145509/?cid=NL

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Energiespeicher schaffen mehr Flexibilität im Stromnetz

von pm-energy

6. September 2017 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Konventionelle Energieträger, Politik, Studie

Der Stromüberschuss in Deutschland steigt jedes Jahr in neue Höhe. Braunkohle- und Atomkraftwerke reagieren zu unflexibel auf die Einspeisung von erneuerbaren Energien. Speichersysteme sind nach Ansicht des BVES die bessere Alternative.

 Die deutschen Stromexporte sind in den vergangenen Jahren immer weiter angewachsen. Nach einer Studie des Beratungsunternehmens Energy Research Architecture (ERA) im Auftrag der Grünen, sind vor allem die inflexiblen Braunkohle- und Atomkraftwerke dafür verantwortlich. Ihre starre Fahrweise stehe im Konflikt zur volatilen Einspeisung der erneuerbaren Energien. Damit behinderten sie eine Balance von Angebot und Nachfrage im Strommarkt und verlangsamten den Ausbau von erneuerbaren Energien künstlich.
„Zwischen Überschuss und Mangel wird sichtbar, dass Flexibilität das Element der Stunde ist“, erklärt Thomas Speidel, Präsident des Bundesverbands Energiespeicher (BVES), zu den Ergebnissen der Studie. Daher sei die Verankerung von Energiespeichern als vierte Säule des Energiesystems – neben Erzeugung, Verbrauch und Transport – als Lösung des Problems unverzichtbar. Speichertechnologien seien geeignet, um eine Balance zwischen Erzeugung und Verbrauch im Energiesektor herzustellen. „Um ein stabiles Hybridsystem umsetzen zu können, ist es dringend erforderlich, dass Energiespeicher die Rolle zugewiesen bekommen, die sie physikalisch besitzen und regulatorisch endlich auch haben müssen“, so Speidel weiter. Energiespeicher seien weder Erzeuger noch Letzverbraucher, sondern „zeitliche Verzögerungsglieder“. Diese seien für die Flexibilität aber entscheidend. Quelle: PV Magazine https://www.pv-magazine.de/2017/09/05/energiespeicher-schaffen-mehr-flexibilitaet-im-stromnetz/

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CO2-Emissionen steigen im ersten Halbjahr

von pm-energy

8. August 2017 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Konventionelle Energieträger, Neuigkeiten, news, Politik, Studie

Anstatt zu sinken, erhöhte sich der Ausstoß von Treibhausgasen in Deutschland im ersten Halbjahr 2017, wie die Think Tanks Agora Energiewende und Verkehrswende berechnet haben. Aus einer Quelle gingen die Emissionen besonders hoch.
Mineralöl führt die Negativ-Liste an: Die im Verkehr verursachten Treibhausgase kletterten im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahrszeitraum um 4,6 Millionen Tonnen, wie die beiden Think Tanks Agora Energiewende und Verkehrswende errechnet haben. Diesel verzeichnete ein Absatzplus von 6,5 Prozent, bei Benzin waren es 2,5 Prozent und bei Flugbenzin fast 8 Prozent mehr. „Das zeigt, wie wichtig es ist, endlich auch Klimaschutzpolitik im Verkehr entschlossen zu betreiben“, sagt Christian Hochfeld, Direktor von Agora Verkehrswende. „Wenn eine umfassende Verkehrswende kein Schwerpunkt in der nächsten Legislaturperiode wird, lassen sich Deutschlands ambitionierte Klimaschutzziele nicht erreichen.“

