Neuigkeiten mit dem Thema:: Windkraft

Netzausfall im Allgäu getestet

von pm-energy

11. September 2017 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Neuigkeiten, Solarenergie, Windkraft

In Wildpoldsried hat der Versorger absichtlich einen Teil des Verteilnetzes vom restlichen Netz getrennt und unterbrechungsfrei in den Inselbetrieb überführt. Das ist ausschließlich mit den am Netz angeschlossenen Ökostromanlagen und Speichersystemen gelungen.

In einem Versuch haben die Partner eines Forschungsprojekts im bayerischen Wildpoldsried den Netzausfall getestet. Es ist das erst Mal, dass ein solcher Versuch außerhalb des Labors stattfindet. Konkret wurde ein Teil des Niederspannungsnetzes von Allgäu Netz abgetrennt und bewusst stromlos gelegt. Damit haben die Projektpartner eine Netzstörung und einen sogenannten Black-out simuliert. Nachdem der Netzteil abgekoppelt war, wurde er ausschließlich mit Ökostromanlagen und Speichern wieder neu gestartet. Nachdem der Schwarzstart erfolgreich gelungen ist, konnte das Netz mit den angeschlossenen Erzeugungs- und Speicheranlagen wieder vollkommen stabilisiert und als Inselnetz weiterbetrieben werden.

Stromkunden ohne Unterbrechung weiter versorgt

Die Besonderheit: Die am betroffenen Teil des Netzes angeschlossenen Haushalte wurden vorher nicht getrennt. Der Schwarzstart ging so schnell, dass die Stromkunden von der Abkopplung des Netzteils nichts mitbekommen haben. Auf diese Weise haben die Projektpartner gezeigt, dass die Stromversorgung in Wildpoldsried als Inselnetz betrieben werden kann, wenn das Hauptnetz ausfällt. Sie haben auch bewiesen, dass sich der Übergang in den Inselnetzbetrieb nahezu unterbrechungsfrei realisieren lässt.

Versorgungssicherheit gewährleisten

Das Ergebnis sei ein wichtiger Meilenstein, betont Michael Lucke, Geschäftsführer der Allgäuer Überlandwerke. „Es zeigt uns, dass Microgrids künftig helfen werden, eine stabile und sichere Stromversorgung im Netz zu ermöglichen“, sagt er. Der regionale Stromversorger ist zusammen mit Siemens, Allgäu Netz, der RWTH Aachen, der Hochschule Kempten und dem Kemptener IT-Unternehmen Idkom an dem Projekt beteiligt. Damit wollen sie zeigen, dass solche Inselnetze die Versorgungssicherheit aufrecht erhalten können, wenn mehr volatile Erzeuger wie Photovoltaikanlagen ans Netz angeschlossen sind. Sie können aber auch im Zweifelsfall Netzausfälle abfangen, die zum Beispiel durch Unwetter verursacht werden. (su) Quelle: Photovoltaik Newsletter:  https://www.photovoltaik.eu/gentner.dll?DID=A17FAC86A3C2D06DA16C6DC88A2E7FBEDB5FF8076F0FB69C34CA40B569981E76E6B5144AA9269467&UIT=TkxfSURFTlQ9MTEwNDcyXzIwMTdfMDlfMDdfMTFfMjNfNDAmTkxfTUlEPTExMDQ3Mg&AID=781044&MID=110949&UID=ADADD7A1E57655ACDACAA2D157E8B4CA565B2D03EABCE314

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Studie: Weltweit 100 Prozent erneuerbare Energien bis 2050 möglich

von pm-energy

23. September 2015 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Kosten senken, Neuigkeiten, news, Politik, Studie, Wärmeenergie, Windenergie, Windkraft, Wirtschaft

22.09.2015: Die Umweltschutzorganisation Greenpeace, der Weltrat für Windenergie (Global Wind Energy Council) und der europäische Solarunternehmensverband Solar Power Europe haben eine Studie zum möglichen Umbau der weltweiten Energieversorgung auf erneuerbare Ressourcen vorgelegt. Die Erstellung der Rechenmodelle übernahm das Institut für Technische Thermodynamik – Systemanalyse und Technikbewertung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die Studie »Energy Revolution« kommt zu dem Ergebnis, dass eine 100-prozentige Versorgung der gesamten Welt durch Erneuerbare ab 2050 technisch möglich und »finanziell attraktiv« sei. Die erforderliche Ausgaben – die Studie errechnet weltweit durchschnittlich eine Billion Dollar jährlich bis 2050 – werden demnach durch positive Effekte überkompensiert. Es würden jährlich 1,07 Billionen Dollar an Brennstoffkosten gespart und Millionen zusätzlicher Arbeitsplätze geschaffen: »Während die Zahl der Beschäftigten der globalen Energiebranche ohne beschleunigte Energiewende bis zum Jahr 2030 leicht auf 28 Millionen sinkt, würde die Branche bei einer Umstellung auf 100 Prozent Erneuerbare im gleichen Jahr 48 Millionen Menschen Arbeit geben«, heißt es in einer Greenpeace-Mitteilung zum Erscheinen der Studie. Deutschland könne insbesondere von einem wachsenden Weltmarkt für Windenergie profitieren. Die großen Herausforderungen auf dem Weg zu einer vollständig erneuerbaren Energieversorgung liegen der Studie zufolge nicht im technischen oder ökonomischen, sondern im politischen Bereich. So erhielten die konventionellen Energien nach Zahlen der Internationalen Energieagentur (IEA) weltweit jährlich Subventionen und Zuwendungen von 550 Millionen Dollar – doppelt so viel wie erneuerbare Energien. Bedeutende technische Veränderungen seien allerdings im Wärme- und ganz besonders im Transportsektor nötig. Die Studie gibt es auf Englisch kostenlos als PDF. © PHOTON www.greenpeace.org/international/en/publications/Campaign-reports/Climate-Reports/Energy-Revolution-2015/

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