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“EnEV und EEG abschaffen”: Was die Parteien nach der Bundestagswahl planen

von pm-energy

1. September 2017 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Konventionelle Energieträger, Politik, Wärmeenergie, Wirtschaft

Der Bundestagswahlkampf ist in der heißen Phase. Doch was planen die großen Parteien im Energie- und Wärmebereich? Wir präsentieren Ihnen die wichtigsten Thesen aus den Wahlprogrammen. Im aktuellen Bundestagswahlkampf stehen vor allem die Themen Beschäftigung, Familien, Bildung, Renten, innere Sicherheit und Zuwanderung im Mittelpunkt. Doch wie welche Pläne und Positionen verfolgen die Parteien zur Energie- und Wärmeversorgungspolitik? Wir haben die Programme der sechs Parteien analysiert, die die größten Chancen haben, in den Deutschen Bundestag einzuziehen. Bei den folgenden Textpassagen handelt es sich überwiegend um wörtliche Zitate aus den Wahlprogrammen.

CDU/CSU Im nur 76-seitigen Wahlprogramm der CDU / CDU werden unter den Überschriften „Energiewende soll zum Erfolg führen“ und „Klimaschutz ist Zukunftsschutz“ u. a. folgende Kernthesen formuliert: Die Energiewende muss marktwirtschaftlich organisiert werden. Dabei sind wir seit 2013 einen großen Schritt vorangekommen. Wir halten an unseren bestehenden Energie- und Klimazielen fest und setzen sie Schritt für Schritt um. Dies gilt auch für den 2016 beschlossenen Klimaschutzplan. Wir lehnen dirigistische staatliche Eingriffe in diesem Bereich ab und setzen stattdessen auf marktwirtschaftliche Instrumente. Damit das Klima Zukunft hat. Deutschland braucht eine langfristig sichere, bezahlbare und saubere Energieversorgung. Der Ausstieg aus der Kernenergienutzung zur Energieerzeugung wird wie vorgesehen bis 2023 abgeschlossen sein. Der Umbau der Energieversorgung auf erneuerbare Energien ist in dieser Legislaturperiode erheblich vorangekommen. Wir haben einen verbindlichen Ausbaupfad geschaffen, der allen Beteiligten Planungssicherheit gibt. Durch die marktwirtschaftliche Umgestaltung des Fördersystems sind die Ausbaukosten für Wind auf hoher See, Wind an Land und für Photovoltaik-Anlagen drastisch gesunken. Die EEG-Umlage haben wir stabilisiert, energieintensive Unternehmen entlastet, den Strommarkt neu geordnet und die Voraussetzungen für den Ausbau der großen Übertragungsnetze bis 2023 geschaffen. Strom muss langfristig bezahlbar bleiben für alle Unternehmen und Betriebe sowie privaten Verbraucher. Dafür setzen wir die marktwirtschaftliche Heranführung und Systemintegration der erneuerbaren Stromerzeugung Deutschland muss eine einheitliche Strompreiszone bleiben. Der beschleunigte Netzausbau und die Beseitigung von Engpässen haben für uns oberste Priorität. Dadurch reduzieren wir in erheblichem Umfang Kosten. Es dürfen keine Nachteile für Grundstückseigentümer, Investitionen und Arbeitsplätze entstehen. Moderne Stromspeichertechnologien sind für den Erfolg der Energiewende von großer Bedeutung. Unsere Anstrengungen bei der Forschung und bei der Förderung setzen wir fort. Deutschland soll wieder Standort für eine Batteriezellproduktion werden. Neben dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien wollen wir die Sektorenkopplung weiterentwickeln: Die Steuerung von Produktion und Nachfrage sowie die Verknüpfung der Stromerzeugung mit Bereichen wie Verkehr, Gebäude und Wärme gewinnen zunehmend an Bedeutung. Dadurch lassen sich Kosten wirksam begrenzen und die Versorgungssicherheit weiter erhöhen. SPD Auch bei der SPD beschränken sich die Ausführungen zum Themenbereich Energie, Energiewende, Wärmeversorgung auf nur wenige Passagen im 116-seitigen Wahlprogramm. Dazu gehören insbesondere folgende Kernthesen unterhalb von zwei Themenblöcken. Energiewende vollenden: Energie muss umweltfreundlich und bezahlbar sein. Gleichzeitig muss die verlässliche Versorgung gesichert bleiben. Das sind für uns drei gleichrangige Ziele der Energiewende. Es ist eine Frage der Gerechtigkeit, dass wir erneuerbare Energien weiter ausbauen. Erneuerbare Energien aus Windkraft (Off- und Onshore) und Sonnenenergie sind langfristig die kostengünstigste Form der Energieerzeugung. Sie machen uns unabhängig von Öl, Erdgas und Uran aus Konfliktregionen. Sie tragen zur lokalen Wertschöpfung bei und zu einem fairen Energiemarkt. Damit die Energiewende erfolgreich fortgeführt werden kann, müssen die verschiedenen Energiesektoren stärker verbunden werden. Bisher findet die Energiewende hauptsächlich im Stromsektor statt. Durch Sektorenkopplung soll die Energiewende noch stärker in den Wärme- und Verkehrssektor getragen werden. Speicher und andere Technologien für die Sektorenkopplung sowie die Flexibilisierung und die Digitalisierung der Energiewende wollen wir gezielt durch technologieoffene gesetzliche Rahmenbedingungen sowie durch Forschungs- und Entwicklungsprogramme voranbringen. Der zügige Netzausbau auf Verteil- und Übertragungsnetzebene ist für das Gelingen der Energiewende von entscheidender Bedeutung. Bestehende Stromleitungen sollen mit Hilfe neuer Technologien besser ausgelastet werden. Maßnahmen zur Energieeffizienz