Bill Gates und Co. stecken eine Milliarde Dollar in die Energiewende

von pm-energy

13. Dezember 2016 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, news, Wirtschaft

Kampf gegen den Klimawandel: Jeff Bezos, Richard Branson und andere Unternehmer gründen einen Fonds, der Lösungen der sauberen Energiegewinnung finanzieren soll.

Der von Microsoft-Gründer Bill Gates angekündigte Fonds zur Förderung von Energieinnovationen nimmt Formen an. Der "Breakthrough Energy Ventures Fund" will in den kommenden zwanzig Jahren mehr als eine Milliarde Dollar in Erneuerbare-Energie-Unternehmen investieren, berichten US-Medien wie TechCrunch. Die Liste der rund zwanzig Investoren liest sich wie das "Who is Who" der Weltwirtschaft. So konnte Bill Gates unter anderem Amazon-Chef Jeff Bezos, SAP-Mitgründer Hasso Plattner und Alibaba-Gründer Jack Ma für das Projekt gewinnen. Überdies dabei: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, Salesforce-Chef Marc Benioff sowie Virgin-Group-Chef Richard Branson. Das Vermögen der insgesamt zwanzig Investoren wird auf fast 170 Milliarden Dollar geschätzt. Der Fonds soll schon im kommenden Jahr erste Investitionen tätigen. Ziel sei es, Technologien zur Marktreife zu bringen, die die Treibhausgasemissionen senken. Als mögliche Bereiche nennt der Fonds die Förderung der Elektromobilität sowie neue Technologien in der Landwirtschaft. Gates hatte im vergangenen Jahr im Rahmen der Verhandlungen über ein neues Klimaschutzabkommen in Paris angekündigt, einen Teil seines Vermögens vermehrt auch in saubere Energien investieren zu wollen. msc

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Strommix: Verbraucher werden in die Irre geführt

von pm-energy

22. November 2016 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Konventionelle Energieträger, Studie

Ökostrom ausweisen, Kohlestrom liefern. Für Kunden sehen Stromtarife oft umweltfreundlicher aus, als sie in Wirklichkeit sind. Die Versorger berufen sie sich auf gesetzliche Vorgaben. Bei den Angaben zur Stromherkunft werden Verbraucher zunehmend in die Irre geführt. Dies geht aus einer aktuellen Übersicht 35 großer deutscher Stromanbieter hervor. So weisen die untersuchten Anbieter deutlich weniger Kohle- und Atomstrom in ihrem Strommix aus, als sie tatsächlich für Ihre Kunden einkaufen. Die Versorger beschaffen bis zu 42% mehr Energie aus konventionellen Quellen, als aus den offiziellen Angaben hervorgehen. Dies ergaben Recherchen des Energie- und IT-Unternehmens LichtBlick. „Das Wirtschaftsministerium nimmt diese Verbrauchertäuschung bisher billigend in Kauf. Wir brauchen eine rasche Reform der Kennzeichnung, damit der Etikettenschwindel ein Ende findet“, fordert Gero Lücking, Geschäftsführer Energiewirtschaft von LichtBlick. „Auch für Stromprodukte muss gelten: Es darf nur das draufstehen, was auch drin ist. Nur so können Verbraucher Tarife und Anbieter klar unterscheiden.“ Aus der Übersicht der Anbieter-Stromkennzeichnungen geht hervor, dass der ENBW-Konzern über 42% mehr Strom aus Atom, Kohle und andere fossilen Quellen für seine Kunden einkauft, als im Unternehmens-Strommix angegeben. Auch bei E.ON (plus 38%), Innogy (plus 38%), Vattenfall (plus 37%), EWE (plus 31%) fällt der Anteil konventioneller Energie höher aus, als für die Verbraucher ersichtlich.  Ebenso bei den Stadtwerken – zum Beispiel Düsseldorf (plus 40%), Flensburg (plus 39%), Erfurt (38%), DREWAG (plus 35%), Leipzig (plus 35%), Mainova (plus 29%) und München (plus 29%). Zwei der 35 untersuchten Anbieter sind ihrer gesetzlichen Pflicht, ab dem 1. November 2016 ihre Stromkennzeichnung für 2015 vorzulegen, bisher nicht nachgekommen.

Kostenloses Greenwashing

Die Anbieter können sich bei der irreführenden Stromkennzeichnung auf die gesetzlichen Vorgaben berufen. Der Gesetzgeber verpflichtet Versorger, einen EEG-Stromanteil von bis zu 46% auszuweisen - obwohl die Unternehmen den subventionierten EEG-Strom nicht für ihre Kunden beschaffen. Die Folge: Der Anteil Atom- und Kohlestrom wird in der Kennzeichnung zu niedrig angegeben. Für den Kunden sehen viele Stromtarife umweltfreundlicher aus, als sie tatsächlich sind. In einem kürzlich veröffentlichten Gutachten des Hamburg Instituts heißt es dazu: „Die tatsächliche Beschaffungspolitik eines Stromanbieters wird von der Stromkennzeichnung immer weniger abgebildet.“ „Selbst wenn ein Anbieter 100% Kohle- und Atomenergie einkauft, muss oder besser darf er einen grünen EEG-Stromanteil von 46% ausweisen. Die Kennzeichnung ist absurd. Kein Verbraucher versteht diese Regelung. Energieanbieter, die nichts für die Energiewende tun, profitieren von diesem kostenlosen Greenwashing“, mahnt Lücking. Die Gutachter haben deshalb einen Reformvorschlag entwickelt. Im Kern sollen künftig bei der Kennzeichnung nur noch die Energiemengen ausgewiesen werden, die ein Anbieter tatsächlich für seine Kunden produziert oder einkauft. Da Verbraucher mit der Zahlung der EEG-Umlage den Ausbau von Windrädern und Solaranlagen finanzieren, sollen sie künftig auch in verständlicher Weise auf ihren Energiewende-Beitrag hingewiesen werden. „Die EEG-Umlage hat jedoch keinen Einfluss auf den Stromeinkauf der Versorger. Deshalb darf der EEG-Strom künftig nicht mehr in der Stromkennzeichnung der Energieanbieter auftauchen“, betont Lücking. Quelle: https://www.haustec.de/management/strommix-verbraucher-werden-die-irre-gefuehrt