Unterm Strich stieg der energiebedingte Ausstoß von Kohlendioxid in den ersten sechs Monaten des Jahres um knapp 5 Millionen auf 428 Millionen Tonnen – ein Plus von 1,2 Prozent. Die Denkfabriken, hinter denen die Stiftung Mercator und der European Climate Foundation stehen. erwarten, dass die Emissionen auch übers gesamte Jahr steigen werden.
Klimaziel rückt weiter in die Ferne Damit rückt das Klimaziel, das Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kürzlich bekräftigt hat, weiter in die Ferne. Es sieht eine Minderung des CO2-Ausstoßes bis 2020 um 40 Prozent gegenüber den Werten von 1990 vor. Im vergangenen Jahr waren jedoch erst 27,6 Prozent erreicht. „Die Lücke zum Klimaschutzziel von minus 40 Prozent wird nicht kleiner, sondern bleibt bei rund 150 Millionen Tonnen“, sagt Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende. Um die Werte doch noch zu erreichen, fordert er „unmittelbar nach der Bundestagswahl“ ein „Sofortprogramm Klimaschutz, das für Strom, Wärme und Verkehr schnell wirkende Maßnahmen enthält“. Aus Erdgas wurden den Agora-Berechnungen zufolge im ersten Halbjahr 2,9 Millionen Tonnen CO2 mehr ausgestoßen, aus Braunkohle lag das Plus bei 2,3 Millionen Tonnen. Die Emissionen aus der Nutzung von Steinkohle sanken hingegen um 5,1 Millionen Tonnen. Für den Anstieg des Mineralöls machen die Denkfabriken allein den höheren Verbrauch von Benzin, Diesel und Kerosin verantwortlich. Der Absatz von Heizöl hingegen sei im ersten Halbjahr sogar leicht gesunken – trotz der kälteren Witterung. Die Änderungen beim Verbrauch von Braunkohle, Steinkohle und Erdgas sind laut Agora vor allem auf die Entwicklungen am Strommarkt zurückzuführen: So hätten die Erneuerbaren Energien deutlich zugelegt, ebenso die Nutzung von Gas in Kraftwerken, insbesondere KWK-Anlagen. Dies ging zu Lasten der Steinkohle – hier wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres auch einige Steinkohlekraftwerke stillgelegt.
Jutta Maier
Quelle: BizzEnergy, 07.08.2017

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Erneuerbare erreichen 12,6 Prozent Anteil am Primärenergieverbrauch 2016

von pm-energy

13. März 2017 | erstellt in Energieeffizienz, Energiewende, Erneuerbare Energien, Konventionelle Energieträger, Neuigkeiten, Studie

Der Energieverbrauch in Deutschland ist 2016 um 1,1 Prozent gestiegen, die CO2-Emissionen legten dagegen nur um 0,7 Prozent zu. Ein Grund ist der rückläufige Anteil von Kohle und Kernkraft an der deutschen Energieerzeugung.

Der Energieverbrauch in Deutschland legte nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) im vergangenen Jahr um 1,1 Prozent auf 13.383 Petajoule zu. Der Anstieg sei unter anderem durch die kältere Witterung, den Schalttag, die anhaltende positive wirtschaftliche Entwicklung und das Bevölkerungswachstum zurückzuführen, hieß es am Donnerstag. Die energiebedingten CO2-Emissionen hätten sich mit 0,7 Prozent weniger stark erhöht. Dies dürfte daran liegen, dass Verbrauchsrückgänge bei Stein- und Braunkohle zu verzeichnen gewesen sein. Zuwächse habe es hingegen bei Erdgas, Mineralöl und erneuerbaren Energien gegeben. Nach Berechnungen der AG Energiebilanzen stieg der Anteil der Erneuerbaren am Primärenergieverbrauch in Deutschland um 0,2 auf 12,6 Prozent im vergangenen Jahr. Damit lagen sie vor der Steinkohle (12,2 Prozent), Braunkohle (11,4 Prozent) und deutlich vor der Kernenergie (7,6 Prozent), die allesamt gegenüber 2015 rückläufig waren. Mit 34 Prozent konstant blieb der Statistik zufolge der Anteil von Mineralöl mit 34 Prozent. Von 20,9 auf 22,6 Prozent stieg hingegen der Anteil des Erdgases. Die AG Energiebilanzen bezeichnet den Energiemix in Deutschland als ausgewogen. Die erneuerbaren Energien hätten ihren Beitrag 2016 um 2,8 Prozent auf 1689 Petajoule bei der Energiebilanz erhöhen können. Vor allem die Wasserkraft legt mit knapp elf Prozent deutlich zu im Jahresvergleich, wie es weiter hieß. Die Biomasse habe ein Plus von 3,9 Prozent verzeichnet. Der Beitrag von Photovoltaik und Solarthermie sei hingegen um 1,2 Prozent gesunken. Windkraft an Land und auf See habe sogar 2,3 Prozent weniger beigetragen. Die inländische Energiegewinnung sei im vergangenen Jahr um 2,8 Prozent auf 3978 Petajoule gesunken, hieß es weiter. Die Erneuerbaren hätten hierbei den Beitrag weiter erhöht, gleichzeitig habe es aber Rückgänge bei der Forderung von Steinkohle und Erdgas in Deutschland gegeben. Mehr als 80 Prozent der heimischen Energiegewinnung entfielen auf Erneuerbare und Braunkohle. (Sandra Enkhardt) Quelle: PV-Magazine Newsletter, 02.03.2017 Read more: http://www.pv-magazine.de/nachrichten/details/beitrag/erneuerbare-erreichen-12-6-prozent-anteil-am-primrenergieverbrauch-2016_100026019/#ixzz4bEQvwbPG