ausbauen: Wir werden Deutschland zur energieeffizientesten Volkswirtschaft der Welt machen. Wir wollen insbesondere den öffentlichen Gebäudebestand und den öffentlichen Nahverkehr zu Vorbildern des nachhaltigen und energieeffizienten Verbrauchs entwickeln. Energieeffizienzstandards von Produkten und Dienstleistungen werden wir weiter verbessern. Spätestens 2050 müssen wir Energie weitestgehend treibhausgasneutral erzeugen. Wir stellen dabei sicher, dass Deutschlands Industrie international wettbewerbsfähig bleibt. Den europäischen Emissionshandel werden wir so weiterentwickeln, dass er seine Funktion als zentrales Klimaschutzinstrument erfüllen kann… Die vollständige Energiewende gelingt nur, wenn auf dem Weg dorthin konventionelle Energieträger den Ausbau der erneuerbaren Energien ergänzen. Erdgas, erneuerbares Gas aus Power-To-Gas-Anlagen und die bestehende Gasnetzinfrastruktur werden im Energiemix für eine flexible, sichere und CO2-arme Energieerzeugung immer bedeutender. Moderne Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung werden eine wichtige Rolle im Energiesystem übernehmen. Wir werden sie deshalb entsprechend fördern. Wir wollen, dass alle Menschen an der Rendite der Energiewende teilhaben. Deswegen sind Mieterstrommodelle für uns so wichtig. Mieterinnen und Mieter sollen von der Einspeisung regenerativer Energien und einer eigenen Stromerzeugung finanziell profitieren. Wir werden Hausbesitzern weiterhin dabei unterstützen, ihre Gebäude auf wirtschaftliche Weise energetisch zu sanieren und mit erneuerbaren Energien zu versorgen. Wir werden gleichzeitig darauf achten, dass Wohnen für Mieterinnen und Mieter bezahlbar bleibt. Sinkende Börsenstrompreise und Einkaufspreise der Gasversorger müssen bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommen. Wir wollen alternative Finanzierungsmodelle der Energiewende prüfen. Wir werden Bürger-Energiegenossenschaften fördern. Die Grünen Die ehrgeizigsten Ziele mit vergleichsweise kurzen Fristen vertreten Die Grünen in ihrem 248 Seiten dicken Bundestagswahlprogramm. Zu den Kernthesen gehören: Bis zum Jahr 2030 wollen wir unseren Strombedarf vollständig aus erneuerbaren Energien decken, wozu auch der „Kohleausstiegsfahrplan“ verwendet wird. Dazu werden wir die Obergrenzen für den Ausbau erneuerbarer Energien abschaffen und das Strommarktdesign sowie das komplizierte Abgabensystem auf Energie zugunsten der erneuerbaren Energien und der Speichernutzung novellieren. Bis zum Jahr 2050 soll die Energieversorgung auch für Gebäude, Mobilität und Prozesswärme in der Industrie ausschließlich aus erneuerbaren Energien erfolgen. Darum steigen wir zügig in die Verbindung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität ein und nutzen sinnvolle Möglichkeiten der Elektrifizierung. Die Energiewende im Wärmebereich muss vorankommen. Bei den Gebäuden müssen wir Energie einsparen und die erneuerbaren Energien ausbauen. Der Umstieg auf klimaschonende Wärme gelingt nur, wenn Wohnen und Heizen bezahlbar bleiben. Die beste Kilowattstunde ist die, die nicht verbraucht wird. Wir wollen eine Effizienzrevolution einleiten. Darum legen wir ein Energiespargesetz vor, das ambitionierte, aber realistische Vorgaben macht. Insbesondere in der Industrie gibt es noch viele Einsparpotenziale. Mit konkreten Fördermaßnahmen zum Energiesparen sowie mit unserem Programm „Faire Wärme“ greifen wir dabei auch den Privathaushalten unter die Arme. Mit mindestens zwei Milliarden Euro jährlich soll die Nutzung erneuerbarer Wärme im Gebäudebestand vorangebracht und die energetische Modernisierung von Häusern und ganzen Stadtvierteln gefördert werden. Auch die Nahwärmenetze und Abwärmenutzung sollen ausgebaut werden. Die von der EU geforderten Vorgaben für energieeffiziente Gebäude wollen wir so ausgestalten, dass neue Gebäude nur noch sehr wenig Energie verbrauchen und hauptsächlich erneuerbar beheizt werden. Stromsparchecks und Energieberatung sollen Standard werden. Wir minimieren die Umlage von Modernisierungskosten und führen ein neues Klimawohngeld ein. Wir unterstützen Städte und Gemeinden bei der nachhaltigen Wärmeversorgung mit 400 Millionen Euro für 10.000 Wärmespeicher. Mit „Mieterstrom“ vom Dach profitieren auch Mieter von der Energiewende. Nachhaltigkeit bei Energie, Baustoffen und Kosten muss durch die Betrachtung des Lebenszyklus unserer Häuser künftig Standard sein und schafft Arbeitsplätze bei Handwerkern vor Ort. Wir beenden die Ära des fossilen Verbrennungsmotors mit klaren ökologischen Leitplanken. Wir wollen ab 2030 nur noch abgasfreie Autos neu zulassen und schaffen dafür entsprechend die steuerlichen, fiskalischen und infrastrukturellen Voraussetzungen für die emissionsfreie Mobilität der Zukunft. FDP Die FDP rechnet in ihrem 158-seitigen Wahlprogramm radikal mit der Vorgehensweise der Bundesregierung ab. Zu den Kernthesen der Liberalen gehören: Eine Politik, die rechnen kann, bringt das Wünschenswerte mit dem Machbaren in Einklang. Die Energiewende ist das genaue Gegenbeispiel dazu: Das Wünschenswerte wird ohne Rücksicht auf das Machbare verfolgt, ohne dass es dabei erreicht würde. Wagen