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Neue EWG Studie: Deutschland verfehlt Klimaziele erheblich

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4. November 2016 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Politik

Eine Nullemissionswirtschaft ist nötig, um Pariser Abkommen zu erreichen 4. November 2016, Berlin – Die aktuellen Klimaziele Deutschlands sind viel zu schwach, um  das Pariser Klimaabkommen zu erfüllen. Und selbst diese schwachen Ziele droht die Bundesregierung zu verfehlen, so lautet das Ergebnis einer neuen Studie der Energy Watch Group und ASPO Deutschland „Deutsche Klimapolitik – vom Vorreiter zum Bremser“, die heute veröffentlicht wurde. Das Pariser Klimaabkommen tritt heute in Kraft. Doch der ehemalige Klimavorreiter Deutschland fährt zur Weltklimakonferenz in Marrakesch ohne einen Klimaschutzplan - und wird immer mehr zum Klimasünder. „Mit dem heutigen Inkrafttreten des Pariser Abkommens müsste die Bundesregierung  ihr 'Energiekonzept und ihre Klimaziele' völlig neu schreiben. Eine Minderung der nationalen Treibhausgas-Emissionen um 80-95 % bis 2050 im Vergleich zu 1990 ist komplett ungeeignet, um die Pariser Ziele zu erreichen“, so Hans-Josef Fell, Ko-Autor der Studie, Präsident der Energy Watch Group und Bundestagsabgeordneter 1998 - 2013. „Die momentanen Klimaschutz-Maßnahmen der Bundesregierung führen nicht einmal mehr zu nennenswerten Emissionsminderungen. Die globale mittlere Erdoberflächentemperatur steigt derzeit sprunghaft wie nie zuvor. Da schon heute immense Auswirkungen beobachtet und dokumentiert sind, sollten jedwede weitere Temperaturanstiege – ob 1,5 °C oder weniger – inakzeptabel sein. Viel mehr sollte eine Abkühlung auf das vorindustrielle Niveau zum Ziel gemacht werden“, so Fell. Tatsächlich weist die Studie nach, dass der von der Bundesregierung vorgegebene, nationale Emissionsminderungspfad seit 2010 in jedem Jahr überschritten wurde. Besonders die Sektoren Straßenverkehr, Elektroenergie und Landwirtschaft sind an der Überschreitung beteiligt. Gemäß den Projektionen der Bundesregierung wird zum Beispiel der Verkehr im anspruchsvollsten Minderungsszenario den vorgeschriebenen Zielpfad 2035 um 91 % überschreiten. „Der Emissionsminderungspfad von 2010 ist schon in den ersten Jahren verfehlt worden. In Kombination mit den deutlich ambitionierteren Zielen des Pariser Abkommens sind nun zusätzliche Maßnahmen in erheblichem Umfang nötig, deren Ziel eine Nullemissions-Wirtschaft bis 2030 sein sollte“, so Jörn Schwarz, Autor der Studie und Vorsitzender der ASPO Deutschland. Eine weltweite Nullemissionswirtschaft müsse an eine Agenda zur Schaffung wirksamer Kohlenstoffsenken gekoppelt sein. Zur Umsetzung werden diverse nötige Schritte aufgeführt. So sind auf der technischen Seite 100 % Erneuerbare Energien und eine vollständige Kreislaufwirtschaft erforderlich. Politisch betrachtet sei es notwendig, Klimaschutz in die Verfassung aufzunehmen, Anreizinstrumente für Klimaschutzinvestitionen der privaten Wirtschaft zu schaffen und Forschung und Bildung im Bereich Klimaschutz gezielt zu stärken, so die Autoren der Studie. „Diese Studie zeigt deutlich, dass es mit der aktuellen Energiepolitik keine Chance gibt, die Pariser Klimaschutzziele einzuhalten. Im Vergleich zu den ambitionierten Maßnahmen anderer Länder gerät damit Deutschland beim Klimaschutz immer mehr ins Hintertreffen. Damit gefährdet die Bundesregierung nicht nur die Lebensgrundlagen künftiger Generationen, sondern auch die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland“, so Dr. Dr. Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin und Gutachter der Studie. Die Studie kann hier heruntergeladen werden. Pressekontakt: Energy Watch Group, Tel: +49 30 609 898 810, presse@energywatchgroup.org Energy Watch Group (EWG) ist ein internationales Netzwerk von Wissenschaftlern und Parlamentariern. Die EWG beauftragt die Wissenschaftler mit der Erstellung von Studien und Analysen zur realen Verfügbarkeit fossiler und atomarer Energieressourcen und zu Ausbaumöglichkeiten erneuerbarer Energiequellen weltweit.

