Greenpeace: »Gebremster Ausbau erneuerbarer Energien gefährdet deutsches Klimaziel«

von pm-energy

1. Februar 2015 | erstellt in Erneuerbare Energien, Studie

Einer aktuellen Studie zufolge sei der im neuen EEG festgelegte Ausbaudeckel für erneuerbare Energien »klimapolitisch riskant und finanziell nicht zu begründen«.

Wenn die »Bundesregierung nicht die Bremse beim Ausbau der erneuerbaren Energien« lockere, »dürfte Deutschland sein Klimaziel für das Jahr 2020 verfehlen – trotz des kürzlich beschlossenen Aktionsprogramms Klimaschutz 2020«, heißt es in der Untersuchung des Beratungsbüros Energie- und Klimapolitik im Auftrag von Greenpeace. Wenn bis 2020 »eine Reihe schmutziger Kohlemeiler vom Netz gehen, dann brauchen wir entsprechend mehr Erneuerbare«. Für die Stromrechnung mache dies »kaum einen Unterschied«. Jedoch sei die gesetzlich festgeschriebene Zubaugrenze »volkswirtschaftlich schädlich, klimapolitisch sogar fatal«. Zu den »wichtigsten sechs Punkte« zähle außerdem, dass »der Kostenberg, den die Bundesregierung mit dem neuen EEG überwinden« wolle, bereits 2013 auf Grundlage des alten EEG überwunden worden sei. Das Ziel, die durchschnittliche Vergütung für Ökostrom bei Neuanlagen auf zwölf Cent pro Kilowattstunde zu senken, werde »mit einem beschleunigten Ausbau von Windenergie an Land und Photovoltaik« bereits 2015 erreicht – beim gedrosselten Ausbau nach EEG 2014 erst im Jahr 2018. Ein Szenario, in dem bis 2020 zusätzliche fünf Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien erzeugt werde, führe zu einem Beitrag zur EEG-Umlage von weniger als 0,5 Cent pro Kilowattstunde. Fünf Prozent mehr Ökostrom könnte eine wegfallende Kohlestromproduktion »vollständig substituieren«. Dies würde global zu einer Reduktion der Klimaemissionen führen. Würde ausschließlich Strom aus Braunkohlekraftwerken ersetzt, könnten über 30 Millionen Tonnen Klimaemissionen pro Jahr reduziert werden.

© PHOTON

http://www.greenpeace.de

EEG Jahrgangsumlage Gutachten (Pdf)

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