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Strommix: Verbraucher werden in die Irre geführt

von pm-energy

22. November 2016 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Konventionelle Energieträger, Studie

Ökostrom ausweisen, Kohlestrom liefern. Für Kunden sehen Stromtarife oft umweltfreundlicher aus, als sie in Wirklichkeit sind. Die Versorger berufen sie sich auf gesetzliche Vorgaben. Bei den Angaben zur Stromherkunft werden Verbraucher zunehmend in die Irre geführt. Dies geht aus einer aktuellen Übersicht 35 großer deutscher Stromanbieter hervor. So weisen die untersuchten Anbieter deutlich weniger Kohle- und Atomstrom in ihrem Strommix aus, als sie tatsächlich für Ihre Kunden einkaufen. Die Versorger beschaffen bis zu 42% mehr Energie aus konventionellen Quellen, als aus den offiziellen Angaben hervorgehen. Dies ergaben Recherchen des Energie- und IT-Unternehmens LichtBlick. „Das Wirtschaftsministerium nimmt diese Verbrauchertäuschung bisher billigend in Kauf. Wir brauchen eine rasche Reform der Kennzeichnung, damit der Etikettenschwindel ein Ende findet“, fordert Gero Lücking, Geschäftsführer Energiewirtschaft von LichtBlick. „Auch für Stromprodukte muss gelten: Es darf nur das draufstehen, was auch drin ist. Nur so können Verbraucher Tarife und Anbieter klar unterscheiden.“ Aus der Übersicht der Anbieter-Stromkennzeichnungen geht hervor, dass der ENBW-Konzern über 42% mehr Strom aus Atom, Kohle und andere fossilen Quellen für seine Kunden einkauft, als im Unternehmens-Strommix angegeben. Auch bei E.ON (plus 38%), Innogy (plus 38%), Vattenfall (plus 37%), EWE (plus 31%) fällt der Anteil konventioneller Energie höher aus, als für die Verbraucher ersichtlich.  Ebenso bei den Stadtwerken – zum Beispiel Düsseldorf (plus 40%), Flensburg (plus 39%), Erfurt (38%), DREWAG (plus 35%), Leipzig (plus 35%), Mainova (plus 29%) und München (plus 29%). Zwei der 35 untersuchten Anbieter sind ihrer gesetzlichen Pflicht, ab dem 1. November 2016 ihre Stromkennzeichnung für 2015 vorzulegen, bisher nicht nachgekommen.

