Neuigkeiten mit dem Thema:: Energiewende

Acht Monate in Folge höhere Stromerzeugung aus Erneuerbaren als aus fossilen Kraftwerken

von pm-energy

11. November 2019 | erstellt in Energieeffizienz, Energiewende, Erneuerbare Energien, Konventionelle Energieträger, Neuigkeiten

Interview: Der Anteil von Photovoltaik, Windkraft und Co. an der Stromerzeugung ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. In diesem Jahr liegt die Nettostromerzeugung aus erneuerbaren Energien jedoch bereits seit März konstant über jener aus Kohle- und Gaskraftwerken. Die Produktion der Atomkraftwerke wird von Energy Charts in dieser Auswertung vernachlässigt, weil sie in keine der beiden Kategorien passt. Bruno Burger vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE erklärt, was in diesem Jahr diese Entwicklung befördert hat und warum es trotzdem noch einen deutlich stärkeren Zubau von Photovoltaik und Windkraft braucht.6. NOVEMBER 2019 SANDRA ENKHARDT

Seit acht Monaten – also seit März – liegt laut Energy-Charts des Fraunhofer ISE die Erzeugung der Erneuerbaren nun konstant über der Fossilen. Gab es das schon mal?

Nein, letztes Jahr war das nur in drei Monaten – also im April, Mai und Dezember – der Fall.

Was sind die Gründe dafür, schließlich hatten wir in diesem Jahr keinen Jahrhundertsommer wie 2018 und der Wind blies nur in wenigen Wochen außergewöhnlich stark?

Auf der Seite der erneuerbaren Energie hat die Windkraft stark zugelegt. Die Erzeugung stieg in den ersten zehn Monaten um 17 Prozent von 86 Terawattstunden im Jahr 2018 auf 101 Terawatt in diesem Jahr. Bei den fossilen Energien kamen mehrere Ereignisse zusammen: Die Börsenstrompreise waren mit circa 30 bis 35 Euro pro Megawattstunde sehr niedrig. Gleichzeitig war der Preis für CO2-Zertifikate mit 25 bis 30 Euro je Tonne CO2 so hoch wie noch nie. Dadurch wurde die Stromerzeugung aus Braunkohle und Steinkohle unrentabel. Die Stromerzeugung aus Braunkohle emittiert etwa 1 bis 1,1 Tonnen CO2 pro Megawattstunde. Wenn der CO2-Preis in Euro pro Tonne so hoch ist wie der Börsenstrompreis in Euro pro Megawattstunde, wird die Stromerzeugung aus Braunkohle zum Verlustgeschäft.

Die Gaskraftwerke haben aber davon – neben den Erneuerbaren – profitiert.

Richtig, allerdings waren auch die Gaspreise mit etwa 10 Euro pro Megawattstunde sehr niedrig. Das hat teilweise zu einem Fuel-Switch von Braunkohle zu Gas geführt, weil Gas deutlich weniger CO2-Emissionen verursacht und deswegen weniger CO2-Zertifikate benötigt.

Können Sie die Veränderungen bei der Nettostromerzeugung in Zahlen ausdrücken?

In den ersten zehn Monaten 2019 hat sich die Stromerzeugung gegenüber dem Vorjahreszeitraum wie folgt geändert: Die Kernenergie blieb konstant. Die Braunkohle verlor 24 Prozent und die Steinkohle 34 Prozent. Die Gaskraftwerke legten bei der Nettostromerzeugung um 29 Prozent zu. Unter den Erneuerbaren gab es eben diesen Sprung von 17 Prozent bei der Windkraft. Photovoltaik, Wasserkraft und Biomasse sind dagegen eher konstant geblieben.

Mit welcher Bilanz rechnen Sie für das Gesamtjahr?