wir also einen Neustart bei der Energiewende. Wir wollen die Energiewende zu einem gesamteuropäischen Projekt machen, in dessen Zentrum die Ziele Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltschutz stehen. Für den Wettbewerb neuer Technologien Wir wollen, dass Energiepolitik nicht zur Verbotspolitik wird. Heute werden den Menschen die Ziele der Energiepolitik mit immer neuen Vorschriften, Subventionen und Zwangsabgaben aufgezwungen. Wir wollen marktwirtschaftliche Anreize und keine Verzichts- und Verbotsideologie mit staatlicher Gängelung. Niemand kann heute sagen, wie die Energieversorgung in 50 Jahren aussehen wird. Daher lehnen wir langfristige Pläne, mit denen für jeden Wirtschaftssektor spezifische Emissionsziele mittels restriktiver Vorgaben umgesetzt werden sollen, grundsätzlich ab. Wir setzen uns für einen vielfältigen Energiemix ein und stehen neuen Technologien dabei offen gegenüber, auch wenn auf fossile Energieträger auf absehbare Zeit nicht verzichtet werden kann. Das Tempo beim Zubau der erneuerbaren Energien muss mit dem Ausbaustand der Übertragungsnetze, der Power-to-X-Technologie und Verteilnetze in einem zusammenwachsenden europäischen Energiebinnenmarkt sowie der Entwicklung von Speicher- und Steuerungstechniken zusammenpassen. Deshalb wollen wir das Dauersubventionssystem des EEG mit Einspeisevorrang und -vergütung beenden. Anlagen mit Förderzusage genießen Bestandsschutz. Heute macht die Stromsteuer einen erheblichen Anteil des Strompreises aus. Wir wollen die Stromverbraucher entlasten und deshalb die Stromsteuer auf das europäische Mindestniveau absenken. Die Stromsteuer sollte das Klima schützen und die Rente finanzieren. Beides hat sich als Illusion erwiesen… Wir wollen die Potenziale der energietechnischen und energiewirtschaftlichen Verknüpfung von Strom, Wärme, Mobilität und Rohstoffen sowie deren Infrastrukturen („Sektorkopplung“) bei der Reduzierung von Treibhausgasemissionen marktwirtschaftlich nutzen. Wir lehnen eine planwirtschaftliche Umsetzung durch die Bundesregierung ab. Denn wir sehen in staatlicher Investitionslenkung, wie z. B. der zwangsweisen Einführung von Elektroautos durch ein Verbot von Verbrennungsmotoren, keine geeignete Klimaschutzstrategie. Auch die Digitalisierung im Energiemarkt muss mit marktwirtschaftlichen Prinzipien statt staatlichem Zwang vorangetrieben werden. Intelligente Stromzähler sind derzeit Voraussetzung für lastabhängige Stromtarife. Sie helfen, Angebot und Nachfrage besser zu steuern, und ermöglichen zugleich Kosteneinsparungen bei den Kunden. Bei der Einführung intelligenter Stromzähler sind hohe Datenschutzstandards strikt zu beachten. Nationale Alleingänge wie den Klimaschutzplan 2050 lehnen wir ab. Er schreibt für einzelne Sektoren in Deutschland konkrete Einsparziele vor, ohne einen wesentlichen Klimaeffekt zu haben. Damit verteuert er das Leben der Menschen und gefährdet Arbeitsplätze. Mit solcher planwirtschaftlichen Bevormundung nehmen wir uns die notwendige Offenheit für den technischen Fortschritt. Zudem sind gemeinsame europäische Klimaziele festgelegt. Das heißt, dass jede Tonne in Deutschland zusätzlich gespartes CO2 in anderen europäischen Ländern zusätzlich ausgestoßen werden kann. Alleingänge Deutschlands in der Klimapolitik sind also ökologisch wirkungslos. Daher müssen die Klimaziele Deutschlands wieder an die gemeinsamen europäischen Ziele angeglichen werden. Die Linke Im 144-seitigen Wahlprogramm der Linken finden sich viele, z. T. relativ detaillierte Ausführungen rund die Themenbereiche Energie-, Wärme- und Strom-Versorgung. Zu den Kernthesen gehören: Strom- und Wärmenetze müssen in die öffentliche Hand überführt und demokratisch kontrolliert werden. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in seinen zentralen Säulen – vorrangige Einspeisung von Ökostrom, garantierte kostenorientierte Vergütungssätze – ist von der Bundesregierung durch ein System vom Marktprämien und Ausschreibungen zu großen Teilen zerstört worden. Wir wollen eine strukturelle Reform des EEG mit sozialen Komponenten Wir wollen den Ökostromanteil auf 43 Prozent bis zum Jahr 2020, 70 Prozent bis 2030 und auf 100 Prozent bis 2040 erhöhen. Nationales Kohleausstiegsgesetz mit folgenden Eckpunkten: Der schrittweise Kohleausstieg beginnt 2018. Spätestens 2035 muss der letzte Kohlemeiler vom Netz gehen. Um die Energiewende voranzubringen, wollen wir die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Hauseigentümer, Mietervereinigungen, Betriebe und Kommunen verbessern, die ihre Energieversorgung in die eigene Hand nehmen wollen. Den Einsatz von Blockheizkraftwerken (BHKW) und anderen Formen der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) als hocheffiziente Brückentechnologie wollen wir besser fördern, um ihren Anteil bis 2020 auf 25 Prozent an der Bruttostromerzeugung zu erhöhen. Für den durchschnittlichen Verbrauch von elektrischem Strom, Wasser und Heizenergie werden preisgünstige Sockeltarife geschaffen. Diese decken einen Teil des durchschnittlichen Verbrauchs ab. Was über den durchschnittlichen Verbrauch hinausgeht, wird teurer. Darin sehen wir ein Instrument, mit elektrischem Strom, Heizenergie und Wasser sparsamer umzugehen. Gleichzeitig werden einkommensschwache Haushalte entlastet. Die Strompreise müssen stärker überwacht und sozial gerechter ausgerichtet werden. Wir wollen ein bundeseinheitliches Netzentgelt über alle Spannungsebenen einführen. Die Stromsteuer für private Verbraucher wollen wir senken. Für zusätzliche Entlastungen wollen wir einen Energiewendefonds auflegen… Außerdem wollen wir Rabatte bei der EEG-Umlage für energieintensive Industrien abschaffen. Die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden darf nicht zu höheren Warmmieten oder gar Verdrängung führen. Wir fordern darum ein stärkeres Engagement der öffentlichen Hand, um hier die Kosten für Mieter zu begrenzen. Um den Altbaubestand bis 2050 nahezu vollständig energetisch zu sanieren, muss sich die Sanierungsrate von derzeit 1,1 Prozent auf zwei Prozent im Jahr verdoppeln. Dazu sollen ein verbindlicher Plan erstellt und die Förderprogramme für energetische Gebäudesanierung deutlich und dauerhaft erhöht werden. Bei der Wärmedämmung werden vorrangig die Maßnahmen gefördert, bei denen umweltfreundliche Dämmstoffe verwendet werden. Der verpflichtende Anteil erneuerbarer Energien an der Wärmeversorgung für Neubauten muss schrittweise gesteigert und bei grundlegenden Sanierungen auch auf den Gebäudebestand ausgeweitet werden. Der regenerative Wärmeanteil in Deutschland soll 2020 mindestens 20 Prozent betragen. Am preiswertesten und umweltfreundlichsten ist immer noch die Kilowattstunde, die erst gar nicht bereitgestellt werden muss. Effizienzpolitik braucht nicht nur Fördermittel, sondern auch Gesetze und Verordnungen, die Mindeststandards für den Energieverbrauch von Produkten, Produktionsweisen und Gebäuden (auch im Bestand) vorgeben. AfD Die AfD nutzt einige Textstellen ihres 76-seitigen Wahlprogramms für Statements und konkrete Forderungen zum Themenbereich Energie. Zu den Kernthesen gehören u. a.: Deutschland hat Strompreise, die mit jedem Zubau weiterer Wind- und Sonnenstromanlagen und dem Netzausbau zwangsläufig weiter steigen. Der mit staatlicher Planwirtschaft erzeugte Ökostrom hatte im Jahr 2015 einen Marktwert von 3,3 Milliarden Euro. Zusammen mit den EEG-Subventionen kostete dieser Ökostrom die Verbraucher 27,5 Milliarden Euro (Quelle: BMWi). Diese Subventionen fließen zu den Profiteuren der Energiewende und belasten jeden Vierpersonenhaushalt bis 2025 mit jeweils 25.000 Euro. Damit findet eine Umverteilung von unten nach oben statt. Die volkswirtschaftlichen Mehrkosten der geplanten Energiewende allein im Strombereich werden bis 2050 zusammen mehrere Billionen Euro betragen. Die naturgesetzlich, technisch und wirtschaftlich bedingten und daher vorhersehbaren Probleme der Energiewende wie weiter steigende Preise, gefährdete Netzstabilität, zunehmendes Risiko für Stromausfälle und fehlende Großspeicher, bleiben ungelöst. Die AfD fordert deshalb, das EEG ersatzlos zu streichen. Solange das EEG noch nicht abgeschafft ist, sollen u. a. keine EE-Anlagen in Wäldern und Schutzgebieten errichtet werden. Die ständige Verschärfung von Verordnungen und Gesetzen im Wärmesektor, wie die Energieeinspar-Verordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zur Dämmung und Heizung, führt zu stark steigenden Bau- und Rückbaukosten und entsprechend hohen Mieten, die die unteren Einkommensgruppen besonders hart treffen. Die AfD fordert deshalb, die EnEV und das EEWärmeG abzuschaffen. Das Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2050 die CO2-Emissionen um 80 bis 95 Prozent zu senken. Die Sektoren Mobilität und Wärme sollen durch Umstellung auf Ökostrom ebenfalls emissionsfrei werden. Dies erfordert einen Ausbau der Windenergieanlagen in einem Ausmaß und mit einer Geschwindigkeit, die Wirtschaft und Bürger überfordern. Die bestehenden Kernkraftwerke wollen wir deshalb nicht vor Ende ihrer Nutzungsdauer außer Betrieb nehmen. Auch auf die Nutzung moderner Gas- und Kohlekraftwerke wird Deutschland auf absehbare Zeit nicht verzichten können. Die Aussagen des Weltklimarats (IPCC), dass Klimaänderungen vorwiegend menschengemacht seien, sind aus Sicht der AfD wissenschaftlich nicht gesichert. Mit dem Beitritt zum Pariser Abkommen und dem von der Bundesregierung erlassenen Klimaschutzplan 2050 hat Deutschland sich verpflichtet, für die sogenannte „Dekarbonisierung“ weitgehende Eingriffe in unsere Wirtschaft und Gesellschaft vorzunehmen. Wir wollen das Projekt der Dekarbonisierung über die „Große Transformation“ beenden und den Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung aufheben. Das Pariser Klimaabkommen vom 12.12.2015 ist zu kündigen. Deutschland soll aus allen staatlichen und privaten „Klimaschutz“-Organisationen austreten und ihnen jede Unterstützung entziehen. Quelle: Jürgen Wendnagel; weitere Infos und Quelle unter: https://www.haustec.de/management/enev-und-eeg-abschaffen-was-die-parteien-nach-der-bundestagswahl-planen?utm_campaign=NL20170901&utm_medium=newsletter&utm_source=haustec&utm_term=%22EnEV+und+EEG+abschaffen%22%3A+Was+die+Parteien+nach+der+Bundestagswahl+planen  

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China steigert Photovoltaik-Zubau 2016 auf 34,2 Gigawatt

von pm-energy

18. Januar 2017 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, news, Photovoltaik, Wirtschaft

17. Januar 2017 | Märkte und Trends, Topnews Die geschätzt 34 Gigawatt neu installierte Photovoltaik-Leistung sind weit mehr als Analysten vorhergesagt haben, und nahezu eine Verdopplung der installierten Photovoltaik-Leistung im Land. Nach Angaben von Chinas Nationaler Energiebehörde NEA sind in China im vergangenen Jahr Photovoltaik-Anlagen mit 34,2 Gigawatt Gesamtleistung neu installiert worden, wie die Vereinigung Asia Europe Clean Energy Advisory (AECEA) berichtet. Das ist deutlich mehr als Analysten vorhergesagt hatten. Bloomberg New Energy Finance (BNEF) schätzte zunächst den Photovoltaik-Zubau auf 26 bis 27 Gigawatt für das vergangene Jahr. Jenny Chase, BNEF-Chefanalystin für Solar, verweist darauf, dass viele Entwickler ihre Projekte wegen der Einführung eines landesweiten Systems von Quoten auf Provinzebene pro Jahr noch vorgezogen haben. „Wir rechnen damit, dass sie noch gebaut haben, um die ersten für die Ouoten 2017 zu sein“, sagt Chase auf Nachfrage von pv magazine. Sie weist zudem daraufhin, dass ein erheblicher Teil der Photovoltaik-Anlagen, die dem Zubau 2016 zugerechnet werden, bereits 2015 installiert und im vergangenen Jahr ans Netz angeschlossen worden seien. Die von NEA veröffentlichten Zubauzahlen sind nochmals drei Gigawatt höher als die Prognose, die Mercom Capital für China im Laufe des vergangenen Jahres veröffentlichte. Wahrscheinlich müssen einige Analysten ihre 2016 Installationszahlen nach dieser Veröffentlichung überarbeiten. Bereits Ende 2015 hatte China Deutschland bei der installierten Photovoltaik-Leistung mit 43,2 Gigawatt überholt. Mit dem Zubau 2016 steigt die installierte Kapazität AECEA zufolge auf 77,4 Gigawatt. Damit bleiben weniger als 30 Gigawatt um das neue Zubauziel von 105 Gigawatt bis 2020 zu erfüllen. Noch scheint das Land aber keine Pause beim Photovoltaik-Zubau einlegen zu wollen. AECEA zufolge hat es im November, Dezember und den ersten zwei Januarwochen zunehmende Projektentwicklungsaktivitäten gegeben. Die Vereinigung schätzt daher, dass 20 Gigawatt neu installierte Photovoltaik-Leistung im ersten Halbjahr „machbar“ sei. Allerdings habe China einige Schwierigkeiten, all die Photovoltaik-Projekte in das bestehende Netz zu integrieren. Ein hohes Maß an Problemen dieser Art würden aus den Provinzen im Westen Chinas gemeldet. Die nationale Politik will daher nun auch neue Photovoltaik-Anlagen näher an den Verbraucherzentren entlang der Ostküste bevorzugen. (Christian Roselund/übersetzt und bearbeitet von Sandra Enkhardt) Quelle: pv magazine 18.01.2017 read more

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Solarstrom für Gewerbebetriebe wieder attraktiv

von pm-energy

6. Januar 2017 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Kosten senken, Neuigkeiten, news, Photovoltaik, Solarenergie, Wirtschaft

EEG 2017: Für eine Vielzahl an Gewerbebetrieben lohnt es sich wieder, in die Errichtung einer eigenen Solarstromanlage zu investieren. Das trifft auch auf Eigenheimbesitzer zu.

Mit Inkrafttreten des EEG 2017 zum Jahresbeginn wird zwar die Förderung großer Photovoltaikanlagen nur noch über Auktionen vergeben. Der überwiegende Teil privater und gewerblicher Investoren ist davon jedoch nicht betroffen. Für sie wird die Anschaffung eines eigenen Solar- und Speichersystems 2017 zum Teil sogar noch attraktiver, teilt der Bundesverband Solarwirtschaft e. V. (BSW-Solar) mit. Nur Solaranlagen mit einer Größe ab 750 Kilowatt - im eher industriellen Maßstab - sind von der neuen gesetzlichen Regelung betroffen und müssen künftig in eine Ausschreibung.

Errichtung eines Solar- und Speichersystems prüfen

"Während die Stromtarife in den letzten Jahren schmerzlich gestiegen sind, haben gesunkene Anschaffungs- und Finanzierungskosten bei der Photovoltaik dazu geführt, dass sich die Sonnenstromernte vom eigenen Dach in der Regel bereits nach wenigen Jahren bezahlt macht. Solarstrom vom Eigenheim- oder Gewerbedach ist oft nur noch halb so teuer wie vom Stromversorger," erläutert Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. Der Verband empfiehlt Besitzern unverschatteter Dachflächen deshalb, in den nächsten Wochen die Errichtung eines neuen Solar- und Speichersystems ernsthaft zu prüfen. Nach Angaben des BSW-Solar ist die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen auf Gebäuden in den letzten Monaten spürbar gestiegen. Die Interessenvertretung der Solar- und Speicheranbieter ist zuversichtlich, dass sich dieser Trend 2017 verstärken wird. Auch die Nachfrage nach Solarstromspeichern werde weiter anziehen.

Solarstrom auch in den Abendstunden nutzen

Bald jede zweite neue Solarstromanlage wurde nach BSW-Angaben im letzten Jahr bereits zusammen mit einem stationären Batteriespeicher installiert. Heimspeicher ermöglichen es, selbst erzeugten Solarstrom auch in den Abendstunden zu nutzen und je nach Nutzerprofil und Anlagenauslegung die solare Selbstversorgungsquote auf 60 Prozent und mehr zu verdoppeln oder gar zu verdreifachen. Nach Verbandsangaben sind inzwischen bereits 1,6 Millionen Solarstromanlagen und über 50.000 stationäre Solarstromspeicher in Deutschland in Betrieb. Solarstrom, der nicht vor Ort benötigt und nicht gespeichert wird, fließt ins öffentliche Netz und wird Eigenheimbesitzern mit aktuell gut zwölf Cent pro Kilowattstunde vergütet. Auch nach dem EEG 2017 wird dieser Tarif für die nächsten 20 Jahre garantiert. Für größere Solarstromanlagen sind die Vergütungssätze etwas niedriger, da die Anschaffungskosten mit zunehmender Anlagengröße sinken. Weitere Informationen gibt es unter www.solarwirtschaft.de.

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Bill Gates und Co. stecken eine Milliarde Dollar in die Energiewende

von pm-energy

13. Dezember 2016 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, news, Wirtschaft

Kampf gegen den Klimawandel: Jeff Bezos, Richard Branson und andere Unternehmer gründen einen Fonds, der Lösungen der sauberen Energiegewinnung finanzieren soll.

Der von Microsoft-Gründer Bill Gates angekündigte Fonds zur Förderung von Energieinnovationen nimmt Formen an. Der "Breakthrough Energy Ventures Fund" will in den kommenden zwanzig Jahren mehr als eine Milliarde Dollar in Erneuerbare-Energie-Unternehmen investieren, berichten US-Medien wie TechCrunch. Die Liste der rund zwanzig Investoren liest sich wie das "Who is Who" der Weltwirtschaft. So konnte Bill Gates unter anderem Amazon-Chef Jeff Bezos, SAP-Mitgründer Hasso Plattner und Alibaba-Gründer Jack Ma für das Projekt gewinnen. Überdies dabei: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, Salesforce-Chef Marc Benioff sowie Virgin-Group-Chef Richard Branson. Das Vermögen der insgesamt zwanzig Investoren wird auf fast 170 Milliarden Dollar geschätzt. Der Fonds soll schon im kommenden Jahr erste Investitionen tätigen. Ziel sei es, Technologien zur Marktreife zu bringen, die die Treibhausgasemissionen senken. Als mögliche Bereiche nennt der Fonds die Förderung der Elektromobilität sowie neue Technologien in der Landwirtschaft. Gates hatte im vergangenen Jahr im Rahmen der Verhandlungen über ein neues Klimaschutzabkommen in Paris angekündigt, einen Teil seines Vermögens vermehrt auch in saubere Energien investieren zu wollen. msc

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Pilotanlage für Agrophotovoltaik eingeweiht

von pm-energy

20. September 2016 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Photovoltaik, Studie, Wirtschaft

Mit der Photovoltaik-Anlage in sieben Meter Höhe soll gezeigt werden, wie die Flächenkonkurrenz zwischen der Gewinnung von Solarstrom und dem Anbau von Kulturpflanzen entschärft werden kann. Das Bundesforschungsministerium fördert das Projekt an der Universität Hohenheim mit fast 600.000 Euro.

Am Bodensee ist am Wochenende ein Photovoltaik-Pilotprojekt eingeweiht worden, dass das Dilemma der Flächenkonkurrenz zwischen Solarstrom und Nahrungsmitteln lösen soll. Es soll zeigen, dass beides auf einmal geht – oben Solarmodule für die Photovoltaik-Anlage, unten der Anbau von Nutzpflanzen. Diese Form der Agrophotovoltaik soll nun wissenschaftlich mit dem Projekt der Universität Hohenheim erforscht werden, wie das Fraunhofer-ISE – das die Projektleitung hat - am Montag mitteilte. Das Bundesforschungsministerium unterstützt das Vorhaben mit knapp 600.000 Euro, an dem auch Baywa re und die Elektrizitätswerke Schönau beteiligt sind. „Flächenressourcen stehen nicht unbegrenzt zur Verfügung“, erklärt Prof. Dr. Petra Högy vom Fachgebiet Pflanzenökologie und Ökotoxikologie an der Universität Hohenheim. „Daher macht es Sinn, Flächen doppelt zu nutzen, also für die Nahrungsmittel- und für die Energieproduktion.“ Dabei müsse die Installation der Solarmodule und der Anbau der Pflanzen geschickt kombiniert werden, damit für beide optimale Ergebnisse erzielt werden könnten. Bei dem vorliegenden Fall kommen dafür bifaziale Solarmodule zum Einsatz, die in sieben Meter Höhe installiert wurden. Selbst ein Mähdrescher könne damit unter der Photovoltaik-Anlage durchfahren. Die Grundidee zur Agrophotovoltaik stamme bereits aus den 1980er Jahren vom Fraunhofer ISE. Als Praxispartner der Universität Hohenheim fungiert die Hofgemeinschaft Heggelbach, auf deren Gelände die Photovoltaik-Anlage installiert wurde. Es handele sich um einen Demeter-Betrieb. „Der ökologische Landbau ist also gar nicht so technikfeindlich, wie es dieser Wirtschaftsweise oft unterstellt wird“, erklärte Sabine Zikeli, Koordinatorin für Ökolandbau an der Universität Hohenheim. Die Wissenschaftler der Universität Hohenheim erwartet, dass die Pflanzenerträge etwas geringer ausfallen werden. Gleichzeitig würden aber erhebliche Mengen Solarstrom produziert, die ausreichten um etwa 62 Haushalte zu versorgen. Die Doppelnutzung der Flächen könnte somit neue Einkommensmöglichkeiten für Landwirte schaffen. In trockeneren und heißeren Regionen der Erde könnten Agorphotovoltaik-Anlagen zudem auch ein Vorteil für die Pflanzenproduktion sein, so die Erwartungen der Wissenschaftler. Rund 2,4 Hektar Versuchsfläche stünden nun zur Verfügung. Die Agrophotovoltaik-Anlage nehme rund 0,33 Hektar ein; die restliche Fläche diene als Referenzfläche. In den kommenden zwei Jahren sollen Kleegras, Winterweizen, Kartoffeln und Sellerie angebaut werden. Das Kleegras wachse bereits; die Aussaat des Winterweizens erfolge Ende des Monats. „Wir prüfen, wie sich die verschiedenen Kulturen unter den Panelen entwickeln und vergleichen sie bezüglich ihrer Eignung. Dazu bestimmen wir etwa die Pflanzenhöhe, die Blattfläche, die Gesundheit der Pflanzen, die Erträge und die Ertragsqualität“, erklärte Högy. Zudem sollten Auswirkungen auf die Umwelt und die Biodiversität untersucht werden. Am Ende des dreijährigen Projekts wollen die Wissenschaftler dann konkrete Empfehlungen für die Praxis geben. Industriepartner Baywa re will aus den Erfahrungen praktischen Nutzen bereits ab dem kommenden Jahr ziehen. „Was die Einsparung von Ressourcen angeht, ist die doppelte Nutzung landwirtschaftlicher Flächen in Industriestaaten und Entwicklungsländern gleichermaßen ein sinnvolles Vorgehen“, erklärte Christof Thannbichler, Geschäftsführer der BayWa re Solar Projects GmbH. Sein Unternehmen wolle die Agrophotovoltaik als Geschäftsfeld ab 2017 im Zuge internationaler Projekte ausbauen. (Sandra Enkhardt) Read more: http://www.pv-magazine.de/nachrichten/details/beitrag/pilotanlage-fr-agrophotovoltaik-eingeweiht_100024455/#ixzz4KmUut0iy

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IRENA: Fast 2,8 Millionen Menschen arbeiten in Solarbranche weltweit

von pm-energy

26. Mai 2016 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Neuigkeiten, news, Photovoltaik, Studie, Wirtschaft

Insgesamt gab es 2015 weltweit 8,1 Millionen Jobs im Bereich der erneuerbaren Energien. Nach Angaben von IRENA bietet die Photovoltaik dabei die meisten Arbeitsplätze. Weltweit arbeiteten mehr als 8,1 Millionen Menschen in der Erneuerbaren-Energien-Branche im Jahr 2015. Dies sei ein Anstieg um fünf Prozent gewesen, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht „Renewable Energy and Jobs – Annual Review 2016“ der International Renewable Energy Agency (IRENA). Der größte Arbeitgeber unter den Erneuerbaren ist dabei der Photovoltaik-Sektor. In diesem Bereich gab es der Studie zufolge knapp 2,8 Millionen Arbeitsplätze, ein Zuwachs um elf Prozent gegenüber der letzten Zählung. Dabei habe sich die Zahl der Jobs in Japan und den USA erhöht. In China sei sie etwa gleich geblieben, während sie in den EU-Ländern rückläufig gewesen sei, heißt es in der Studie. „Das anhaltende Jobwachstum im erneuerbaren Energiesektor ist bedeutend, weil es im Kontrast zum Trend des Energiesektors insgesamt steht“, erklärte IRENA-Generaldirektor Adnan Amin. Der Anstieg sei getrieben durch die sinkenden Technologiekosten und die politischen Rahmenbedingungen. IRENA geht davon aus, dass der Trend weiter anhalten wird, sofern die Länder ihre Klimaziele von Paris erreichen wollen. Bis 2030 erwartet die Organisation einen Anstieg der weltweiten Jobs auf mehr als 24 Millionen. Weltweit die meisten Arbeitsplätze im Erneuerbaren-Sektor gibt es nach der IRENA-Veröffentlichung mit 3,5 Millionen in China. Auch in den USA sei die Zahl der Beschäftigten seit dem vergangenen Jahr um sechs Prozent gestiegen. Nach Angaben der IRENA gibt es die meisten Jobs nach China in Brasilien, den USA, Indien, Japan und Deutschland. Nach der Photovoltaik seien Biokraftstoffe mit 1,7 Millionen Jobs der zweitgrößte Arbeitgeber unter den Erneuerbaren gefolgt von der Windkraft mit 1,1 Millionen Arbeitsplätzen. Insgesamt gebe es im Bereich der Erneuerbaren eine größeren Anteil beschäftigter Frauen als im gesamten Energiebereich. Aus der Studie geht hervor, dass Deutschland mit 355.000 Jobs der größte Arbeitgeber bei Erneuerbaren geblieben sei. Es biete damit fast so viele Arbeitsplätze wie Frankreich, Großbritannien und Italien zusammen. Insgesamt sei die Entwicklung in der gesamten EU im vierten Jahr in Folge aber rückläufig gewesen. Die letzten verfügbaren Zahlen stammten dabei aus dem Jahr 2014 mit 1,17 Millionen Jobs. (Sandra Enkhardt) Quelle: PV-Magazine Newsletter: http://www.pv-magazine.de/nachrichten/details/#ixzz49kTgc1Bw  

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Studie: Weltweit 100 Prozent erneuerbare Energien bis 2050 möglich

von pm-energy

23. September 2015 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Kosten senken, Neuigkeiten, news, Politik, Studie, Wärmeenergie, Windenergie, Windkraft, Wirtschaft

22.09.2015: Die Umweltschutzorganisation Greenpeace, der Weltrat für Windenergie (Global Wind Energy Council) und der europäische Solarunternehmensverband Solar Power Europe haben eine Studie zum möglichen Umbau der weltweiten Energieversorgung auf erneuerbare Ressourcen vorgelegt. Die Erstellung der Rechenmodelle übernahm das Institut für Technische Thermodynamik – Systemanalyse und Technikbewertung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die Studie »Energy Revolution« kommt zu dem Ergebnis, dass eine 100-prozentige Versorgung der gesamten Welt durch Erneuerbare ab 2050 technisch möglich und »finanziell attraktiv« sei. Die erforderliche Ausgaben – die Studie errechnet weltweit durchschnittlich eine Billion Dollar jährlich bis 2050 – werden demnach durch positive Effekte überkompensiert. Es würden jährlich 1,07 Billionen Dollar an Brennstoffkosten gespart und Millionen zusätzlicher Arbeitsplätze geschaffen: »Während die Zahl der Beschäftigten der globalen Energiebranche ohne beschleunigte Energiewende bis zum Jahr 2030 leicht auf 28 Millionen sinkt, würde die Branche bei einer Umstellung auf 100 Prozent Erneuerbare im gleichen Jahr 48 Millionen Menschen Arbeit geben«, heißt es in einer Greenpeace-Mitteilung zum Erscheinen der Studie. Deutschland könne insbesondere von einem wachsenden Weltmarkt für Windenergie profitieren. Die großen Herausforderungen auf dem Weg zu einer vollständig erneuerbaren Energieversorgung liegen der Studie zufolge nicht im technischen oder ökonomischen, sondern im politischen Bereich. So erhielten die konventionellen Energien nach Zahlen der Internationalen Energieagentur (IEA) weltweit jährlich Subventionen und Zuwendungen von 550 Millionen Dollar – doppelt so viel wie erneuerbare Energien. Bedeutende technische Veränderungen seien allerdings im Wärme- und ganz besonders im Transportsektor nötig. Die Studie gibt es auf Englisch kostenlos als PDF. © PHOTON www.greenpeace.org/international/en/publications/Campaign-reports/Climate-Reports/Energy-Revolution-2015/

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US-Navy will Strom aus Photovoltaikanlage mit 210 Megawatt Leistung beziehen

von pm-energy

24. August 2015 | erstellt in Photovoltaik, Solarenergie, Wirtschaft

Die amerikanische Marine (Department of the Navy, DON) hat einen Stromliefervertrag mit den Versorgern Western Area Power Administration sowie Sempra US Gas & Power für den Bezug von Solarstrom aus einem neu zu bauenden 210 Megawatt leistenden »Mesquite Solar 3« genannten Photovoltaikkraftwerk geschlossen.  

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Wachstum der Solarwirtschaft wird durch niedrigen Ölpreis nicht blockiert

von pm-energy

16. Februar 2015 | erstellt in Photovoltaik, Solarenergie, Wirtschaft

Bis zum Jahr 2020 werde die weltweit installierte Photovoltaikleistung ein Volumen von insgesamt 446 Gigawatt erreichen, insbesondere China, Indien und Nordamerika hätten die höchsten Wachstumsraten. Sogar Europa werde seine installierte Leistung trotz der Reduzierung von Förderungen bis 2020 verdoppeln. Dies prognostiziert die Beratungsfirma Frost & Sullivan in ihrem »Annual Global Power and Energy Outlook« und meint, es sei unwahrscheinlich, dass Öl - trotz der Halbierung der Preise zwischen August 2014 und Februar 2015 von über Hundert auf rund 58 Dollar pro Barrel - jemals wieder eine bedeutende Rolle bei der Elektrizitätsversorgung spiele. Derzeit werde mit Öl nur noch fünf Prozent des weltweiten Bedarfs an Strom gedeckt, in manchen Ländern läge dessen Nutzung zur Stromerzeugung bereits bei einem Prozent und weniger. Allerdings würden die fossilen Energieträger vorerst weiterhin die Weltstromerzeugung dominieren, weil insbesondere in den Entwicklungsländern von Afrika und Asien der Rohstoff Kohle auch in naher Zukunft eine Schlüsselrolle spiele. Allein China verfügt über 45 Prozent der weltweiten Kohlevorkommen. Das Land werde daher seine Kraftwerke laufen lassen und auch in neue investieren, wenngleich auf einem niedrigeren Niveau als heute. China investiere zudem in die Erneuerbaren, aber auch in Atomenergie. Insgesamt würden die Ausgaben für Erdgas und erneuerbare Energien bis 2020 auf das Niveau der Ausgaben für Kohle und Atomkraft steigen.

Quelle: © PHOTON

www.frost.com

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