Kostenloses Greenwashing

Die Anbieter können sich bei der irreführenden Stromkennzeichnung auf die gesetzlichen Vorgaben berufen. Der Gesetzgeber verpflichtet Versorger, einen EEG-Stromanteil von bis zu 46% auszuweisen - obwohl die Unternehmen den subventionierten EEG-Strom nicht für ihre Kunden beschaffen. Die Folge: Der Anteil Atom- und Kohlestrom wird in der Kennzeichnung zu niedrig angegeben. Für den Kunden sehen viele Stromtarife umweltfreundlicher aus, als sie tatsächlich sind. In einem kürzlich veröffentlichten Gutachten des Hamburg Instituts heißt es dazu: „Die tatsächliche Beschaffungspolitik eines Stromanbieters wird von der Stromkennzeichnung immer weniger abgebildet.“ „Selbst wenn ein Anbieter 100% Kohle- und Atomenergie einkauft, muss oder besser darf er einen grünen EEG-Stromanteil von 46% ausweisen. Die Kennzeichnung ist absurd. Kein Verbraucher versteht diese Regelung. Energieanbieter, die nichts für die Energiewende tun, profitieren von diesem kostenlosen Greenwashing“, mahnt Lücking. Die Gutachter haben deshalb einen Reformvorschlag entwickelt. Im Kern sollen künftig bei der Kennzeichnung nur noch die Energiemengen ausgewiesen werden, die ein Anbieter tatsächlich für seine Kunden produziert oder einkauft. Da Verbraucher mit der Zahlung der EEG-Umlage den Ausbau von Windrädern und Solaranlagen finanzieren, sollen sie künftig auch in verständlicher Weise auf ihren Energiewende-Beitrag hingewiesen werden. „Die EEG-Umlage hat jedoch keinen Einfluss auf den Stromeinkauf der Versorger. Deshalb darf der EEG-Strom künftig nicht mehr in der Stromkennzeichnung der Energieanbieter auftauchen“, betont Lücking. Quelle: https://www.haustec.de/management/strommix-verbraucher-werden-die-irre-gefuehrt

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Pilotanlage für Agrophotovoltaik eingeweiht

von pm-energy

20. September 2016 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Photovoltaik, Studie, Wirtschaft

Mit der Photovoltaik-Anlage in sieben Meter Höhe soll gezeigt werden, wie die Flächenkonkurrenz zwischen der Gewinnung von Solarstrom und dem Anbau von Kulturpflanzen entschärft werden kann. Das Bundesforschungsministerium fördert das Projekt an der Universität Hohenheim mit fast 600.000 Euro.

Am Bodensee ist am Wochenende ein Photovoltaik-Pilotprojekt eingeweiht worden, dass das Dilemma der Flächenkonkurrenz zwischen Solarstrom und Nahrungsmitteln lösen soll. Es soll zeigen, dass beides auf einmal geht – oben Solarmodule für die Photovoltaik-Anlage, unten der Anbau von Nutzpflanzen. Diese Form der Agrophotovoltaik soll nun wissenschaftlich mit dem Projekt der Universität Hohenheim erforscht werden, wie das Fraunhofer-ISE – das die Projektleitung hat - am Montag mitteilte. Das Bundesforschungsministerium unterstützt das Vorhaben mit knapp 600.000 Euro, an dem auch Baywa re und die Elektrizitätswerke Schönau beteiligt sind. „Flächenressourcen stehen nicht unbegrenzt zur Verfügung“, erklärt Prof. Dr. Petra Högy vom Fachgebiet Pflanzenökologie und Ökotoxikologie an der Universität Hohenheim. „Daher macht es Sinn, Flächen doppelt zu nutzen, also für die Nahrungsmittel- und für die Energieproduktion.