Das hängt von vielen Faktoren ab. Wichtig ist auf jeden Fall die Windstromerzeugung. Wenn sie im November und Dezember hoch ausfällt, werden die erneuerbaren Energien dieses Jahr erstmals mehr Strom produzieren als die fossilen Energien. Letztes Jahr war die Windenergie zumindest im Dezember sehr stark. Die Stromerzeugung aus Braunkohle hängt sehr stark von der Entwicklung des Börsenstrompreises und des CO2-Zertifikatspreises ab. Bei niedrigen Börsenstrompreisen und hohen Zertifikatspreisen wird die Stromerzeugung klein sein. Beim umgekehrten Verhältnis wird viel Strom aus Braunkohle produziert werden, auch für den Export. Die weitere Stromerzeugung aus Gas hängt ebenfalls von den Preisen ab. Neben Börsenstrompreis und CO2-Zertifikatspreis spielt hier noch der Gaspreis eine wichtige Rolle.

Würden Sie sagen, dass wir damit mit der Energiewende in Deutschland auf einem guten Weg sind?

Die Anteile der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung steigen seit 20 Jahren kontinuierlich an. Das ist die gute Nachricht. Trotzdem wünscht man sich natürlich, dass es angesichts des Klimawandels deutlich schneller geht. Die Emissionsziele des Bundes-Klimaschutzgesetzes sind zu wenig ambitioniert und übersteigen das CO2-Restbudget, das uns nach dem Pariser Klimaabkommen zusteht. Die Bundesregierung hat außerdem das Ziel, den Anteil der Erneuerbaren 2030 auf 65 Prozent zu erhöhen.

Wird die Bundesregierung dieses Ziel erreichen?

Die geplanten Zubauzahlen für Photovoltaik und Wind an Land werden wahrscheinlich aber nicht ausreichen, um das 65 Prozent-Ziel zu erreichen. Das liegt vor allem daran, dass die Bundesregierung davon ausgeht, dass der Stromverbrauch nicht ansteigen wird. Wir gehen aber von einem Anstieg aus, da ja neben dem Energiesektor auch der Verkehrs- und Wärmesektor dekarbonisiert werden müssen. Beides wird zu einem steigenden Stromverbrauch führen. Deshalb schlagen wir einen Zubau von mindestens zehn Gigawatt Photovoltaik pro Jahr vor, um den zusätzlichen Strombedarf erneuerbar decken zu können.

Quelle: https://www.pv-magazine.de/2019/11/06/acht-monate-in-folge-hoehere-stromerzeugung-aus-erneuerbaren-als-aus-fossilen-kraftwerken/

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Mehr Belastung als Entlastung – MITTELSTANDSVERBUND kritisiert Anstieg der EEG-Umlage

von pm-energy

16. Oktober 2019 | erstellt in Energieeffizienz, Energiewende, Erneuerbare Energien, Kosten senken, Photovoltaik, Politik

Trotz Ankündigung einer Senkung der EEG-Umlage im Zuge des Klimapakets der Bundesregierung soll diese im kommenden Jahr wieder steigen. Auf die mittelständischen Unternehmen kommen also Mehrkosten zu, was das politische Entlastungsversprechen zur Makulatur werden lässt.15. OKTOBER 2019 DER MITTELSTANDSVERBUND

Berlin, 15.10.2019: DER MITTELSTANDSVERBUND bedauert, dass die EEG-Umlage – wie heute bekannt wurde – ab dem kommenden Jahr voraussichtlich von 6,405 auf 6,756 Cent je Kilowattstunde steigen soll. Damit würden die ohnehin geringen finanziellen Entlastungen, die von der Bundesregierung im Rahmen ihres Klimapakets ab 2021 in Aussicht gestellt wurden, schon vorher zu großen Teilen aufgefressen und damit das politische Bekenntnis zur Entlastung konterkariert. Der Einstieg in die CO2-Bepreisung bei gleichzeitigem Fortführen des überholten EEG-Systems erweist sich damit – wie vom MITTELSTANDSVERBUND erwartet – als unausgegoren und nicht effizient. „Gerade das Bundeswirtschaftsministerium muss sich nun fragen, wie ernst es ihm mit der finanziellen Entlastung des Mittelstands bei den Energiekosten ist. Die noch in der Mittelstandsstrategie enthaltene Zusicherung einer Verringerung der Strompreise durch Senkung der EEG-Umlage erscheint nun mehr als fraglich. Wie sich trotz des Anstiegs der EEG-Umlage unter dem Strich in einigen Jahren eine spürbare Entlastung für die mittelständischen Unternehmen ergeben soll, bleibt eine große arithmetische wie politische Herausforderung.“, mahnt Dr. Ludwig Veltmann, Hauptgeschäftsführer, DER MITTELSTANDSVERBUND.