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Pilotanlage für Agrophotovoltaik eingeweiht

von pm-energy

20. September 2016 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Photovoltaik, Studie, Wirtschaft

Mit der Photovoltaik-Anlage in sieben Meter Höhe soll gezeigt werden, wie die Flächenkonkurrenz zwischen der Gewinnung von Solarstrom und dem Anbau von Kulturpflanzen entschärft werden kann. Das Bundesforschungsministerium fördert das Projekt an der Universität Hohenheim mit fast 600.000 Euro.

Am Bodensee ist am Wochenende ein Photovoltaik-Pilotprojekt eingeweiht worden, dass das Dilemma der Flächenkonkurrenz zwischen Solarstrom und Nahrungsmitteln lösen soll. Es soll zeigen, dass beides auf einmal geht – oben Solarmodule für die Photovoltaik-Anlage, unten der Anbau von Nutzpflanzen. Diese Form der Agrophotovoltaik soll nun wissenschaftlich mit dem Projekt der Universität Hohenheim erforscht werden, wie das Fraunhofer-ISE – das die Projektleitung hat - am Montag mitteilte. Das Bundesforschungsministerium unterstützt das Vorhaben mit knapp 600.000 Euro, an dem auch Baywa re und die Elektrizitätswerke Schönau beteiligt sind. „Flächenressourcen stehen nicht unbegrenzt zur Verfügung“, erklärt Prof. Dr. Petra Högy vom Fachgebiet Pflanzenökologie und Ökotoxikologie an der Universität Hohenheim. „Daher macht es Sinn, Flächen doppelt zu nutzen, also für die Nahrungsmittel- und für die Energieproduktion.“ Dabei müsse die Installation der Solarmodule und der Anbau der Pflanzen geschickt kombiniert werden, damit für beide optimale Ergebnisse erzielt werden könnten. Bei dem vorliegenden Fall kommen dafür bifaziale Solarmodule zum Einsatz, die in sieben Meter Höhe installiert wurden. Selbst ein Mähdrescher könne damit unter der Photovoltaik-Anlage durchfahren. Die Grundidee zur Agrophotovoltaik stamme bereits aus den 1980er Jahren vom Fraunhofer ISE. Als Praxispartner der Universität Hohenheim fungiert die Hofgemeinschaft Heggelbach, auf deren Gelände die Photovoltaik-Anlage installiert wurde. Es handele sich um einen Demeter-Betrieb. „Der ökologische Landbau ist also gar nicht so technikfeindlich, wie es dieser Wirtschaftsweise oft unterstellt wird“, erklärte Sabine Zikeli, Koordinatorin für Ökolandbau an der Universität Hohenheim. Die Wissenschaftler der Universität Hohenheim erwartet, dass die Pflanzenerträge etwas geringer ausfallen werden. Gleichzeitig würden aber erhebliche Mengen Solarstrom produziert, die ausreichten um etwa 62 Haushalte zu versorgen. Die Doppelnutzung der Flächen könnte somit neue Einkommensmöglichkeiten für Landwirte schaffen. In trockeneren und heißeren Regionen der Erde könnten Agorphotovoltaik-Anlagen zudem auch ein Vorteil für die Pflanzenproduktion sein, so die Erwartungen der Wissenschaftler. Rund 2,4 Hektar Versuchsfläche stünden nun zur Verfügung. Die Agrophotovoltaik-Anlage nehme rund 0,33 Hektar ein; die restliche Fläche diene als Referenzfläche. In den kommenden zwei Jahren sollen Kleegras, Winterweizen, Kartoffeln und Sellerie angebaut werden. Das Kleegras wachse bereits; die Aussaat des Winterweizens erfolge Ende des Monats. „Wir prüfen, wie sich die verschiedenen Kulturen unter den Panelen entwickeln und vergleichen sie bezüglich ihrer Eignung. Dazu bestimmen wir etwa die Pflanzenhöhe, die Blattfläche, die Gesundheit der Pflanzen, die Erträge und die Ertragsqualität“, erklärte Högy. Zudem sollten Auswirkungen auf die Umwelt und die Biodiversität untersucht werden. Am Ende des dreijährigen Projekts wollen die Wissenschaftler dann konkrete Empfehlungen für die Praxis geben. Industriepartner Baywa re will aus den Erfahrungen praktischen Nutzen bereits ab dem kommenden Jahr ziehen. „Was die Einsparung von Ressourcen angeht, ist die doppelte Nutzung landwirtschaftlicher Flächen in Industriestaaten und Entwicklungsländern gleichermaßen ein sinnvolles Vorgehen“, erklärte Christof Thannbichler, Geschäftsführer der BayWa re Solar Projects GmbH. Sein Unternehmen wolle die Agrophotovoltaik als Geschäftsfeld ab 2017 im Zuge internationaler Projekte ausbauen. (Sandra Enkhardt) Read more: http://www.pv-magazine.de/nachrichten/details/beitrag/pilotanlage-fr-agrophotovoltaik-eingeweiht_100024455/#ixzz4KmUut0iy

