Deutschland droht EU-Ziel für Erneuerbare zu verfehlen

von pm-energy

12. Juni 2015 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien

Deutschland könnte das verpflichtende Ziel der Europäischen Union zum Ausbau der erneuerbaren Energien bis 2020 verfehlen:

»Der Anteil von 18 Prozent am Endenergieverbrauch wird unter den aktuellen Bedingungen nicht erreicht«, heißt es einer gemeinsamen Mitteilung von Bundesverband Erneuerbare Energie und Bundesverband Windenergie. Der Ausbau der Erneuerbaren werde »sogar deutlich hinter den Plänen der letzten Bundesregierung zurück bleiben«. Im nationalen Aktionsplan von 2010 hatte die schwarz-gelbe Regierung nach Brüssel gemeldet, den Anteil der Erneuerbaren auf 19,6 Prozent zu steigern. »Ohne deutliche Verbesserungen schaffen wir lediglich etwa 17 Prozent«, so Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) unter Berufung auf eine jetzt vorgelegte Kurzexpertise. Mit dem im EEG 2014 eingezogenen Ausbaukorridor sei im Zusammenhang mit dem Systemwechsel hin zu Ausschreibungen im Stromsektor »der Ausbau der Solar- und Bioenergie deutlich ausgebremst« worden. Deutschland hat sich verpflichtet, bis 2020 mindestens 18 Prozent seines Endenergieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen zu generieren (bei derzeit knapp 13 Prozent). Beim Stromverbrauch soll der Anteil der Erneuerbaren bis zum Jahr 2025 etwa 40 bis 45 Prozent erreichen; Ende 2014 waren es knapp 28 Prozent. Die 60-seitige Expertise »Aktuelle Szenarien der deutschen Energieversorgung unter Berücksichtigung der Eckdaten des Jahres 2014« gibt es als PDF kostenfrei auf der Homepage des BEE »www.bee-ev.de« (->Dossiers->Publikationen).

© PHOTON

Bundesverband Erneuerbare Energien e.V.

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