Die große Chance, im Zuge einer umfassenden CO2-Bepreisung das komplexe – und gerade für die Unternehmen des kooperierenden Mittelstands unfaire – System aus Steuern, Abgaben und Umlagen auf Strom grundlegend neu zu gestalten, hat die Bundesregierung mit ihrem Klimapaket vertan. Hier wäre es nun angezeigt, konsequent politisch nachzusteuern, um echte Entlastungen und vor allem die notwendige Planungssicherheit für Wirtschaft und Verbraucher zu ermöglichen.

Quelle und Ansprechpartnerin:
Juliane Ibold
Leiterin Kommunikation und Digitalisierung
Telefon: +49(0) 30/59 00 99 661
Mobil: +49(0) 151/24226582
E-Mail: j.ibold@mittelstandsverbund.de

Quelle: https://www.pv-magazine.de/unternehmensmeldungen/mehr-belastung-als-entlastung-mittelstandsverbund-kritisiert-anstieg-der-eeg-umlage/

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Überkapazitäten am Energiemarkt: Konzerne exportieren Strom für Milliarden

von pm-energy

21. Juni 2019 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Konventionelle Energieträger, news, Wirtschaft

Deutschland produziert mehr Strom, als für den Eigenbedarf nötig wäre. Der Rest wird ins Ausland exportiert. Dem Staat bringt das eine Milliardeneinnahme - und eine Diskussion über den Ausbau von erneuerbaren Energiequellen.

Deutschland hat 2018 Strom im Wert von mehr als zwei Milliarden Euro exportiert. Dagegen sei nur Strom im Wert von 900 Millionen Euro importiert worden, berichtete der "Spiegel" unter Berufung auf Berechnungen des Bundeswirtschaftsministeriums. Grund seien Überkapazitäten auf dem deutschen Strommarkt, zu dem sowohl fossile Kraftwerke wie auch der Ausbau des Ökostroms beitrügen.

Strom aus Sonne, Wind und Biomasse erreichte demnach im vergangenen Jahr einen Anteil von mehr als 35 Prozent am Energiemix. Der Grünen-Energieexperte Oliver Krischer nahm die Zahlen zum Anlass, um eine Beschleunigung der Energiewende zu fordern. "Es ist überfällig, dass Überkapazitäten abgebaut und damit erste Kohlekraftwerke abgeschaltet werden", sagte er dem "Spiegel".

Der EU-Rechnungshof hatte ebenfalls gefordert, dass Deutschland und andere EU-Länder klimafreundliche Energien aus Wind, Sonne und Co schneller ausbauen müssten. Nach EU-Zielvorgabe soll bis 2020 ein Fünftel der Energie für Strom, Wärme und Kälte aus erneuerbaren Quellen kommen. Deutschland und sieben andere Staaten hinken jedoch nach Darstellung der Rechnungsprüfer hinterher.

Diese Länder müssten noch zwei bis vier Prozentpunkte zulegen, um ihre Ziele für 2020 zu schaffen. Deutschland liege vor allem beim Heizen und Kühlen mit Erneuerbaren zurück. Sechs weitere Staaten werden ihre Ziele sogar absehbar verfehlen, darunter die Niederlande, Frankreich, Großbritannien und Polen.