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Unser nächster Infoabend – Solarstrom ohne Investition

von pm-energy

5. September 2016 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Kosten senken, Photovoltaik

Infoabend zu Solarstrom ohne Investition - am 12.9. 2016 um 18Uhr Informieren Sie sich über die Anlagenmiete bei pm-energy GmbH in Reesdorf, Dorfstraße 2a. ...was noch wichtig ist: mit einer PV-Anlagenmiete erhöhen Sie (ohne Speicher) Ihre monatlichen Energiekosten in der Regel nicht! Das sind die Vorteile: IHRE PERSÖNLICHE UNABHÄNGIGKEITSERKLÄRUNG

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Studie: Ziele von Paris ohne Kohleausstieg der G20 unerreichbar

von pm-energy

1. September 2016 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Konventionelle Energieträger, Photovoltaik, Politik, Studie

Vor dem G20-Gipfel in China bescheinigen Experten den Industriestaaten dringenden Handlungsbedarf: Der Klimaschutz müsse gestärkt und die Kohleverstromung gestoppt werden – ansonsten sei es „praktisch unmöglich“, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Wenige Tage, bevor sich im chinesischen Hangzhou die Staats- und Regierungschefs der großen Industrienationen treffen, legte das Konsortium „Climate Transparency“ in Peking den Bericht „G20 – Brown to Green“ vor. Zentrales Ergebnis: „Die Treibhausgasemissionen sinken noch nicht“. Laut Niklas Höhne vom „NewClimate Institute“, das an der Studie beteiligt war, haben die G20 zwar grüne Investitionen als wichtiges Thema erkannt. Für den Einstieg in eine treibhausgasneutrale Welt, wie sie das Pariser Klimaabkommen anstrebt, reiche das allerdings noch nicht aus. Auch Großbritannien verbietet Mikroplastik in Kosmetika Solarkraftwerk in der Wüste: Ausgerechnet China wird von den Klimaschutzexperten gelobt. Foto: Ian Teh/Greenpeace Magazin Die G20-Staaten sind für drei Viertel der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich: Von 1990 bis 2013 wurde ein Anstieg allein von energiebedingter Emissionen um 56 Prozent verzeichnet. Zwar gebe es vermehrt Anzeichen, dass der Anstieg der energiebedingten CO2-Emission zum Stillstand gekommen sei. Doch der Umbau von der fossilen zur grünen Wirtschaft entfalte sich viel zu langsam, sagte Jan Burck von „Germanwatch“, einer der Autoren der Studie. Besonders große Sorge bereitet Klimaschützern, dass in den G20-Staaten noch immer der Bau zahlreicher neuer Kohlekraftwerke angestrebt werde. Würden alle Planungen tatsächlich umgesetzt, liefe das nahezu auf eine Verdoppelung des Kohleverbrauchs hinaus. Nach Einschätzung der Experten wäre es dann „praktisch unmöglich“, die weltweite Erwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. „Die G20-Staaten müssen sich von ihrer Kohle-Abhängigkeit lösen“, sagt Niklas Höhne und betont die positiven Folgen einer schnellen Energiewende: Der Umbau zu einer grünen Wirtschaft sei nicht nur schlicht notwendig, um den Klimawandel in einem zu bewältigenden Rahmen zu halten, er setze auch neue wirtschaftliche Impulse frei und ermögliche eine Versorgung mit erschwinglicher Energie für die Ärmsten weltweit. Ein bedeutend größerer Spielraum zur Erhöhung der Klimaziele wäre die Folge; das Temperaturziel des Pariser Abkommens wäre erreichbar. Doch auch die jährlichen Investitionen in den regenerativen Sektor – die in den G20-Staaten seit 2008 immerhin zu einem jährlichen Wachstum der Primärenergie aus erneuerbaren Energien um 18 Prozent beigetragen haben – müssten sich bis 2035 verdoppeln. Es sei höchste Zeit, dass die G20 die Subventionen in fossile Energien endlich abschaffen, wie es seit 2009 wiederholt angekündigt wurde. Auch Deutschland müsse seinen Entwurf eines Klimaschutzplans für 2050 deutlich nachbessern, so „Climate Transparency“. Nur so könne das Land, langjähriger Vorreiter beim Ausbau erneuerbarer Energien und Vorbild bei der internationalen Klimafinanzierung, den Klimaschutz beim G20-Gipfel 2017 in Hamburg glaubwürdig voranzutreiben. Denn auch die Deutschen schrecken vor dem Kohleausstieg zurück. Unverhofft gut schneidet das Gastgeberland des aktuell bevorstehenden Gipfels ab: „Unsere Studie zeigt, dass China mehr tut als viele andere Staaten. China kann beim bevorstehenden Gipfel eine Führungsrolle in der Klimapolitik übernehmen und helfen, die Welt vor einem gefährlichen Klimawandel zu bewahren“, ist der Co-Vorsitzende von „Climate Transparency“ Peter Eigen überzeugt. Bei der Investitionsattraktivität in Erneuerbare Energien rangiert China neben Indien, Frankreich, Deutschland, den USA und dem Vereinigten Königreich an der Spitze der G20. Schlusslichter bilden Russland, Saudi-Arabien und die Türkei, was weniger überraschend sein dürfte. Maria-Elisa Schrade Quelle: https://greenpeace-magazin.de/nachrichtenarchiv/studie-ziele-von-paris-ohne-kohleausstieg-der-g20-unerreichbar?xing_share=news

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Geht es um weniger Geld oder um mehr Kohle?

von pm-energy

6. Juli 2016 | erstellt in nicht kategorisiert

Fehlsteuerung EEG 2016/Punkt 3: Geht es um weniger Geld oder um mehr Kohle?

