Studie: Externe Investoren bei Photovoltaikanlagen für Bergbauunternehmen

von pm-energy

18. Dezember 2014 | erstellt in Energieeffizienz, Photovoltaik

Solarstrom sei bei abgelegenen Bergwerken »häufig bis zu 70 Prozent preiswerter« als die Elektrizität von üblicherweise eingesetzten Dieselgeneratoren.

Ein Haupthindernis sei allerdings die Anlagenfinanzierung, da »viele Bergbauunternehmen in den letzten Jahren mit finanziellen Problemen zu kämpfen« hätten, so das Unternehmen Thomas Hillig Energy Consulting aus München. Der größte Kostenblock sei die Investition in den Bau der Solaranlage noch bevor der erste Strom erzeugt worden sei, während bei gemieteten Dieselgeneratoren die Kosten für den Treibstoff sukzessive mit dem Verbrauch anfielen, womit sich die Ausgaben über die Lebenszeit der Mine verteilten. Zwar generiere Solarenergie sichere Zahlungsströme, allerdings gebe es für externe Investoren gerade bei abgelegenen Minen Risiken, da »die Mine in aller Regel der einzige mögliche Abnehmer« sei. Falls das Bergbauunternehmen den Vertrag nicht erfülle oder Insolvenz beantragen müsse, könne der Strom nicht ohne Weiteres an andere Abnehmer verkauft werden. Eine Studie des Consulting-Unternehmens zeigt, wie sich Risiken verringern ließen, etwa durch Mobilität der Anlage: Solarmodule würden auf die Unterkonstruktion eines Montagesystems vormontiert und in standardisierte Container verfrachtet. Die Kosten für den Ab- und Wiederaufbau der Solaranlage an einem anderen Standort könnten auf diese Weise reduziert werden. Auch ließen sich Investorenrisiken »durch einen überproportional hohen Miet- oder Strombezugspreis während der ersten Betriebsjahre der Anlage« verringern: Die Bergbaugesellschaft zahle in den ersten Jahren den Preis der vermiedenen Dieselkosten, und nach der Amortisierung der Solaranlage werde der Strom- oder Mietpreis »stark herabgesetzt, sodass sich der externe Investor und die Bergbaugesellschaft die zusätzlichen Kostenreduzierungen durch das Projekt teilen können«. Nach Angaben von TH Energy Consulting seien die ersten Miet- oder Stromlieferverträge für den Bergbau bereits in den Markt eingeführt. Es sei zu erwarten, dass »diese Entwicklung die Verbreitung von Solaranlagen im Bergbau erheblich beschleunigt«. Die Untersuchung »Solar-diesel-hybrid power plants at mines: Opportunities for external investors« kann auf der Website von Thomas Hillig Energy Consulting heruntergeladen werden.

© PHOTON

www.th-energy.net

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