“ Dabei müsse die Installation der Solarmodule und der Anbau der Pflanzen geschickt kombiniert werden, damit für beide optimale Ergebnisse erzielt werden könnten. Bei dem vorliegenden Fall kommen dafür bifaziale Solarmodule zum Einsatz, die in sieben Meter Höhe installiert wurden. Selbst ein Mähdrescher könne damit unter der Photovoltaik-Anlage durchfahren. Die Grundidee zur Agrophotovoltaik stamme bereits aus den 1980er Jahren vom Fraunhofer ISE. Als Praxispartner der Universität Hohenheim fungiert die Hofgemeinschaft Heggelbach, auf deren Gelände die Photovoltaik-Anlage installiert wurde. Es handele sich um einen Demeter-Betrieb. „Der ökologische Landbau ist also gar nicht so technikfeindlich, wie es dieser Wirtschaftsweise oft unterstellt wird“, erklärte Sabine Zikeli, Koordinatorin für Ökolandbau an der Universität Hohenheim. Die Wissenschaftler der Universität Hohenheim erwartet, dass die Pflanzenerträge etwas geringer ausfallen werden. Gleichzeitig würden aber erhebliche Mengen Solarstrom produziert, die ausreichten um etwa 62 Haushalte zu versorgen. Die Doppelnutzung der Flächen könnte somit neue Einkommensmöglichkeiten für Landwirte schaffen. In trockeneren und heißeren Regionen der Erde könnten Agorphotovoltaik-Anlagen zudem auch ein Vorteil für die Pflanzenproduktion sein, so die Erwartungen der Wissenschaftler. Rund 2,4 Hektar Versuchsfläche stünden nun zur Verfügung. Die Agrophotovoltaik-Anlage nehme rund 0,33 Hektar ein; die restliche Fläche diene als Referenzfläche. In den kommenden zwei Jahren sollen Kleegras, Winterweizen, Kartoffeln und Sellerie angebaut werden. Das Kleegras wachse bereits; die Aussaat des Winterweizens erfolge Ende des Monats. „Wir prüfen, wie sich die verschiedenen Kulturen unter den Panelen entwickeln und vergleichen sie bezüglich ihrer Eignung. Dazu bestimmen wir etwa die Pflanzenhöhe, die Blattfläche, die Gesundheit der Pflanzen, die Erträge und die Ertragsqualität“, erklärte Högy. Zudem sollten Auswirkungen auf die Umwelt und die Biodiversität untersucht werden. Am Ende des dreijährigen Projekts wollen die Wissenschaftler dann konkrete Empfehlungen für die Praxis geben. Industriepartner Baywa re will aus den Erfahrungen praktischen Nutzen bereits ab dem kommenden Jahr ziehen. „Was die Einsparung von Ressourcen angeht, ist die doppelte Nutzung landwirtschaftlicher Flächen in Industriestaaten und Entwicklungsländern gleichermaßen ein sinnvolles Vorgehen“, erklärte Christof Thannbichler, Geschäftsführer der BayWa re Solar Projects GmbH. Sein Unternehmen wolle die Agrophotovoltaik als Geschäftsfeld ab 2017 im Zuge internationaler Projekte ausbauen. (Sandra Enkhardt) Read more: http://www.pv-magazine.de/nachrichten/details/beitrag/pilotanlage-fr-agrophotovoltaik-eingeweiht_100024455/#ixzz4KmUut0iy