05. Juli 2016 | von: energie neu denken gUG Das BMWi peitscht eine Novelle des EEG durch alle politischen Instanzen. Sigmar Gabriel betont immer wieder den Wettbewerb und die Kosteneffizienz. Ganz nebenbei fallen aber auch Ausdrücke wie „kontrollierter Ausbau“, „mehr Planungssicherheit für alle Akteure“ oder „effektive Steuerung“. Worum geht es wirklich? Ausschreibung und Kosteneffizienz Das BMWi plant, nach der Photovoltaik nun auch Windprojekte über Ausschreibungen zu versteigern. Doch Ausschreibungen bergen hohe Risiken und Unsicherheiten und treiben dadurch Projektierungskosten und Kapitalkosten nach oben. Faktisch wird – das zeigen auch Beispiele aus anderen Ländern – durch Ausschreibungen der Ausbau der Erneuerbaren Energien verteuert und verlangsamt. Minister Gabriel und Staatssekretär Baake feiern ihr Ausschreibungsmodell aber als Kostensenker und übersehen dabei, dass die großen Projektierer längst Hintertüren zum Mehrverdienen gefunden haben. Durch strategisch geringes Bieten gewinnen sie die Zuschläge und holen sich danach die entgangenen Einnahmen beim Endkunden. Das führt zu intransparent steigenden Verbraucherpreisen und zu einer Remonopolisierung, denn Bürgergesellschaften können diese Möglichkeit nicht nutzen. Im Gegensatz dazu haben kostendeckende Vergütungen in den vergangenen Jahren die Preise der Erneuerbaren Energien extrem gesenkt. Eine große Akteursvielfalt hat Akzeptanz und Wettbewerb gleichermaßen gefördert. Um wessen Kosteneffizienz geht es dem BMWi also wirklich? Greift das Ministerium am richtigen Punkt an? Eine Analyse zeigt Wege auf. Fehleranalyse: Warum ist die Umlage für Erneuerbare Energien stetig gestiegen Der Begriff „Umlage für Erneuerbare Energien“ (EEG-Umlage) sagt viel aus. Denn die Umlage bildet nicht die wirklich die Kosten der Erneuerbaren Energien ab. Diese blieben in den letzten Jahren fast gleich. Sie werden nur sehr ungleich verteilt. Seit 2010 werden die Erneuerbaren Energien direkt an der Börse verkauft, auch damals eine Entscheidung von Sigmar Gabriel. Seit 2010 steigt als Folge hiervon die EEG-Umlage. Der Grund dafür ist ein paradoxer Zusammenhang: Die EEG-Umlage steigt, weil die Preise an der Strombörse sinken. Dadurch schrumpfen wiederum die Einnahmen der Erneuerbaren Energien. Den Rest müssen die Verbraucher zuschießen. Aber eben nicht alle Verbraucher, denn es gibt eine immer noch weiter wachsende Zahl von privilegierten Industrieunternehmen, die kaum Umlage zahlen. Was wäre, wenn die Industrie die Einsparungen aus den gesunkenen Einkaufspreisen weitergibt Große Industrieunternehmen profitieren von der Energiewende doppelt. Die meisten Unternehmen zahlen kaum Umlage und kaufen gleichzeitig ihren Strom extrem günstig ein. Von 2009 bis 2016 ist der durchschnittliche Börsenpreis pro kWh – vor allem dank der Erneuerbaren Energien – von 7,16 Cent auf 3,13 Cent (Preis laut Prognose 15.10.2015) um rund 4 Cent gefallen. Würden die privilegierten Unternehmen diesen Vorteil weitergeben, indem sie 4 Cent mehr zur Umlage beitragen und sich beim privilegierten Kraftwerkseigenverbrauch wenigstens mit 40 Prozent an den Solidarkosten beteiligen (wie es die Photovoltaik und flexible BHKWs mittlerweile müssen), dann würde die Umlage um etwa 20 Prozent auf 5,07 Cent sinken Was wäre, wenn die Erneuerbaren Energien einen adäquaten Preis erwirtschaften Erneuerbare Energien sind wertvoll. Viele Kunden wären bereit einen angemessenen Preis für echten Grünstrom zu bezahlen. Dafür kämpfen die seriösen Ökostromanbieter seit Jahren. Das Verschachern von EEG-Strom an der regulären Börse hält aber leider weiter an. Dadurch steigt die EEG-Umlage, die Akzeptanz für Erneuerbare Energien fällt und der beliebte Grünstrom