Quelle: https://www.n-tv.de/wirtschaft/Konzerne-exportieren-Strom-fuer-Milliarden-article21087215.html

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Der PV Deckel muss weg

von pm-energy

25. März 2019 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Neuigkeiten, nicht kategorisiert, Photovoltaik, Politik, Wirtschaft

25. MÄRZ 2019 HANS-JOSEF FELL, EWG-PRÄSIDENT UND MITAUTOR EEG 2000

Zu den vielen Verschlechterungen im EEG, die seit 2009 über Jahre hinweg und unter den verschiedenen Regierungen von Kanzlerin Merkel eingeführt wurden, gehört auch der sogenannte PV Deckel von 52 Gigawatt. Danach soll nach dem EEG die Förderung von neuen Photovoltaik-Dach- und Freiflächenanlagen bis 750 Kilowatt, also die Zahlung von Einspeisevergütungen für PV-Neuanlagen beendet werden, sobald nach EEG geförderte Anlagen eine installierte Leistung von insgesamt 52 Gigawatt erreichen. Die Vergütung für bestehende Anlagen läuft natürlich für die vereinbarte Laufzeit von 20 Jahren weiter. Das Erreichen dieses Deckels wird im kommenden Jahr erwartet.

Im Prinzip kommt dieser EEG-Paragraphen der Abschaffung des EEG im Bereich der Dachanlagen gleich. Nur noch für Photovoltaik-Freiflächen wird es dann noch Einspeisevergütungen geben, sie werden aber über Ausschreibungen ermittelt und nicht mehr durch gesetzlich festgelegte Einspeisevergütungen.

Investitionen werden sich aus Gründen der Wirtschaftlichkeit dann nur noch auf die Deckung des Eigenbedarfs beschränken. Eine Vermarktung des Photovoltaik-Stromes über die Börse dürfte auf Grund des niedrigen Börsenstrompreises fast nicht in Frage kommen. Auch die Vermarktung von Solarstrom an Energieversorger und direkte Kunden wird sich für die kleinteilige Struktur der Dachanlagen kaum rentieren. Der Markt für Dachanlagen würde drastisch einbrechen.

Der in Deutschland fast nicht mehr stattfindende Klimaschutz aber braucht wesentlich mehr PV-Investition, statt weniger.

Deshalb hat der Berliner Energieforscher Volker Quaschning eine pfiffige Aktion ins Leben gerufen.

Er hat an den Bundeswirtschaftsminister Altmaier einen ausgedienten Klodeckel gesendet, mit der Aufschrift „DerPVDeckelmussweg“. (https://www.volker-quaschning.de/derpvdeckelmussweg/index.php)

Wenn viele andere seinem Beispiel folgen und Regierungs- und Bundestagspolitikern ähnliche beschriftete Deckel mit dem Begleitbrief zur Aufforderung der ersatzlosen Streichung des PV-Deckes senden, dann könnte das Eindruck machen.

Daher empfehle ich meinen Lesern, die Aktion von Volker Quaschning zu unterstützen und viele PVDeckelmussweg-Pakete samt Begleitbrief nach Berlin zu senden.

— Der Autor Hans-Josef Fell saß für die Grünen von 1998 bis 2013 im Deutschen Bundestag. Der Energieexperte war im Jahr 2000 Mitautor des EEG. Nun ist er Präsident der Energy Watch Group (EWG). Mehr zu seiner Arbeit finden Sie unter www.hans-josef-fell.de. —

Quelle: https://www.pv-magazine.de/2019/03/25/der-pv-deckel-muss-weg/

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Marktstammdatenregister – PV Anlagen online anmelden

von pm-energy

31. Januar 2019 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Neuigkeiten, Politik

31.01.2019

Zum 31. Januar 2019 geht das Marktstammdatenregister online. Über das Portal müssen dann Photovoltaikanlagen und Speicher registriert werden.
Die Meldung erfolgt durch den Betreiber oder eine bevollmächtigte Person, spätestens einen Monat nachdem die Anlage ans Netz geht oder erweitert wurde. Bereits gemeldete Anlagen werden aufgrund der Bestimmungen der DSGVO nicht in das MaStR übernommen. Eine Neuanmeldung innerhalb Zweijahresfrist ist erforderlich. Betreiber von Photovoltaikanlagen müssen sich in einem ersten Schritt zwingend persönlich registrieren. Dann können sie z. B. ihrem Installateur eine Vollmacht für den Eintrag der Stammdaten ausstellen. Dies geschieht, indem der Betreiber dem Bevollmächtigten die entsprechenden Rechte im Webformular zuweist. Weitere Informationen zum Marktstammdatenregister finden Sie hier.

Quelle: Newsletter Solarwatt

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Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung zieht sich aus der Kohlefinanzierung zurück

von pm-energy

14. Dezember 2018 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Konventionelle Energieträger, Neuigkeiten, Wirtschaft

Die Entwicklungsbank will künfig vor allem Erneuerbare-Energien-Projekte finanzieren. Kohlebergbau und -kraftwerke sowie die Ölförderung sind künftig tabu. Zudem will das Finanzinstitut bei der Prüfung potenzieller Investitionen die volkswirtschftlichen Kosten der Treibhausgas-Emissionen berücksichtigen. Keine Kohle mehr für die Kohle: Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung beendet ihre Geschäfte mit der Kohle- und Ölindustrie. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) zieht sich aus der Kohle zurück: Das Finanzinstitut wird künftig keine Bergbau- oder Kraftwerksprojekte mehr fördern. Stattdessen wird die EBRD ihr Engagement für die erneuerbaren Energien ausbauen. Nach eigenen Angaben hat die Bank in der Vergangenheit in einige der am wenigsten energieeffizientesten, schmutzigsten Projekte der Welt investiert – das sei ein guter Grund, jetzt einen „Reinigungsprozess“ einzuleiten. Die Entscheidung ist Teil einer neuen, auf fünf Jahre angelegten Dekarbonisierungsstrategie im Energiesektor. Zudem will die EBRD in Zukunft auch nicht mehr in die Ölförderung investieren. Ausnahmen sollen hier nur für einzelne Projekte gelten, in denen die Mittel der Bank zu einer Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen führen. Im Gassektor wird sich das Finanzinstitut aber weiter engagieren. Voraussetzung dafür ist, dass die Projekte dem Umstieg auf eine CO2-arme, sichere und wirtschaftliche Energieversorgung dienen. Mit Beginn kommenden Jahres wird die EBRD zudem bei der wirtschaftlichen Prüfung potenzieller Investitionsobjekte mit hohem Treibhausgas-Ausstoß auch externe Faktoren wie die volkswirtschaftlichen Kosten der klimaschädlichen Emissionen berücksichtigen. „Um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen und die Luftqualität zu verbessern, sind dringende und entschlossene Maßnahmen erforderlich“, sagt Nandita Parshad, EBRD-Geschäftsführerin für Energie und Natürliche Ressourcen. „Wir brauchen einen grundlegenden Wandel weg von Kohlenwasserstoffen hin zu saubereren Energiequellen. Das bedeutet die Elektrifizierung der Volkswirtschaften, einschließlich Industrie, Verkehr und Wärme – wobei der Strom überwiegend aus erneuerbaren Quellen stammt.“ Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung wurde 1991 gegründet, um den Aufbau der Marktwirtschaft in Mittel- und Osteuropa zu unterstützen. Die Anteilseigner der EBRD sind 65 Länder sowie die Europäische Union und die Europäische Investitionsbank. Heute ist die Bank in mehr als 30 Ländern aktiv, von Mitteleuropa bis Zentralasien sowie im südlichen und östlichen Mittelmeerraum. Als einzige unter den Entwicklungsbanken verfügt sie eigenen Angaben zufolge über ein politisches Mandat: Sie arbeitet nur in Ländern, die sich zu den Grundsätzen der Demokratie, des Pluralismus und der Marktwirtschaft bekennen. Quelle: www.pv-magazine.de / RALPH DIERMANN

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BEE: Kesseltausch bringt viel weniger als angenommen

von pm-energy

13. April 2018 | erstellt in Energieeffizienz, Energiewende, Erneuerbare Energien, Konventionelle Energieträger, Politik, Studie

Der Ersatz eines alten Heizkessels durch einen modernen Brennwertkessel spart deutlich weniger Energie und CO2 als vielfach angenommen, so das zentrale Ergebnis eines BEE-Gutachtens.