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Studie: Ziele von Paris ohne Kohleausstieg der G20 unerreichbar

von pm-energy

1. September 2016 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Konventionelle Energieträger, Photovoltaik, Politik, Studie

Vor dem G20-Gipfel in China bescheinigen Experten den Industriestaaten dringenden Handlungsbedarf: Der Klimaschutz müsse gestärkt und die Kohleverstromung gestoppt werden – ansonsten sei es „praktisch unmöglich“, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Wenige Tage, bevor sich im chinesischen Hangzhou die Staats- und Regierungschefs der großen Industrienationen treffen, legte das Konsortium „Climate Transparency“ in Peking den Bericht „G20 – Brown to Green“ vor. Zentrales Ergebnis: „Die Treibhausgasemissionen sinken noch nicht“. Laut Niklas Höhne vom „NewClimate Institute“, das an der Studie beteiligt war, haben die G20 zwar grüne Investitionen als wichtiges Thema erkannt. Für den Einstieg in eine treibhausgasneutrale Welt, wie sie das Pariser Klimaabkommen anstrebt, reiche das allerdings noch nicht aus. Auch Großbritannien verbietet Mikroplastik in Kosmetika Solarkraftwerk in der Wüste: Ausgerechnet China wird von den Klimaschutzexperten gelobt. Foto: Ian Teh/Greenpeace Magazin Die G20-Staaten sind für drei Viertel der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich: Von 1990 bis 2013 wurde ein Anstieg allein von energiebedingter Emissionen um 56 Prozent verzeichnet. Zwar gebe es vermehrt Anzeichen, dass der Anstieg der energiebedingten CO2-Emission zum Stillstand gekommen sei. Doch der Umbau von der fossilen zur grünen Wirtschaft entfalte sich viel zu langsam, sagte Jan Burck von „Germanwatch“, einer der Autoren der Studie. Besonders große Sorge bereitet Klimaschützern, dass in den G20-Staaten noch immer der Bau zahlreicher neuer Kohlekraftwerke angestrebt werde. Würden alle Planungen tatsächlich umgesetzt, liefe das nahezu auf eine Verdoppelung des Kohleverbrauchs hinaus. Nach Einschätzung der Experten wäre es dann „praktisch unmöglich“, die weltweite Erwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. „Die G20-Staaten müssen sich von ihrer Kohle-Abhängigkeit lösen“, sagt Niklas Höhne und betont die positiven Folgen einer schnellen Energiewende: Der Umbau zu einer grünen Wirtschaft sei nicht nur schlicht notwendig, um den Klimawandel in einem zu bewältigenden Rahmen zu halten, er setze auch neue wirtschaftliche Impulse frei und ermögliche eine Versorgung mit erschwinglicher Energie für die Ärmsten weltweit. Ein bedeutend größerer Spielraum zur Erhöhung der Klimaziele wäre die Folge; das Temperaturziel des Pariser Abkommens wäre erreichbar. Doch auch die jährlichen Investitionen in den regenerativen Sektor – die in den G20-Staaten seit 2008 immerhin zu einem jährlichen Wachstum der Primärenergie aus erneuerbaren Energien um 18 Prozent beigetragen haben – müssten sich bis 2035 verdoppeln. Es sei höchste Zeit, dass die G20 die Subventionen in fossile Energien endlich abschaffen, wie es seit 2009 wiederholt angekündigt wurde. Auch Deutschland müsse seinen Entwurf eines Klimaschutzplans für 2050 deutlich nachbessern, so „Climate Transparency“. Nur so könne das Land, langjähriger Vorreiter beim Ausbau erneuerbarer Energien und Vorbild bei der internationalen Klimafinanzierung, den Klimaschutz beim G20-Gipfel 2017 in Hamburg glaubwürdig voranzutreiben. Denn auch die Deutschen schrecken vor dem Kohleausstieg zurück. Unverhofft gut schneidet das Gastgeberland des aktuell bevorstehenden Gipfels ab: „Unsere Studie zeigt, dass China mehr tut als viele andere Staaten. China kann beim bevorstehenden Gipfel eine Führungsrolle in der Klimapolitik übernehmen und helfen, die Welt vor einem gefährlichen Klimawandel zu bewahren“, ist der Co-Vorsitzende von „Climate Transparency“ Peter Eigen überzeugt. Bei der Investitionsattraktivität in Erneuerbare Energien rangiert China neben Indien, Frankreich, Deutschland, den USA und dem Vereinigten Königreich an der Spitze der G20. Schlusslichter bilden Russland, Saudi-Arabien und die Türkei, was weniger überraschend sein dürfte. Maria-Elisa Schrade Quelle: https://greenpeace-magazin.de/nachrichtenarchiv/studie-ziele-von-paris-ohne-kohleausstieg-der-g20-unerreichbar?xing_share=news

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IRENA: Fast 2,8 Millionen Menschen arbeiten in Solarbranche weltweit

von pm-energy

26. Mai 2016 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Neuigkeiten, news, Photovoltaik, Studie, Wirtschaft

Insgesamt gab es 2015 weltweit 8,1 Millionen Jobs im Bereich der erneuerbaren Energien. Nach Angaben von IRENA bietet die Photovoltaik dabei die meisten Arbeitsplätze. Weltweit arbeiteten mehr als 8,1 Millionen Menschen in der Erneuerbaren-Energien-Branche im Jahr 2015. Dies sei ein Anstieg um fünf Prozent gewesen, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht „Renewable Energy and Jobs – Annual Review 2016“ der International Renewable Energy Agency (IRENA). Der größte Arbeitgeber unter den Erneuerbaren ist dabei der Photovoltaik-Sektor. In diesem Bereich gab es der Studie zufolge knapp 2,8 Millionen Arbeitsplätze, ein Zuwachs um elf Prozent gegenüber der letzten Zählung. Dabei habe sich die Zahl der Jobs in Japan und den USA erhöht. In China sei sie etwa gleich geblieben, während sie in den EU-Ländern rückläufig gewesen sei, heißt es in der Studie. „Das anhaltende Jobwachstum im erneuerbaren Energiesektor ist bedeutend, weil es im Kontrast zum Trend des Energiesektors insgesamt steht“, erklärte IRENA-Generaldirektor Adnan Amin. Der Anstieg sei getrieben durch die sinkenden Technologiekosten und die politischen Rahmenbedingungen. IRENA geht davon aus, dass der Trend weiter anhalten wird, sofern die Länder ihre Klimaziele von Paris erreichen wollen. Bis 2030 erwartet die Organisation einen Anstieg der weltweiten Jobs auf mehr als 24 Millionen. Weltweit die meisten Arbeitsplätze im Erneuerbaren-Sektor gibt es nach der IRENA-Veröffentlichung mit 3,5 Millionen in China. Auch in den USA sei die Zahl der Beschäftigten seit dem vergangenen Jahr um sechs Prozent gestiegen. Nach Angaben der IRENA gibt es die meisten Jobs nach China in Brasilien, den USA, Indien, Japan und Deutschland. Nach der Photovoltaik seien Biokraftstoffe mit 1,7 Millionen Jobs der zweitgrößte Arbeitgeber unter den Erneuerbaren gefolgt von der Windkraft mit 1,1 Millionen Arbeitsplätzen. Insgesamt gebe es im Bereich der Erneuerbaren eine größeren Anteil beschäftigter Frauen als im gesamten Energiebereich. Aus der Studie geht hervor, dass Deutschland mit 355.000 Jobs der größte Arbeitgeber bei Erneuerbaren geblieben sei. Es biete damit fast so viele Arbeitsplätze wie Frankreich, Großbritannien und Italien zusammen. Insgesamt sei die Entwicklung in der gesamten EU im vierten Jahr in Folge aber rückläufig gewesen. Die letzten verfügbaren Zahlen stammten dabei aus dem Jahr 2014 mit 1,17 Millionen Jobs. (Sandra Enkhardt) Quelle: PV-Magazine Newsletter: http://www.pv-magazine.de/nachrichten/details/#ixzz49kTgc1Bw  

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Studie: Weltweit 100 Prozent erneuerbare Energien bis 2050 möglich

von pm-energy

23. September 2015 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Kosten senken, Neuigkeiten, news, Politik, Studie, Wärmeenergie, Windenergie, Windkraft, Wirtschaft

22.09.2015: Die Umweltschutzorganisation Greenpeace, der Weltrat für Windenergie (Global Wind Energy Council) und der europäische Solarunternehmensverband Solar Power Europe haben eine Studie zum möglichen Umbau der weltweiten Energieversorgung auf erneuerbare Ressourcen vorgelegt. Die Erstellung der Rechenmodelle übernahm das Institut für Technische Thermodynamik – Systemanalyse und Technikbewertung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die Studie »Energy Revolution« kommt zu dem Ergebnis, dass eine 100-prozentige Versorgung der gesamten Welt durch Erneuerbare ab 2050 technisch möglich und »finanziell attraktiv« sei. Die erforderliche Ausgaben – die Studie errechnet weltweit durchschnittlich eine Billion Dollar jährlich bis 2050 – werden demnach durch positive Effekte überkompensiert. Es würden jährlich 1,07 Billionen Dollar an Brennstoffkosten gespart und Millionen zusätzlicher Arbeitsplätze geschaffen: »Während die Zahl der Beschäftigten der globalen Energiebranche ohne beschleunigte Energiewende bis zum Jahr 2030 leicht auf 28 Millionen sinkt, würde die Branche bei einer Umstellung auf 100 Prozent Erneuerbare im gleichen Jahr 48 Millionen Menschen Arbeit geben«, heißt es in einer Greenpeace-Mitteilung zum Erscheinen der Studie. Deutschland könne insbesondere von einem wachsenden Weltmarkt für Windenergie profitieren. Die großen Herausforderungen auf dem Weg zu einer vollständig erneuerbaren Energieversorgung liegen der Studie zufolge nicht im technischen oder ökonomischen, sondern im politischen Bereich. So erhielten die konventionellen Energien nach Zahlen der Internationalen Energieagentur (IEA) weltweit jährlich Subventionen und Zuwendungen von 550 Millionen Dollar – doppelt so viel wie erneuerbare Energien. Bedeutende technische Veränderungen seien allerdings im Wärme- und ganz besonders im Transportsektor nötig. Die Studie gibt es auf Englisch kostenlos als PDF. © PHOTON www.greenpeace.org/international/en/publications/Campaign-reports/Climate-Reports/Energy-Revolution-2015/

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