ist nach diesem Transfer billiger unkenntlicher Graustrom. Das ist widersinnig. Stattdessen könnten die Erneuerbaren Energien einen eigenen Marktplatz bekommen und wären nicht dem Preisverfall durch zu viel Kohlestrom ausgesetzt. Würden sie wenigstens einen Erlös von 7 Cent pro kWh erwirtschaften, läge die Umlage bei 4,95 Cent. Was wäre, wenn Kohlekraftwerke für zukünftige Umweltschäden wenigstens minimal zahlen müssten Auch nationale Emissionszertifikate würden die Problematik des Preisverfalls abmildern. Ein stärkerer Kostendruck verdrängt ineffiziente Kraftwerke aus dem Markt und der Wettbewerb wächst. Die leicht steigenden Strompreise am Terminmarkt steigern das Interesse der Großverbraucher und Händler, vermehrt auf Erneuerbare Energien am Spotmarkt zurück zu greifen und lassen dadurch die EEG-Umlage und damit die Stromrechnungen sinken. Die Einnahmen über die Zertifikate können übergangsweise zusätzlich die EEG-Umlage ausgleichen. Offensichtlich geht es um mehr Kohle und nicht um weniger Geld Um eine effektive Senkung der EEG-Umlage zu ermöglichen, gibt es – wie gezeigt – mindestens drei gute Ansätze. Das BMWi verkennt diese Möglichkeiten trotz besseren Wissens. Stattdessen sendet das Ministerium beständig die Botschaft an die Bürger, die Erneuerbaren Energien seien zu teuer. Als Lösungen propagiert das BMWi zwei vollkommen konträre Ansätze: Kontrolle und Planbarkeit des Ausbaus in direkter Verbindung mit angeblich freiem Wettbewerb. Was steckt dahinter? Die Ausbaukorridore und die Ausschreibungen bringen in gewisser Hinsicht tatsächlich mehr Planbarkeit, zumindest für Kohlekonzerne und Großinvestoren. Beides richtet sich allerdings gegen die Energiewende. Auf jeden Fall wird die EEG-Umlage weiter steigen, weil die Börsenstrompreise aufgrund der ungebremsten Kohleverstromung weiter fallen. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien erfährt eine klar definierte und drastische Bremse. Dadurch werden Arbeitsplätze in diesem Bereich weiter abgebaut. Die Bürger können sich wegen Ausschreibungen schon jetzt nicht mehr an den Sonnen-Projekten vor ihrer Haustüre beteiligen und dadurch sinkt die Akzeptanz der Erneuerbaren Energien. Mit dem EEG 2016 soll nun auch noch der Bürgerwind abgeschafft werden. Die Kohleindustrie bekommt dagegen eine deutliche Laufzeitverlängerung. Der Strukturwandel geht also in die falsche Richtung! Was tun Die gemeinnützige Organisation energie neu denken gUG forderte von den Bundesparlamentariern und Bundesratsmitgliedern eine Korrektur der Novellierung des EEG. Mit mehreren Briefen informierte sie die Bundespolitiker über Fehlsteuerungen und bietet Alternativen für ein konsequentes und kosteneffizientes Gegensteuern. Energie neu denken versteht sich als Think Tank und hat in der Vergangenheit bereits viele Entwicklungen lange vorhergesehen. Die Briefe und eine Übersicht mit allen angeschriebenen Politikern stehen hier zum Download bereit. energie neu denken gUG energie neu denken setzt sich für den bürgernahen Ausbau der Erneuerbaren Energien ein. Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft kämpft für eine volkswirtschaftlich sinnvolle, gerechte und sozial verträgliche Transformation des deutschen Strommarktes. Dazu organisiert energie neu denken Informationsveranstaltungen, berät Umweltorganisationen und setzt Kampagnen für Erneuerbare Energien und gegen atomare und fossile Techniken um. Für Fragen steht Ihnen Frau Trudel Meier-Staude (Tel. 089-35 65 33 44, Mail info(at)energie-neu-denken.de) von energie neu denken gUG  gerne zur Verfügung. Read more: http://www.pv-magazine.de/index.php?id=130&tx_ttnews%5Btt_news%5D=23678&noMobile=1&cHash=db5bbe0dc1226e344130bf688436c80a#ixzz4De8bDYOR

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Greenpeace-Analyse: Starre Großkraftwerke kosten Hunderte Millionen Euro zusätzlich

von pm-energy

2. Juni 2016 | erstellt in nicht kategorisiert

Atom- und Kohlemeiler verstopfen die Netze und treiben Strompreis

Hamburg, 31. 5. 2016 – Weil Atom- und Kohlekraftwerke ihre Leistung auch bei viel Wind- und Sonnenenergie nicht drosseln, verursachen sie Engpässe und hohe Kosten im Stromnetz. Allein in Schleswig-Holstein addierten sich die zusätzlichen Netzkosten im Jahr 2015 auf bis zu 160 Millionen Euro, so das Ergebnis einer Analyse des Beratungsinstituts Energy Brainpool im Auftrag von Greenpeace. Von den Netzbetreibern werden diese Kosten an die Stromkunden weitergereicht. „Die Energiekonzerne lassen ihre unflexiblen Großkraftwerke auch dann mit hoher Auslastung laufen, wenn genug Wind- und Sonnenstrom da sind. Das ist nicht nur schädlich fürs Klima, sondern auch teuer für die Stromkunden“, sagt Greenpeace-Energieexperte Tobias Austrup. „Statt Windräder muss die Bundesregierung für die Energiewende mehr konventionelle Kraftwerke vom Netz nehmen und Platz schaffen für die Erneuerbaren.“ Die Kurzstudie finden Sie unter https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/kurzanalyse_grosskraftwerke.pdf. In der jetzt geplanten Novelle des Erneuerbare Energien-Gesetzes will die Bundesregierung den Zubau bei der Windenergie massiv bremsen. Ihr Argument: Der Netzausbau kann angeblich mit dem Wachstum der Erneuerbaren nicht mithalten. Die Greenpeace-Analyse belegt jedoch, dass die Probleme von starren Großkraftwerken verursacht werden, die die Netze verstopfen und teures Netzmanagement nötig machen. In Berlin treffen sich heute Abend die Regierungschefs der Länder, um ein zweites Mal mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die EEG-Reform zu diskutieren. Ein erstes Treffen blieb ohne Ergebnis. Besonders Energiewende-Gegner in der CDU fordern, den Ausbau der Erneuerbaren Energien massiv zu bremsen. „Die Union will vor allem die Windenergie zum Sündenbock für Netzengpässe machen. Das ist absurd. Auch die Energiewende-Gegner sollten endlich anerkennen, dass die unflexiblen Großkraftwerke Umweltprobleme verursachen und die eigentlichen Strompreistreiber sind“, so Austrup. Vorrang der Erneuerbaren im Stromnetz wird unterlaufen Am Beispiel des Stromnetzes in Schleswig-Holstein, wo deutschlandweit im Jahr 2015 besonders häufig Erneuerbare Energien abgeregelt wurden, untersucht die Kurzstudie das Einspeiseverhalten konventioneller Kraftwerke am Beispiel des Atomkraftwerks Brokdorf und des Steinkohlekraftwerks Moorburg. Fazit: Brokdorf und Moorburg drosselten ihre Produktion auch dann kaum, wenn viel Erneuerbare Energien-Strom verfügbar war. Insbesondere das Atomkraftwerk Brokdorf lief oft mit voller Leistung, obwohl eine Drosselung technisch möglich gewesen wäre. Die Analyse zeigt auch, dass Brokdorf und Moorburg jedoch dann weniger Strom produzierten, wenn der Strompreis an der Börse unter null lag. „Nur bei negativen Strompreisen drosseln die Großkraftwerke ihre Leistung, während sie bei Netzengpässen stur weiterlaufen. Das darf nicht durch eine Energiewende-Bremse belohnt werden“, fordert Austrup. Read more: http://www.pv-magazine.de/index.php?id=130&tx_ttnews%5Btt_news%5D=23219&noMobile=1&cHash=0a9aa60922cfba3e66117f4cc4c293d8#ixzz4ARdvzhRz Quelle: Greenpeace / pv-magazine.de

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IRENA: Fast 2,8 Millionen Menschen arbeiten in Solarbranche weltweit

von pm-energy

26. Mai 2016 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Neuigkeiten, news, Photovoltaik, Studie, Wirtschaft

Insgesamt gab es 2015 weltweit 8,1 Millionen Jobs im Bereich der erneuerbaren Energien. Nach Angaben von IRENA bietet die Photovoltaik dabei die meisten Arbeitsplätze. Weltweit arbeiteten mehr als 8,1 Millionen Menschen in der Erneuerbaren-Energien-Branche im Jahr 2015. Dies sei ein Anstieg um fünf Prozent gewesen, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht „Renewable Energy and Jobs – Annual Review 2016“ der International Renewable Energy Agency (IRENA). Der größte Arbeitgeber unter den Erneuerbaren ist dabei der Photovoltaik-Sektor. In diesem Bereich gab es der Studie zufolge knapp 2,8 Millionen Arbeitsplätze, ein Zuwachs um elf Prozent gegenüber der letzten Zählung. Dabei habe sich die Zahl der Jobs in Japan und den USA erhöht. In China sei sie etwa gleich geblieben, während sie in den EU-Ländern rückläufig gewesen sei, heißt es in der Studie. „Das anhaltende Jobwachstum im erneuerbaren Energiesektor ist bedeutend, weil es im Kontrast zum Trend des Energiesektors insgesamt steht“, erklärte IRENA-Generaldirektor Adnan Amin. Der Anstieg sei getrieben durch die sinkenden Technologiekosten und die politischen Rahmenbedingungen. IRENA geht davon aus, dass der Trend weiter anhalten wird, sofern die Länder ihre Klimaziele von Paris erreichen wollen. Bis 2030 erwartet die Organisation einen Anstieg der weltweiten Jobs auf mehr als 24 Millionen. Weltweit die meisten Arbeitsplätze im Erneuerbaren-Sektor gibt es nach der IRENA-Veröffentlichung mit 3,5 Millionen in China. Auch in den USA sei die Zahl der Beschäftigten seit dem vergangenen Jahr um sechs Prozent gestiegen. Nach Angaben der IRENA gibt es die meisten Jobs nach China in Brasilien, den USA, Indien, Japan und Deutschland. Nach der Photovoltaik seien Biokraftstoffe mit 1,7 Millionen Jobs der zweitgrößte Arbeitgeber unter den Erneuerbaren gefolgt von der Windkraft mit 1,1 Millionen Arbeitsplätzen. Insgesamt gebe es im Bereich der Erneuerbaren eine größeren Anteil beschäftigter Frauen als im gesamten Energiebereich. Aus der Studie geht hervor, dass Deutschland mit 355.000 Jobs der größte Arbeitgeber bei Erneuerbaren geblieben sei. Es biete damit fast so viele Arbeitsplätze wie Frankreich, Großbritannien und Italien zusammen. Insgesamt sei die Entwicklung in der gesamten EU im vierten Jahr in Folge aber rückläufig gewesen. Die letzten verfügbaren Zahlen stammten dabei aus dem Jahr 2014 mit 1,17 Millionen Jobs. (Sandra Enkhardt) Quelle: PV-Magazine Newsletter: http://www.pv-magazine.de/nachrichten/details/#ixzz49kTgc1Bw  

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Mitteilungspflicht für Strom-Eigenversorgung bis 28.02.2016

von pm-energy

5. Februar 2016 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Neuigkeiten, news, Photovoltaik, Politik

Bonn, 4. Februar 2016
Energie: Mitteilungspflicht für Strom-Eigenversorgung bis zum 28.02.2016
Auch für Eigenversorger und sogenannte sonstige selbsterzeugende Letztverbraucher besteht nach dem EEG 2014 grundsätzlich die Pflicht zur Zahlung der EEG-Umlage. Sie sind verpflichtet, dem Netzbetreiber die erforderlichen Informationen mitzuteilen, damit dieser die EEG-Umlage erheben kann. Für Eigenversorger ist grundsätzlich der Anschlussnetzbetreiber vor Ort zuständig. Eigenversorger und sonstige selbsterzeugende Letztverbraucher mit EEG-umlagepflichtigen Strommengen sind zusätzlich zu einer Mitteilung gegenüber der Bundesnetzagentur verpflichtet. Für die beiden Abrechnungsjahre 2014 und 2015 müssen die Mitteilungen bis zum 28. Februar 2016 erfolgen. Die Bundesnetzagentur stellt heute einen Erhebungsbogen für diese Mitteilungen auf ihrer Internetseite bereit. Es handelt sich hierbei um ein verbindliches Formular. Zur Minimierung des Abwicklungsaufwandes beschränkt die Bundesnetzagentur den Umfang der meldepflichtigen Daten weitgehend auf die Bestätigung, dass die Mitteilungspflichten gegenüber dem Netzbetreiber, der die EEG-Umlage erhebt, eingehalten wurden. Solange die Mitteilung der erforderlichen Daten an die Netzbetreiber erfolgt und auf dieser Basis die EEG-Umlagepflichten geklärt werden können, erhält die Bundesnetzagentur die relevanten Angaben ohnehin zum 31. Mai von den Netzbetreibern. Ein entsprechender Erhebungsbogen für die Mitteilung der Netzbetreiber gegenüber der Bundesnetzagentur wird zeitnah zur Verfügung gestellt. Dadurch bleibt sichergestellt, dass die erforderlichen Angaben für die Wahrnehmung der Aufgaben der Bundesnetzagentur vorliegen. Die Frage, ob im konkreten Anwendungsfall eine EEG-Umlage-Pflicht besteht und ob eine Ausnahmeregelung die Zahlungspflicht anteilig oder vollständig entfallen lässt, muss der Eigenversorger und sonstige selbsterzeugende Letztverbraucher mit dem zuständigen Netzbetreiber klären. Das gilt auch für Personen oder Unternehmen, die davon ausgehen, dass in ihrem Fall die EEG-Umlagepflicht vollständig entfällt. Sie müssen dem Netzbetreiber zumindest die notwendigen Basisangaben mitteilen und erforderlichenfalls darlegen, dass die Ausnahmevoraussetzungen vorliegen. Darüber hinaus müssen sie ihm die umlagepflichtigen Strommengen für das jeweilige Abrechnungsjahr mitteilen. Verstöße gegen die Mitteilungspflichten können zu erheblichen Folgen zulasten der Verpflichteten führen. Eine Abgabe des Erhebungsbogens „Eigenversorgung / Sonstiger selbsterzeugter Letztverbrauch“ an die Bundesnetzagentur ist nicht erforderlich, wenn mit dem zuständigen Netzbetreiber bereits geklärt ist, dass keine EEG-Umlageplicht besteht. Ist die Frage noch nicht vollständig geklärt, rät die Bundesnetzagentur dringend dazu, die Mitteilung an die Behörde vorzunehmen, um einen Verstoß gegen die gesetzlichen Mitteilungspflichten auszuschließen. Betreiber von Stromerzeugungsanlagen, die selbst erzeugten Strom verbrauchen, sollten sich, sofern noch nicht geschehen, kurzfristig mit ihrem zuständigen Netzbetreiber in Verbindung setzen. Die Mitteilungsfrist gegenüber dem Netzbetreiber ist ebenfalls der 28. Februar. Die gesetzlichen Regelungen zur Eigenversorgung werfen in der Praxis zahlreiche Fragen auf. Daher hat die Bundesnetzagentur einen umfangreichen Leitfaden zur Eigenversorgung erstellt, der unter www.bundesnetzagentur.de/eigenversorgung – derzeit noch in der Konsultationsfassung - abrufbar ist. Weitere Informationen zu den Mitteilungspflichten nach dem EEG sowie zur Systematik bei der Erhebung der EEG-Umlage finden Sie unter www.bundesnetzagentur.de/eeg-datenerhebung. Unter diesem Link sind auch die zu nutzenden Erhebungsbögen abrufbar.
   
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