„Es ist keine wirksame Klimaschutzmaßnahme, lediglich einen älteren fossil befeuerten Kessel durch einen neueren auszutauschen“, sagt Carsten Pfeiffer, Leiter Strategie und Politik beim BEE. In der öffentlichen Diskussion werden häufig Einsparungen von bis zu 30% Energie und CO2 suggeriert, wenn alte Heizkessel durch neue mit Brennwerttechnik ersetzt werden.
Diese Behauptungen werden sowohl durch das vom Beratungsunternehmen Econsult erstellte Gutachten als auch durch Realbetrieb-Untersuchungen widerlegt. Dem Gutachten zu Folge variiert die Minderung stark in Abhängigkeit des zu ersetzenden Kessels; sie bewegt sich je nach Effizienz des alten Kessels zwischen zwei und 15%. Umgerechnet heißt das: Der neue Kessel stößt die gleiche Menge CO2 innerhalb von sieben Tagen aus, für die alte Kessel sechs Tage gebraucht haben. „Für das Klima macht dies am Ende keinen wirklichen Unterschied.“

Bleibt nur der Umstieg auf CO2-neutrale Heiztechnologie

Nach Einschätzung des BEE sorgt das Festhalten an fossil befeuerten Kesseln für ein hohes Lock-In-Risiko und stünde damit der Erreichung der mittel- und langfristigen Klimaschutzziele im Wege. Es sei höchste Zeit, auf CO2-freie und CO2-neutrale Heiztechnologien wie Solarthermie, Erdwärme, Holz, Biogas und weitere Grüne Gase umzusteigen. So würde zum Beispiel ein Kombisystem mit Holzpellets und Solarthermie oder Wärmepumpe und Solarthermie eine umfassende Dekarbonisierung ermöglichen. Dabei handelt es sich um bewährte Systeme, die mit moderner Technik maßgeblich zum Klimaschutz beitragen. Der Gebäudesektor trägt bislang zu wenig zur Dekarbonisierung bei. Der BEE ist der Ansicht, dass die nun vorliegenden wissenschaftlichen Ergebnisse große Relevanz haben für die Förderstrategie der Bundesregierung. „Die Arbeit der vorgesehenen Kommission im Gebäudesektor sollte ebenso wie die Umsetzung des Klimaschutzplans in ein Klimaschutzgesetz auf der Basis fundierter wissenschaftlicher Daten anstelle von Werbeversprechen basieren“, so Pfeiffer. Der BEE hatte in der Vergangenheit bereits wiederholt darauf hingewiesen, dass die Förderung rein fossil betriebener Heizungen und Klimaschutz nicht zusammenpassen. Das Gutachten zum Download:

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Berlin wehrt sich gegen Erleichterungen für Eigenverbraucher

von pm-energy

29. März 2018 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Kosten senken, Neuigkeiten, Photovoltaik, Politik, Solarenergie

Die Bundesregierung will mittelständische Eigenverbraucher weiterhin mit der Sonnensteuer belegen, während sie der Großindustrie üppige Nachlässe bei der Zahlung der EEG-Umlage gewährt.
28.03.2018 11:24 -Die Bundesregierung blockiert in Brüssel Verhandlungen über eine Vereinfachung der Regelungen für den Eigenverbrauch von Solarstrom. Berlin hat Angst, dass dann die Sonnensteuer wegfallen muss.
Die Bundesregierung lehnt Erleichterungen für den Eigenverbrauch von Solarstrom ab. Das geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine entsprechende Anfrage der Abgeordneten von B90/Grüne, Julia Verlinden, hervor. Damit blockiert auch die neue Bundesregierung nicht nur die Energiewende in Deutschland, sondern auch in Europa. Denn das Europäische Parlament hatte den Vorschlag gemacht, in der gesamten EU den Eigenverbrauch von Solarstrom zu vereinfachen. Ohne diskriminierende oder unverhältnismäßige Verfahren und Gebühren soll jeder seinen selbst produzierten Strom verbrauchen dürfen. Die Parlamentarier in Straßbourg gehen sogar noch weiter. Jeder solle seinen überschüssigen Strom sogar ohne bürokratische Hürden und Sonderkosten an Dritte über einen Stromliefervertrag verkaufen dürfen.

Regierung sieht EEG-Umlage bedroht

Berlin lehnt ein solches Ansinnen rigoros ab. „Die Bundesregierung spricht sich gegen das Verbot von Steuern, Umlagen und Abgaben aus, die nicht kostenorientiert (‚cost-reflective‘) sind“, schreibt Staatssekretär Rainer Baake im Auftrag des Bundeswirtschaftsministers. „Unter dieses Verbot könnte insbesondere die EEG-Umlage fallen. Es ist aus Sicht der Bundesregierung für die Finanzierung der Energiewende wichtig, dass jeder einen angemessenen Beitrag zur Finanzierung des Gesamtsystems leistet.“ Für Verlinden ist das ein ganz klares Indiz, dass die Bundesregierung der Bürgerenergie weiter Steine in den Weg rollen will. „Das ist ein Schlag ins Gesicht für die vielen engagierten Bürger, ohne die die Energiewende im Stromsektor niemals so erfolgreich gewesen wäre“, kritisiert sie die Blockadehaltung der Bundesregierung bei den Verhandlungen in Brüssel. (su) Quelle: https://www.photovoltaik.eu/gentner.dll/PL_110949_813525

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Photovoltaik und Onshore-Wind günstigste Technologien in Deutschland?

von pm-energy

26. März 2018 | erstellt in Energieeffizienz, Energiewende, Erneuerbare Energien, Konventionelle Energieträger, Kosten senken, Photovoltaik, Windkraft

Diese Frage beantwortet das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE mit einem deutlichen "Ja". Das zeigt die jüngste Studie zu den Gestehungskosten für Strom aus erneuerbaren Energien. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE haben jetzt die vierte Auflage ihrer Studie zu den Gestehungskosten für Strom aus erneuerbaren Energien vorgelegt. Darin analysieren sie die aktuellen Kosten und prognostizieren die weitere Entwicklung auf Basis von technologiespezifischen Lernraten und Marktszenarien bis zum Jahr 2035. "Die Kostenprognosen der Vorgängerstudien haben sich bestätigt. Die Gestehungskosten für Strom aus erneuerbaren Energien sinken kontinuierlich und sind kein Hindernis für eine CO₂-freie Stromerzeugung mehr. Neu errichtete Photovoltaik-Anlagen und Onshore-Windenergieanlagen an günstigen Standorten sind bereits heute günstiger als fossile Kraftwerke, und dieser Trend wird sich bis 2035 deutlich verstärken", so Projektleiter Dr. Christoph Kost. Die immer bessere Wettbewerbsposition der erneuerbaren Energien führe zu neuen Anwendungen und stark wachsenden Märkten, die nicht mehr auf Förderung angewiesen sind. Die Volllaststunden der konventionellen Kraftwerke sinken durch einen höheren Anteil der Erneuerbaren dagegen weiter, was ihre Kosten in die Höhe treibt. Hinzu kommen steigende Brennstoff- und CO2-Zertifikatspreise. "Es ist davon auszugehen, dass nicht unbedingt die günstigste konventionelle Erzeugungsform am Markt bestehen wird, um die fluktuierenden Erneuerbaren zu ergänzen, sondern diejenige, die eine hohe Flexibilität in Bezug auf Anfahr- und Abfahrvariabilität aufweisen kann, also vorzugsweise Kraftwerke basierend auf Erdgas", so Dr. Christoph Kost. PV-Anlagen am günstigsten Die Fraunhofer-Studie greift aktuelle Trends in Technologie- und Kostenentwicklungen auf, wie die Photovoltaik-Eigenstromversorgung, steigende Volllaststunden für Windenergieanlagen (WEA) und neue Finanzierungsparameter. Die Technologieentwicklungen bei der Photovoltaik führen zu starken Kostensenkungen, so dass sie unter allen Kraftwerkstypen im Mittel die kostengünstigste Technologie in Deutschland ist. Aktuell erzielen PV-Anlagen je nach Anlagentyp und Globalstrahlung – sie liegt in Deutschland zwischen 950 und 1.300 kWh/(m²a) – Stromgestehungskosten zwischen 3,71 und 11,54 €Cent/kWh. Die spezifischen Anlagenkosten liegen je nach Anlagentyp bei 600 bis 1.400 Euro/kWp. Beim Windstrom führten sinkende Anlagekosten und steigende Volllaststunden zu den niedrigen Gestehungskosten von 3,99 bis 8,23 €Cent/kWh, was sie zur zweitgünstigsten Erzeugungstechnologie macht. An guten Standorten produzieren Onshore-Windenergieanlagen zu geringeren Kosten als neue Kohle- oder Gas- und Dampfturbinenkraftwerke-Kraftwerke. Trotz höherer durchschnittlicher Volllaststunden von bis zu 4.500 Stunden/Jahr sind Offshore-Windenergieanlagen mit knapp 7,49 bis 13,79 €Cent/kWh deutlich teurer, was an den höheren Installations-, Betriebs- und Finanzierungskosten liegt (3.100 bis 4.700 Euro/kW). Für konventionelle Kraftwerke ergeben sich unter den derzeitigen Bedingungen auf dem Strommarkt mit den jeweiligen Volllaststunden sowie Brennstoff- und CO₂-Zertifikatspreisen folgende Stromgestehungskosten: 2018 errichtete Braunkohlekraftwerke können Gestehungskosten von 4,59 bis 7,98 €Cent/kWh für die gewählten Betriebsparameter (mit einem heute sehr niedrigen CO₂-Preis und stark ansteigenden CO₂-Preis) ausweisen. Es folgen große Steinkohlekraftwerke (6,27 bis 9,86 €Cent/kWh) und Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerke (7,78 bis 9,96 €Cent/kWh). Gaskraftwerke sind mit 11,03 bis 21,94 €Cent/kWh deutlich teurer. Prognose bis 2035 Durch technologische Fortschritte werden PV-Freiflächenanlagen in Süddeutschland und Onshore-Windenergieanlagen an windreichen Standorten bis 2035 die durchschnittlichen Stromgestehungskosten aller fossilen Kraftwerke deutlich unterbieten. Ab 2030 fallen die Stromgestehungskosten für PV-Anlagen unter 4,7 Cent/kWh für Aufdachanlagen bzw. 2,41 €Cent/kWh für Freiflächenanlagen. Die spezifischen Anlagenkosten werden bis 2035 auf 350 bis 815 Euro/kWp sinken. Offshore-Anlagen haben noch ein starkes Kostenreduktionspotenzial und zugleich ist durch die technische Weiterentwicklung eine Steigerung der Volllaststunden zu erwarten. Bis 2035 werden sie je nach Standort und Windangebot mit 3,49 bis 10,07 €Cent/kWh vergleichbare Preise wie heutige PV-Kraftwerke erreichen. Quelle: www.haustec.de

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Kontrollbehörde lobt Sicherheitsdesign des MyReserve

von pm-energy

23. Januar 2018 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Neuigkeiten, news, Photovoltaik, SOLARWATT

SOLARWATT bietet Ihnen das beste Sicherheitskonzept für Heimspeicher. Bei der Prüfung für die CE-Kennzeichnung des MyReserve wurde unser  Sicherheitsdesign von der deutschen Marktüberwachungsbehörde besonders hervorgehoben. Insbesondere die Vorgehensweise, Updates über einen speziellen Stick vom Installateur aufzuspielen, wurde positiv erwähnt. MyReserve kann deshalb anders als herkömmliche Heimspeicher nicht über das Internet angegriffen und gehackt werden. Gerade im Hinblick auf die aktuelle Diskussion über IT-Sicherheitslücken von Prozessoren zeigt sich, dass dieser Ansatz richtig ist. Denn alle Geräte mit Prozessoren und Interneteingang wie PCs, Smartphones oder eben Batteriespeicher sind jetzt angreifbar. Im Gegensatz dazu ist der MyReserve sicher. Quelle: Solarwatt-Newsletter

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...immer wieder neue Mitarbeiter*innen.

Derzeit: