Acht Monate in Folge höhere Stromerzeugung aus Erneuerbaren als aus fossilen Kraftwerken

von pm-energy

11. November 2019 | erstellt in Energieeffizienz, Energiewende, Erneuerbare Energien, Konventionelle Energieträger, Neuigkeiten

Interview: Der Anteil von Photovoltaik, Windkraft und Co. an der Stromerzeugung ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. In diesem Jahr liegt die Nettostromerzeugung aus erneuerbaren Energien jedoch bereits seit März konstant über jener aus Kohle- und Gaskraftwerken. Die Produktion der Atomkraftwerke wird von Energy Charts in dieser Auswertung vernachlässigt, weil sie in keine der beiden Kategorien passt. Bruno Burger vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE erklärt, was in diesem Jahr diese Entwicklung befördert hat und warum es trotzdem noch einen deutlich stärkeren Zubau von Photovoltaik und Windkraft braucht.6. NOVEMBER 2019 SANDRA ENKHARDT

Seit acht Monaten – also seit März – liegt laut Energy-Charts des Fraunhofer ISE die Erzeugung der Erneuerbaren nun konstant über der Fossilen. Gab es das schon mal?

Nein, letztes Jahr war das nur in drei Monaten – also im April, Mai und Dezember – der Fall.

Was sind die Gründe dafür, schließlich hatten wir in diesem Jahr keinen Jahrhundertsommer wie 2018 und der Wind blies nur in wenigen Wochen außergewöhnlich stark?

Auf der Seite der erneuerbaren Energie hat die Windkraft stark zugelegt. Die Erzeugung stieg in den ersten zehn Monaten um 17 Prozent von 86 Terawattstunden im Jahr 2018 auf 101 Terawatt in diesem Jahr. Bei den fossilen Energien kamen mehrere Ereignisse zusammen: Die Börsenstrompreise waren mit circa 30 bis 35 Euro pro Megawattstunde sehr niedrig. Gleichzeitig war der Preis für CO2-Zertifikate mit 25 bis 30 Euro je Tonne CO2 so hoch wie noch nie. Dadurch wurde die Stromerzeugung aus Braunkohle und Steinkohle unrentabel. Die Stromerzeugung aus Braunkohle emittiert etwa 1 bis 1,1 Tonnen CO2 pro Megawattstunde. Wenn der CO2-Preis in Euro pro Tonne so hoch ist wie der Börsenstrompreis in Euro pro Megawattstunde, wird die Stromerzeugung aus Braunkohle zum Verlustgeschäft.

Die Gaskraftwerke haben aber davon – neben den Erneuerbaren – profitiert.

Richtig, allerdings waren auch die Gaspreise mit etwa 10 Euro pro Megawattstunde sehr niedrig. Das hat teilweise zu einem Fuel-Switch von Braunkohle zu Gas geführt, weil Gas deutlich weniger CO2-Emissionen verursacht und deswegen weniger CO2-Zertifikate benötigt.

Können Sie die Veränderungen bei der Nettostromerzeugung in Zahlen ausdrücken?

In den ersten zehn Monaten 2019 hat sich die Stromerzeugung gegenüber dem Vorjahreszeitraum wie folgt geändert: Die Kernenergie blieb konstant. Die Braunkohle verlor 24 Prozent und die Steinkohle 34 Prozent. Die Gaskraftwerke legten bei der Nettostromerzeugung um 29 Prozent zu. Unter den Erneuerbaren gab es eben diesen Sprung von 17 Prozent bei der Windkraft. Photovoltaik, Wasserkraft und Biomasse sind dagegen eher konstant geblieben.

Mit welcher Bilanz rechnen Sie für das Gesamtjahr?

Das hängt von vielen Faktoren ab. Wichtig ist auf jeden Fall die Windstromerzeugung. Wenn sie im November und Dezember hoch ausfällt, werden die erneuerbaren Energien dieses Jahr erstmals mehr Strom produzieren als die fossilen Energien. Letztes Jahr war die Windenergie zumindest im Dezember sehr stark. Die Stromerzeugung aus Braunkohle hängt sehr stark von der Entwicklung des Börsenstrompreises und des CO2-Zertifikatspreises ab. Bei niedrigen Börsenstrompreisen und hohen Zertifikatspreisen wird die Stromerzeugung klein sein. Beim umgekehrten Verhältnis wird viel Strom aus Braunkohle produziert werden, auch für den Export. Die weitere Stromerzeugung aus Gas hängt ebenfalls von den Preisen ab. Neben Börsenstrompreis und CO2-Zertifikatspreis spielt hier noch der Gaspreis eine wichtige Rolle.

Würden Sie sagen, dass wir damit mit der Energiewende in Deutschland auf einem guten Weg sind?

Die Anteile der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung steigen seit 20 Jahren kontinuierlich an. Das ist die gute Nachricht. Trotzdem wünscht man sich natürlich, dass es angesichts des Klimawandels deutlich schneller geht. Die Emissionsziele des Bundes-Klimaschutzgesetzes sind zu wenig ambitioniert und übersteigen das CO2-Restbudget, das uns nach dem Pariser Klimaabkommen zusteht. Die Bundesregierung hat außerdem das Ziel, den Anteil der Erneuerbaren 2030 auf 65 Prozent zu erhöhen.

Wird die Bundesregierung dieses Ziel erreichen?

Die geplanten Zubauzahlen für Photovoltaik und Wind an Land werden wahrscheinlich aber nicht ausreichen, um das 65 Prozent-Ziel zu erreichen. Das liegt vor allem daran, dass die Bundesregierung davon ausgeht, dass der Stromverbrauch nicht ansteigen wird. Wir gehen aber von einem Anstieg aus, da ja neben dem Energiesektor auch der Verkehrs- und Wärmesektor dekarbonisiert werden müssen. Beides wird zu einem steigenden Stromverbrauch führen. Deshalb schlagen wir einen Zubau von mindestens zehn Gigawatt Photovoltaik pro Jahr vor, um den zusätzlichen Strombedarf erneuerbar decken zu können.

Quelle: https://www.pv-magazine.de/2019/11/06/acht-monate-in-folge-hoehere-stromerzeugung-aus-erneuerbaren-als-aus-fossilen-kraftwerken/

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Mehr Belastung als Entlastung – MITTELSTANDSVERBUND kritisiert Anstieg der EEG-Umlage

von pm-energy

16. Oktober 2019 | erstellt in Energieeffizienz, Energiewende, Erneuerbare Energien, Kosten senken, Photovoltaik, Politik

Trotz Ankündigung einer Senkung der EEG-Umlage im Zuge des Klimapakets der Bundesregierung soll diese im kommenden Jahr wieder steigen. Auf die mittelständischen Unternehmen kommen also Mehrkosten zu, was das politische Entlastungsversprechen zur Makulatur werden lässt.15. OKTOBER 2019 DER MITTELSTANDSVERBUND

Berlin, 15.10.2019: DER MITTELSTANDSVERBUND bedauert, dass die EEG-Umlage – wie heute bekannt wurde – ab dem kommenden Jahr voraussichtlich von 6,405 auf 6,756 Cent je Kilowattstunde steigen soll. Damit würden die ohnehin geringen finanziellen Entlastungen, die von der Bundesregierung im Rahmen ihres Klimapakets ab 2021 in Aussicht gestellt wurden, schon vorher zu großen Teilen aufgefressen und damit das politische Bekenntnis zur Entlastung konterkariert. Der Einstieg in die CO2-Bepreisung bei gleichzeitigem Fortführen des überholten EEG-Systems erweist sich damit – wie vom MITTELSTANDSVERBUND erwartet – als unausgegoren und nicht effizient. „Gerade das Bundeswirtschaftsministerium muss sich nun fragen, wie ernst es ihm mit der finanziellen Entlastung des Mittelstands bei den Energiekosten ist. Die noch in der Mittelstandsstrategie enthaltene Zusicherung einer Verringerung der Strompreise durch Senkung der EEG-Umlage erscheint nun mehr als fraglich. Wie sich trotz des Anstiegs der EEG-Umlage unter dem Strich in einigen Jahren eine spürbare Entlastung für die mittelständischen Unternehmen ergeben soll, bleibt eine große arithmetische wie politische Herausforderung.“, mahnt Dr. Ludwig Veltmann, Hauptgeschäftsführer, DER MITTELSTANDSVERBUND.

Die große Chance, im Zuge einer umfassenden CO2-Bepreisung das komplexe – und gerade für die Unternehmen des kooperierenden Mittelstands unfaire – System aus Steuern, Abgaben und Umlagen auf Strom grundlegend neu zu gestalten, hat die Bundesregierung mit ihrem Klimapaket vertan. Hier wäre es nun angezeigt, konsequent politisch nachzusteuern, um echte Entlastungen und vor allem die notwendige Planungssicherheit für Wirtschaft und Verbraucher zu ermöglichen.

Quelle und Ansprechpartnerin:
Juliane Ibold
Leiterin Kommunikation und Digitalisierung
Telefon: +49(0) 30/59 00 99 661
Mobil: +49(0) 151/24226582
E-Mail: j.ibold@mittelstandsverbund.de

Quelle: https://www.pv-magazine.de/unternehmensmeldungen/mehr-belastung-als-entlastung-mittelstandsverbund-kritisiert-anstieg-der-eeg-umlage/

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Überkapazitäten am Energiemarkt: Konzerne exportieren Strom für Milliarden

von pm-energy

21. Juni 2019 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Konventionelle Energieträger, news, Wirtschaft

Deutschland produziert mehr Strom, als für den Eigenbedarf nötig wäre. Der Rest wird ins Ausland exportiert. Dem Staat bringt das eine Milliardeneinnahme - und eine Diskussion über den Ausbau von erneuerbaren Energiequellen.

Deutschland hat 2018 Strom im Wert von mehr als zwei Milliarden Euro exportiert. Dagegen sei nur Strom im Wert von 900 Millionen Euro importiert worden, berichtete der "Spiegel" unter Berufung auf Berechnungen des Bundeswirtschaftsministeriums. Grund seien Überkapazitäten auf dem deutschen Strommarkt, zu dem sowohl fossile Kraftwerke wie auch der Ausbau des Ökostroms beitrügen.

Strom aus Sonne, Wind und Biomasse erreichte demnach im vergangenen Jahr einen Anteil von mehr als 35 Prozent am Energiemix. Der Grünen-Energieexperte Oliver Krischer nahm die Zahlen zum Anlass, um eine Beschleunigung der Energiewende zu fordern. "Es ist überfällig, dass Überkapazitäten abgebaut und damit erste Kohlekraftwerke abgeschaltet werden", sagte er dem "Spiegel".

Der EU-Rechnungshof hatte ebenfalls gefordert, dass Deutschland und andere EU-Länder klimafreundliche Energien aus Wind, Sonne und Co schneller ausbauen müssten. Nach EU-Zielvorgabe soll bis 2020 ein Fünftel der Energie für Strom, Wärme und Kälte aus erneuerbaren Quellen kommen. Deutschland und sieben andere Staaten hinken jedoch nach Darstellung der Rechnungsprüfer hinterher.

Diese Länder müssten noch zwei bis vier Prozentpunkte zulegen, um ihre Ziele für 2020 zu schaffen. Deutschland liege vor allem beim Heizen und Kühlen mit Erneuerbaren zurück. Sechs weitere Staaten werden ihre Ziele sogar absehbar verfehlen, darunter die Niederlande, Frankreich, Großbritannien und Polen.

Quelle: https://www.n-tv.de/wirtschaft/Konzerne-exportieren-Strom-fuer-Milliarden-article21087215.html

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Europäischer Rechnungshof moniert Solarförderung in Deutschland und fordert mehr Anstrengungen, um das 2020 Erneuerbaren-Ziel noch zu erreichen.

von pm-energy

11. Juni 2019 | erstellt in nicht kategorisiert

Die Prüfer erklären in ihrem jüngsten Bericht, dass zahlreiche EU-Länder noch deutlich mehr unternehmen müssen, um ihre Erneuerbaren-Zusagen bis 2020 zu erreichen. Dazu zählt auch Deutschland. Hierzulande – wie die Rechnungsprüfer monieren – war die Solarförderung zunächst zu hoch und später erschütterten die Kürzungen das Vertrauen der Verbraucher.7. JUNI 2019 SANDRA ENKHARDT

Die EU muss noch erhebliche Anstrengungen bei Photovoltaik und Windkraft unternehmen, wenn sie ihr Erneuerbaren-Ausbauziel bis 2020 erreichen will. Zu diesem Schluss kommt ein am Donnerstag veröffentlichter Bericht des Europäischen Rechnungshofes. So seien zwar nach 2005 erhebliche Zuwächse bei Photovoltaik und Windkraft zu verzeichnen gewesen, doch seit 2014 habe sich das Wachstum erheblich verlangsamt.

Die Rechnungsprüfer fordern daher, dass die Kommission die Mitgliedsstaaten anhalten müsse, mehr für den Ausbau zu tun. So könnten zusätzliche Kapazitäten bei den Ausschreibungen vergeben werden, zudem solle es eine stärkere Bürgerbeteiligung geben und eine Verbesserung der Bedingungen. Hintergrund dafür ist, dass wohl die Hälfte der EU-Mitgliedsstaaten große Schwierigkeiten haben werde, ihre Erneuerbaren-Ausbauziele bis 2020 noch zu erreichen. Insgesamt 20 Prozent soll der Anteil dann in den Sektoren Strom, Wärme, Kälte und Verkehr betragen. Während im Stromsektor viele Länder gut dabei sind – so auch Deutschland – hinken sie in den anderen Bereichen meist zu sehr hinterher, um das Gesamtziel noch zu erreichen.

In Deutschland, Griechenland, Spanien und Polen prüfte der Rechnungshof vor Ort, ob die Förderung für Photovoltaik und Windkraft wirksam waren, wie es weiter hieß. Er stellte fest, dass etliche der Förderregelungen ursprünglich viel zu hoch waren, was hohe Strompreise oder Haushaltsdefizite nach sich gezogen habe. Als nach 2014 die Mitgliedsstaaten die Förderungen senkten, erschütterten sie mit ihren Maßnahmen das Vertrauen der Investoren und die Märkte brachen ein. „“Die Mitgliedstaaten setzten Anreize für Investitionen in Windenergie und Photovoltaik, doch ihre Vorgehensweise bei der Senkung der Förderung wirkte abschreckend auf potenzielle Investoren und verlangsamte den Ausbau“, erläuterte George Pufan, das für den Bericht zuständige Mitglied des Europäischen Rechnungshofs. „Durch diese Verlangsamung beim Übergang zu regenerativem Strom wird das EU-Ziel für 2020 möglicherweise nicht erreicht.“

Ein Ausweg seien nun zusätzliche Kapazitäten bei den Ausschreibungen sowie eine stärkere Bürgerbeteiligung. „Auch die Bedingungen für eine Beteiligung am Markt für erneuerbare Energien müssen verbessert werden. Hier geht es um die Beseitigung von Hindernissen wie restriktiven Raumordnungsvorschriften, langwierigen Verwaltungsverfahren und Unzulänglichkeiten der Stromnetze“, schreibt der Rechnungshof weiter.

Angesichts der Skepsis bezüglich der 2020-Ausbauziele weist der Europäische Rechnungshof auch darauf hin, dass für 2030 das festgelegte Ziel von mindestens 32 Prozent wohl nur mit verbindlichen nationalen Vorgaben erreicht werde. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) sieht seine Warnungen durch den Bericht des Europäischen Rechnungshofes bestätigt. „Die Bundesregierung sollte bei ihren anstehenden klima- und energiepolitischen Entscheidungen die Kritiken des Europäischen Rechnungshofs und der Energiewende-Expertenkommission berücksichtigen und das Tempo der Energiewende wieder deutlich erhöhen“, erklärte BEE-Präsidentin Simone Peter am Freitag. „Es gilt jetzt bestehende Hemmnisse und Ausbaudeckel zu beseitigen.“ Die Ausbaukorridore für Photovoltaik und Windkraft müssten schnellstmöglich deutlich nach oben angepasst werden. Darüber hinaus können mittels einer CO2-Bepreisung zusätzliche ökonomische Anreize für die Zielerreichung geschaffen werden.

Quelle: PV-Magazine:
https://www.pv-magazine.de/2019/06/07/europaeischer-rechnungshof-moniert-solarfoerderung-in-deutschland/

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Der PV Deckel muss weg

von pm-energy

25. März 2019 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Neuigkeiten, nicht kategorisiert, Photovoltaik, Politik, Wirtschaft

25. MÄRZ 2019 HANS-JOSEF FELL, EWG-PRÄSIDENT UND MITAUTOR EEG 2000

Zu den vielen Verschlechterungen im EEG, die seit 2009 über Jahre hinweg und unter den verschiedenen Regierungen von Kanzlerin Merkel eingeführt wurden, gehört auch der sogenannte PV Deckel von 52 Gigawatt. Danach soll nach dem EEG die Förderung von neuen Photovoltaik-Dach- und Freiflächenanlagen bis 750 Kilowatt, also die Zahlung von Einspeisevergütungen für PV-Neuanlagen beendet werden, sobald nach EEG geförderte Anlagen eine installierte Leistung von insgesamt 52 Gigawatt erreichen. Die Vergütung für bestehende Anlagen läuft natürlich für die vereinbarte Laufzeit von 20 Jahren weiter. Das Erreichen dieses Deckels wird im kommenden Jahr erwartet.

Im Prinzip kommt dieser EEG-Paragraphen der Abschaffung des EEG im Bereich der Dachanlagen gleich. Nur noch für Photovoltaik-Freiflächen wird es dann noch Einspeisevergütungen geben, sie werden aber über Ausschreibungen ermittelt und nicht mehr durch gesetzlich festgelegte Einspeisevergütungen.

Investitionen werden sich aus Gründen der Wirtschaftlichkeit dann nur noch auf die Deckung des Eigenbedarfs beschränken. Eine Vermarktung des Photovoltaik-Stromes über die Börse dürfte auf Grund des niedrigen Börsenstrompreises fast nicht in Frage kommen. Auch die Vermarktung von Solarstrom an Energieversorger und direkte Kunden wird sich für die kleinteilige Struktur der Dachanlagen kaum rentieren. Der Markt für Dachanlagen würde drastisch einbrechen.

Der in Deutschland fast nicht mehr stattfindende Klimaschutz aber braucht wesentlich mehr PV-Investition, statt weniger.

Deshalb hat der Berliner Energieforscher Volker Quaschning eine pfiffige Aktion ins Leben gerufen.

Er hat an den Bundeswirtschaftsminister Altmaier einen ausgedienten Klodeckel gesendet, mit der Aufschrift „DerPVDeckelmussweg“. (https://www.volker-quaschning.de/derpvdeckelmussweg/index.php)

Wenn viele andere seinem Beispiel folgen und Regierungs- und Bundestagspolitikern ähnliche beschriftete Deckel mit dem Begleitbrief zur Aufforderung der ersatzlosen Streichung des PV-Deckes senden, dann könnte das Eindruck machen.

Daher empfehle ich meinen Lesern, die Aktion von Volker Quaschning zu unterstützen und viele PVDeckelmussweg-Pakete samt Begleitbrief nach Berlin zu senden.

— Der Autor Hans-Josef Fell saß für die Grünen von 1998 bis 2013 im Deutschen Bundestag. Der Energieexperte war im Jahr 2000 Mitautor des EEG. Nun ist er Präsident der Energy Watch Group (EWG). Mehr zu seiner Arbeit finden Sie unter www.hans-josef-fell.de. —

Quelle: https://www.pv-magazine.de/2019/03/25/der-pv-deckel-muss-weg/

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pm-energy ist Fronius Servicepartner

von pm-energy

21. Februar 2019 | erstellt in nicht kategorisiert

Reesdorf, 21.2.2019 Ab jetzt sind wir Fronius Service Partner

Fronius Deutschland bestätigt pm-energy GmbH als Servicepartner. Damit sind wir neben SMA und Solarwatt sowie Kaco für einen weiteren großen Hersteller im Servicebereich tätig. Sie finden uns ab sofort auch in der Fronius-Installateur Suche unter http://www.fronius-installateur.de

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Marktstammdatenregister – PV Anlagen online anmelden

von pm-energy

31. Januar 2019 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Neuigkeiten, Politik

31.01.2019

Zum 31. Januar 2019 geht das Marktstammdatenregister online. Über das Portal müssen dann Photovoltaikanlagen und Speicher registriert werden.
Die Meldung erfolgt durch den Betreiber oder eine bevollmächtigte Person, spätestens einen Monat nachdem die Anlage ans Netz geht oder erweitert wurde. Bereits gemeldete Anlagen werden aufgrund der Bestimmungen der DSGVO nicht in das MaStR übernommen. Eine Neuanmeldung innerhalb Zweijahresfrist ist erforderlich. Betreiber von Photovoltaikanlagen müssen sich in einem ersten Schritt zwingend persönlich registrieren. Dann können sie z. B. ihrem Installateur eine Vollmacht für den Eintrag der Stammdaten ausstellen. Dies geschieht, indem der Betreiber dem Bevollmächtigten die entsprechenden Rechte im Webformular zuweist. Weitere Informationen zum Marktstammdatenregister finden Sie hier.

Quelle: Newsletter Solarwatt

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Nach der Kohle zum Gas

von pm-energy

11. Januar 2019 | erstellt in nicht kategorisiert

11.01.2019

Von der Energiewirtschaft wird parallel zur Arbeit der Kohlekommission der „Fuel Switch“ propagiert, der Austausch des Brennstoffs Kohle gegen Erdgas. Dies sei klimafreundlich, weil Erdgasheizungen und Erdgaskraftwerke weniger CO2 emittierten. Erdgas würde die Kosten- und die Versorgungssicherheit gewährleisten und die Klimaziele leichter erreichen lassen. So das gar nicht so neue Narrativ. Auch wenn die Protagonisten einer Solarisierung mit dem Slogan „Nach der Kohle die Sonne“ unterwegs sind, arbeiten mächtige Interessenverbände daran, die Weichen anders zu stellen. Erdgas, Erdgas, Erdgas sabbert es aus interessengeleiteten Mündern, von Altmaier über Putin bis zu Trump.

Mitte 2018 modifizierte die EU einen wesentlichen Faktor im Emissionshandelssystem ETS (Emissions Trading System), dem bisher völlig wirkungslosen Instrument zur CO2-Reduzierung: In den Jahren 2019 bis 2023 soll die Zahl der im Umlauf befindlichen Zertifikate drastisch verringert werden. Nachdem sie jahrelang unterhalb der Grasnarbe dümpelten, beginnen nun die Preise für europäische CO2-Emissionszertifikate zu steigen. Experten erwarten, dass sie sich bei 35 bis 40 Euro einpendeln könnten.

Die Organisation Carbon Tracker in London schätzt, dass sich ein Zertifikats-Defizit im Umfang von insgesamt rund 1,4 Mrd. Tonnen an CO2-Emissionen ergeben wird. Sie meint weiter, die dadurch steigenden CO2-Emissionspreise werden den Wechsel von der Kohle zu Erdgas gerade in Ländern wie Deutschland, Italien, Spanien und den Niederlanden begünstigen und beschleunigen. In Großbritannien sei dieser Trend bereits im Herbst 2018 erkennbar gewesen. Beim Verbrennen von Erdgas entsteht zwar weniger CO2 als bei der Kohle. Durch das höhere Wasserstoff/Kohlenstoff-Verhältnis wird um bis zu 25 % weniger CO2 erzeugt. Insofern ist es richtig, dass die Betreiber von Gaskraftwerken weniger Geld für die Zertifikate ausgeben müssen und der Umstieg auf Erdgas wirtschaftlich lukrativ wird.

Dem Klimaschutz nutzt das wenig. Denn additiv zum CO2 wirkt mit dem Methan aus den Vorkettenemissionen, die über Leckagen bei der Förderung und dem Transport auftreten, ein Faktor, der Erdgas keinen Deut besser sein lässt als Kohle. Um es anders auszudrücken, Erdgas ist dank des nicht verbrannten Methans und weiterer Klimagase sogar noch klimawirksamer. So wirkt Methan in den ersten 10 bis 20 Jahren seiner Verweildauer in der Atmosphäre fast 90mal klimaschädlicher als CO2. Und das sind genau die Jahre, in denen es darauf ankommt, das Ruder bei den Emissionen klimaschädlicher Gase herum zu reißen, will man die Ziele der Pariser Klimakonferenz erreichen.

Da das ETS monokausal angelegt ist und nur einen einzigen Faktor als Kriterium zur Bewertung der Klimaschädlichkeit heranzieht, ist es leicht, den ursprünglich erhofften ökonomischen Effekt auszuhebeln. Das wirft natürlich Fragen für alle Energiewendefreunde auf, die sich hinter der Forderung „CO2 braucht einen Preis“ versammeln. Sie sehen sich mit einer ins Gegenteil verkehrten Situation konfrontiert. Die Behauptung, die sich etwa in den Publikationen des „Vereins für eine nationale CO2 Abgabe e.V.“ (Freiburg) findet, eine CO2 Abgabe würde einen „starken Anreiz“ für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien hervorrufen, müsste wohl überdacht werden. Die Aussage „eine Abgabe – große Wirkung“ ist zwar nicht falsch, bekommt aber eine völlig gegenteilige Bedeutung.

Es offenbart sich ein Dilemma, das bei nahezu jeder monokausalen Argumentation droht. Wer meint, eine komplexe Situation auf eine einfache Formel herunter brechen zu können, schießt sich schnell selbst ins eigene Knie. Die Forderung nach einer CO2-Bepreisung, die jahrelang als der populäre Hebel für eine Klimapolitik galt, wird zum gefährlichen Rohrkrepierer. Sie trägt dazu bei, die Erneuerbaren Energien auszubremsen. Statt den Klimaschutz zu stärken, prolongiert  sie den Einsatz fossiler Brennstoffe in einer gefährlichen Situation. Gefährlich deshalb, weil Klimagase kumulativ wirken.
Stattdessen sollte eine umfassende Schadstoffsteuer oder Schadstoffbepreisung gefordert werden, die alle klimaschädlichen Gase erfasst und an der Quelle verteuert. Das Wort von den CO2 Äquivalenten macht ja schon länger die Runde. Nur so kann klimafreundliche Energieerzeugung und Mobilität gefördert werden. Zudem muss, um den Zubau Erneuerbarer Energien wieder in Schwung zu bringen, der Zubaudeckel von 52 GW ersatzlos gestrichen werden,  auch er befördert  einen Fuel Switch zum Erdgas. Sonne- und Windenergie sind bereits jetzt kostengünstiger als alle fossilen Energien. Zum Teufel mit den „Fuel Switch“.

Klaus Oberzig

Quelle: http://www.dgs.de/news/en-detail/110119-nach-der-kohle-ins-gas/


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Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung zieht sich aus der Kohlefinanzierung zurück

von pm-energy

14. Dezember 2018 | erstellt in Energiewende, Erneuerbare Energien, Konventionelle Energieträger, Neuigkeiten, Wirtschaft

Die Entwicklungsbank will künfig vor allem Erneuerbare-Energien-Projekte finanzieren. Kohlebergbau und -kraftwerke sowie die Ölförderung sind künftig tabu. Zudem will das Finanzinstitut bei der Prüfung potenzieller Investitionen die volkswirtschftlichen Kosten der Treibhausgas-Emissionen berücksichtigen. Keine Kohle mehr für die Kohle: Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung beendet ihre Geschäfte mit der Kohle- und Ölindustrie. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) zieht sich aus der Kohle zurück: Das Finanzinstitut wird künftig keine Bergbau- oder Kraftwerksprojekte mehr fördern. Stattdessen wird die EBRD ihr Engagement für die erneuerbaren Energien ausbauen. Nach eigenen Angaben hat die Bank in der Vergangenheit in einige der am wenigsten energieeffizientesten, schmutzigsten Projekte der Welt investiert – das sei ein guter Grund, jetzt einen „Reinigungsprozess“ einzuleiten. Die Entscheidung ist Teil einer neuen, auf fünf Jahre angelegten Dekarbonisierungsstrategie im Energiesektor. Zudem will die EBRD in Zukunft auch nicht mehr in die Ölförderung investieren. Ausnahmen sollen hier nur für einzelne Projekte gelten, in denen die Mittel der Bank zu einer Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen führen. Im Gassektor wird sich das Finanzinstitut aber weiter engagieren. Voraussetzung dafür ist, dass die Projekte dem Umstieg auf eine CO2-arme, sichere und wirtschaftliche Energieversorgung dienen. Mit Beginn kommenden Jahres wird die EBRD zudem bei der wirtschaftlichen Prüfung potenzieller Investitionsobjekte mit hohem Treibhausgas-Ausstoß auch externe Faktoren wie die volkswirtschaftlichen Kosten der klimaschädlichen Emissionen berücksichtigen. „Um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen und die Luftqualität zu verbessern, sind dringende und entschlossene Maßnahmen erforderlich“, sagt Nandita Parshad, EBRD-Geschäftsführerin für Energie und Natürliche Ressourcen. „Wir brauchen einen grundlegenden Wandel weg von Kohlenwasserstoffen hin zu saubereren Energiequellen. Das bedeutet die Elektrifizierung der Volkswirtschaften, einschließlich Industrie, Verkehr und Wärme – wobei der Strom überwiegend aus erneuerbaren Quellen stammt.“ Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung wurde 1991 gegründet, um den Aufbau der Marktwirtschaft in Mittel- und Osteuropa zu unterstützen. Die Anteilseigner der EBRD sind 65 Länder sowie die Europäische Union und die Europäische Investitionsbank. Heute ist die Bank in mehr als 30 Ländern aktiv, von Mitteleuropa bis Zentralasien sowie im südlichen und östlichen Mittelmeerraum. Als einzige unter den Entwicklungsbanken verfügt sie eigenen Angaben zufolge über ein politisches Mandat: Sie arbeitet nur in Ländern, die sich zu den Grundsätzen der Demokratie, des Pluralismus und der Marktwirtschaft bekennen. Quelle: www.pv-magazine.de / RALPH DIERMANN

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Solarwatt will Marktführer bei Photovoltaik-Speichern in Deutschland werden

von pm-energy

30. November 2018 | erstellt in nicht kategorisiert

Sowohl bei den eigenen Speichern, den Glas-Glas-Modulen als auch beim Steuerungssystem konnte das Dresdner Unternehmen seinen Absatz in diesem Jahr deutlich steigern. Im Markt für Photovoltaik-Heimspeichern hat Solarwatt nach eigenen Angaben seinen Anteil in Deutschland in diesem Jahr verdoppelt und will künftig noch mehr. Solarwatt hat für 2017 einen deutlichen Nachfrage-Zuwachs für sein gesamtes Portfolio verzeichnet, wie das Dresdner Unternehmen am Donnerstag mitteilte. So werde das vierte Quartal voraussichtlich das erfolgreichste seit der Gründung der GmbH. „Unsere Auftragsbücher sind voll, die Produktion läuft auf Hochtouren. Die Nachfrage übertrifft sogar unsere eigenen hohen Erwartungen“, sagt Geschäftsführer Detlef Neuhaus. Er sieht damit die Systemstrategie voll bestätigt, Solarwatt sei schließlich „der einzige Hersteller, der Photovoltaik-Module, Stromspeicher und Energiemanagement-Lösungen selbst entwickelt und in Deutschland produziert“, so Neuhaus weiter. Solarwatt hatte demnach 2017 die Produktionskapazitäten weiter ausgebaut und seine Fertigungslinien für die Glas-Glas-Solarmodule modernisiert. Besonders der in diesem Jahr eingeführte Batteriespeicher „My Reserve Matrix“ sei demnach ein Erfolg. Nach eigenen Angaben erreicht Solarwatt in diesem Jahr einen Marktanteil in Deutschland von 17 Prozent im Speichergeschäft, obwohl das Unternehmen erst vor zwei Jahren eingestiegen sei. Das ist mehr als doppelt so viel wie die Marktforscher von EuPD-Research im September für das erste Halbjahr gemeldet haben. Danach lagen Solarwatt bei 7%, Senec, E3/DC und LG Chem bei 14% und Sonnen bei 23%. Laut Solarwatt läuft besonders das erst im Laufe des Jahres eingeführte neue Modell mit dem Namen Matrix gut, was eine Verschiebung von Marktanteilen im zweiten Halbjahr erklären könnte. In den vergangenen zwölf Monaten habe sich der Marktanteil mehr als verdoppelt, 4500 „MyReserve“-Speicher habe das Unternehmen 2017 bereits installiert. „Während die Speicherhersteller der ersten Generation im Vergleich zu 2016 stagnieren oder sogar Anteile verloren haben, sind wir der eindeutige Gewinner“, sagt Neuhaus. Nun will er mit seinem Unternehmen in diesem Segment in Deutschland Marktführer werden. Solarwatt kündigte zudem weitere technologische Innovationen sowie den Verkaufsstart in der gesamten EU an. Nach eigenen Aussagen „unangefochtener Marktführer“ ist das Unternehmen bereits bei seinen Glas-Glas-Modulen, die 80 Prozent des eigenen Modulgeschäfts ausmachen. In diesem Jahr habe der Photovoltaik-Hersteller den Absatz der Glas-Glas-Module um knapp 50 Prozent gesteigert. Beim Monitoring-System für das Smart Home konnte der sächsische Mittelständler den Absatz dieses Jahr mehr als verdoppeln. „Große Energieversorger wie Eon, Enviam und die Schweizer EKZ verbauen keine Photovoltaik-Anlage mehr ohne unseren EnergyManager“, sagt Neuhaus. Solarwatt hat bereits dieses Jahr die Produktionskapazitäten weiter ausgebaut und seine Fertigungslinien für die Glas-Glas-Module modernisiert. Das Dresdener Unternehmen beschäftigt mittlerweile weltweit 350 Mitarbeiter, im kommenden Jahr sollen weitere Stellen dazukommen. Solarwatt plant ab 2018 auch sein Photovoltaik-Komplettsystem, bei dem alle Komponenten selbst entwickelt und somit aufeinander abgestimmt seien, ins Ausland zu exportieren. www.pv-magazine.de / DANIEL SEEGER

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...immer wieder neue Mitarbeiter*innen.

Derzeit: